Anton von Padua Alfred Emil Hubert Georg von Arco-Valley (1897 - 1945)

public profile

Is your surname von Arco-Valley?

Research the von Arco-Valley family

Anton, Graf von Arco auf Valley's Geni Profile

Share your family tree and photos with the people you know and love

  • Build your family tree online
  • Share photos and videos
  • Smart Matching™ technology
  • Free!

Share

Related Projects

Birthplace: Sankt Martin im Innkreis, Ried im Innkreis District, Upper Austria, Austria
Death: Died in Salzburg, Salzburg, Salzburg, Austria
Cause of death: Verkehrsunfall
Managed by: Randy Schoenberg
Last Updated:
view all 13

Immediate Family

About Anton von Padua Alfred Emil Hubert Georg von Arco-Valley

http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Graf_von_Arco_auf_Valley

Anton Graf von Arco auf Valley (* 5. Februar 1897 in Sankt Martin im Innkreis; † 29. Juni 1945 in Salzburg) war ein deutscher Adliger. Er ermordete am 21. Februar 1919 den bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner. Inhaltsverzeichnis [Anzeigen] Hintergrund des Attentats [Bearbeiten]

Anton Graf von Arco auf Valley wurde als Sohn von Maximilian Graf Arco-Valley (1849–1911) und dessen Frau Emmy Freiin von Oppenheim (1869–1957) aus der Bankiersfamilie Oppenheim geboren. Er studierte Jura und stieg nach seinem Eintritt in die bayerische Armee zum Leutnant des bayerischen Leibregiments auf. Bekannt wurde er, als er am 21. Februar 1919 in München in einem antisemitisch aufgeheizten politischen Klima Kurt Eisner erschoss, der wie Arco aus einer jüdischen Familie stammte. Der pazifistische USPD-Politiker Eisner war der erste Ministerpräsident Bayerns nach dem Sturz der Monarchie. Er wurde auf dem Weg in den Landtag ermordet, wo er nach der verlorenen Landtagswahl seinen Rücktritt anbieten wollte. Arco gehörte zum Umfeld der Thule-Gesellschaft, einer Keimzelle der NSDAP. In seiner Studie zu den okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus beschreibt der englische Historiker Nicholas Goodrick-Clarke Arco-Valley als „einen jungen Juden, der über seinen Ausschluss aus der Thule-Gesellschaft aufgebracht war und durch den Mord (an Kurt Eisner) seine nationale Gesinnung zeigen wollte.“[1] Graf von Arco auf Valley wurde wegen der jüdischen Herkunft seiner Mutter Emmy von Oppenheim aus der Thule-Gesellschaft ausgeschlossen.[2] Ferner war er Mitglied der Studentenverbindung K.B.St.V. Rhaetia München. Alternativ wurden ihm Verbindungen zu den Monarchisten zugeschrieben, die König Ludwig III. wieder einsetzen wollten. Folgen und Bestrafung [Bearbeiten]

Unmittelbar nach dem Attentat wurde Arco durch Schüsse von Eisners Begleitern lebensgefährlich verletzt. Medizinisch versorgt wurde Arco von Ferdinand Sauerbruch. Wenig später stürzte der unabhängige Sozialist Alois Lindner in den bayerischen Landtag und schoss Innenminister Erhard Auer (SPD) nieder, den er der Urheberschaft des Mordes verdächtigte; beim folgenden Schusswechsel wurden darüber hinaus der konservative Abgeordnete Heinrich Osel und der Major Paul Ritter von Jahreiß tödlich getroffen. Knapp zwei Monate nach Eisners Tod kam es in Bayern zur Gründung einer linksradikalen Räterepublik, die Anfang Mai 1919 von Reichswehr und Freikorpsverbänden gewaltsam niedergeschlagen wurde. Anfang 1920 wurde Arco-Valley vor einem Volksgericht, also einem Sondergericht, das noch durch die Regierung Eisner eingeführt worden war, um politische Gewalttäter zügiger aburteilen zu können, des Mordes angeklagt und am 16. Januar zunächst zum Tode verurteilt. Allerdings führte der politisch rechtsstehende Richter Georg Neithardt in seiner Urteilsbegründung bereits aus, dass die Tat seiner Meinung nach durchaus „nicht niederer Gesinnung, sondern glühender Liebe zum Vaterland“ entsprungen sei. Schon einen Tag später begnadigte der Justizminister Ernst Müller-Meiningen (DDP) Graf Arco aufgrund der genannten Motive; die Todesstrafe wurde umgewandelt in eine als ehrenvoll geltende Festungshaft. Der Attentäter saß seine Strafe ab Januar 1920 in der Festung Landsberg am Lech ab. Er durfte dabei nach Belieben ausgehen und Besuche empfangen, tagsüber arbeitete er als Praktikant auf einem benachbarten Gut[3]. Im Mai 1924 wurde Graf Arco vorzeitig auf Bewährung entlassen. 1925 veröffentlichte er in Regensburg sein Buch „Aus fünf Jahren Festungshaft“. 1927 folgte aus Anlass des 80. Geburtstags des Reichspräsidenten von Hindenburg seine endgültige Amnestie. Weiterer Lebenslauf [Bearbeiten]

Graf von Arco spielte nach seinem Mord an Eisner in der öffentlichen Wahrnehmung der Weimarer Republik keine größere Rolle mehr. Zunächst war er als Redakteur der Zeitung „Bayerisches Vaterland“ tätig; später als Direktor der aus Reichsmitteln finanzierten Süddeutschen Lufthansa, aus der er jedoch schon Anfang 1930 wieder ausschied. Politisch gehörte Arco-Valley seit seiner Haft zu den radikalsten Mitgliedern des monarchistisch-föderalistischen Flügels der Bayerischen Volkspartei (BVP). Von der Ortsgruppe Straubing des Bayerischen Heimat- und Königsbundes wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Arco-Valley als Halbjude und überzeugter Föderalist im Ganzen eher misstrauisch betrachtet, obwohl man seine gegen die Linke gerichtete Tat von 1919 natürlich nach wie vor positiv bewertete. Am 13. März 1933 wurde er in „Schutzhaft“ genommen, weil er unter Bezugnahme auf Hitlers zentralistische Innenpolitik bemerkt hatte, ebenso gut wie Eisner könne er auch einen anderen erschießen. Die nationalsozialistische Parteipresse erging sich daraufhin in hasserfüllten Tiraden: „Wäre unserem Führer bei dem Mordversuch des Juden Graf Arco-Oppenheimer auch nur ein Haar gekrümmt worden - kein Jude in Deutschland hätte den anderen Tag überlebt.“[4] Letzten Endes wurde Arco-Valley auf Fürsprache des bayerischen Kronprinzen und gegen die Zusicherung, nichts gegen Hitler zu unternehmen, noch im gleichen Jahr wieder freigelassen, blieb jedoch unter Beobachtung[5] Am 10. Juli 1934 heiratete Arco-Valley in München Maria-Gabrielle von Arco-Zinneberg (1910–1987). Das Paar bekam zwischen 1935 und 1943 fünf Kinder. Im Juni 1945 kam er bei einem Verkehrsunfall in Salzburg ums Leben. Sein Leichnam wurde in Sankt Martin im Innkreis in der Grablege der Grafen von Arco auf dem Kalvarienberg beigesetzt. Veröffentlichungen [Bearbeiten]

Aus fünf Jahren Festungshaft; Regensburg: G.J.Manz 1925 Literatur [Bearbeiten]

Friedrich Hitzer: Anton Graf Arco. Das Attentat auf Kurt Eisner und die Schüsse im Landtag., Verlag Knesebeck & Schuler, München 1988, ISBN 3926901012 Einzelnachweise [Bearbeiten]

↑ Nicholas Goodrick-Clarke: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus. 3. Auflage, Marix-Verlag, Wiesbaden 2004. S. 131 ↑ *Hermann Gilbhard: Die Thule-Gesellschaft. Vom okkulten Mummenschanz zum Hakenkreuz. Kiessling Verlag, München 1994. ISBN 3-930423-00-6 ↑ Max Hirschberg: Jude und Demokrat: Erinnerungen eines Münchener Rechtsanwalts 1883 bis 1939 ISBN 348656367X S. 123 ↑ Erhard R. Wiehn, Werner Simsohn: Judenfeindschaft in der Zeitung. Leben, Leiden im NS-Staat, Folgen (1933-1945). Konstanz 2000. S. 15 ↑ Martin Broszat u. a.: Bayern in der NS-Zeit, Bd. 6. Oldenbourg-Verlag 1983, S. 73 Weblinks [Bearbeiten] -------------------- http://en.wikipedia.org/wiki/Anton_Graf_von_Arco_auf_Valley

Anton von Padua Alfred Emil Hubert Georg Graf von Arco auf Valley (5 February 1897 – 29 June 1945), commonly known as Anton Arco-Valley, German political activist, is best remembered as the assassin of Kurt Eisner, the first republican premier of Bavaria, in February 1919.


Early life


Arco-Valley was born in Sankt Martin im Innkreis in Upper Austria. His father Maximilian was a businessman and estate owner, whose elder sister had married John Dalberg-Acton, 1st Baron Acton. Anton's mother, Emily Freiin von Oppenheim, was from the rich, Jewish, Oppenheim bankers family. After serving with a Bavarian regiment in the last year of World War I, he was one of those decorated and wounded soldiers who returned from the front and was attacked by Reds in the street. He was an Austrian citizen by birth who later had adopted Germany as his home and he enrolled at Munich University. As an angry and disillusioned German nationalist and an aristocrat, a monarchist and a proclaimed anti-Semite despite his Jewish descent, he detested Eisner, the Jewish leader of the Bavarian socialists and Premier of Bavaria.


"Eisner is a Bolshevist, a Jew; he isn't German, he doesn't feel German, he subverts all patriotic thoughts and feelings. He is a traitor to this land."


—Anton Graf von Arco auf Valley


Assassination of Eisner


Arco-Valley might have decided to kill Eisner to prove himself "worthy" after he had been rejected for membership of an ultra-nationalist group, the Thule Society, because he was partly of Jewish descent. On February 21 1919 on a Munich street von Arco-Valley, acting alone, gunned down Eisner. The killing of Eisner made him a champion to many Bavarians. Students at the University publicly proclaimed him a hero. His action triggered bloody reprisals by communists and anarchists in Munich in which a number of people were killed, including Prince Gustav of Thurn and Taxis. Fighting broke out and the short-lived Bavarian Socialist Republic was established. Arco-Valley inspired the young Joseph Goebbels, who was in Munich at the time.


"Eisner's death," as Hitler saw it and would later write, "only hastened developments and led finally to the Soviet dictatorship, or to put it more correctly, to a passing rule of Jews, as had been the original aim of the instigators of the whole revolution".


Arco-Valley was tried in January 1920. He was sentenced to death, but a conservative judge eventually reduced this to five years in prison. The State Prosecutor said of him, "If the whole German youth were imbued with such a glowing enthusiasm we could face the future with confidence." He served his sentence at Stadelheim prison in cell 70, and in 1924 he was evicted from his cell to make way for Adolf Hitler. He was released in 1925, and was on probation until 1927, when he was pardoned.


Later life


Arco-Valley played only a minor part in politics thereafter. He supported a federalist vision of Germany, contrary to the Nazi party's centralist policies. Initially he worked as editor of the newspaper Bayerisches Vaterland ("Bavarian homeland"), and later as director of state funded operations at Süddeutsche Lufthansa, from which he resigned at the beginning of 1930. Arco-Valley was one of the most radical members of the monarchist-federalist wing of the Bavarian People's Party.


He was briefly held in "protective custody" by the Nazis when they took power because of his federalism. A remark attributed to him that he would gladly assassinate again was interpreted as a threat to Hitler, but he was released when he promised to take no action against Hitler. On July 10, 1934, he married his distant cousin Maria Gabrielle Countess (Gräfin) von Arco-Zinneberg, daughter of Count Joseph von und zu Arco-Zinneberg (great-grandson of Maria Leopoldine of Austria-Este) and Princess Wilhelmine von Auersperg. In June, 1945 he was killed in a traffic accident in Salzburg.


Arco-Valley was survived by his wife, who died in 1987, his mother, and four daughters: Maria Wilhelmine Gräfin Apponyi von Nagy-Apponyi (1935–1987); Marie Ludmilla (born 1937); Maria Antonia Gräfin von Spaur und Flavon (born 1940) and Maria Leopoldine Stengel (1943- ). He was a contemporary of another distant cousin of rather different political views, the physicist/inventor Count Georg von Arco (1869–1940). His elder brother Count Ferdinand (1893–1968) married Gertrud Wallenberg (1895–1983), member of the Swedish banking dynasty, and cousin of anti-Nazi hero Raoul Wallenberg.

view all 12

Anton, Graf von Arco auf Valley's Timeline

1897
February 5, 1897
Sankt Martin im Innkreis, Ried im Innkreis District, Upper Austria, Austria
1934
July 10, 1934
Age 37
Munich, Upper Bavaria, Bavaria, Germany
1945
June 29, 1945
Age 48
Salzburg, Salzburg, Salzburg, Austria
????