Christian August Vulpius (1762 - 1827)

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Nicknames: "Anshelmo Mercello", "Tirso da Milano"
Place of Burial: Weimar, Thuringia, Germany
Birthplace: Weimar, Thüringen, Deutschland
Death: Died in Weimar, Thüringen, Deutschland
Occupation: Schriftsteller, Publizist, Bibliothekar
Managed by: Tobias Rachor (C)
Last Updated:

About Christian August Vulpius

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_August_Vulpius

Christian August Vulpius, auch Anshelmo Mercello Thuring und Tirso de Milano (* 23. Januar 1762 in Weimar; † 26. Juni 1827 in Weimar) war ein deutscher Schriftsteller.

Vulpius war das älteste Kind des vormaligen fürstlich sächsischen Amtskopisten Johann Friedrich Vulpius und seiner Ehefrau Margarethe, geborene Riehl. Eine seiner Schwestern war die spätere Christiane von Goethe.

Seine Schulzeit absolvierte Vulpius am Weimarer Gymnasium. Anschließend immatrikulierte er sich für ein Jura-Studium an der Universität Jena. Später wechselte er mit dem gleichen Fach nach Erlangen. Aus dieser Zeit stammen die ersten Veröffentlichungen, bei denen ihm Johann Wolfgang von Goethe teilweise schon beratend zur Seite stand.

Mit Goethes Unterstützung nahm sich im Herbst 1789 der Leipziger Buchhändler Georg Joachim Göschen Vulpius’ an; er stellte ihn als Sekretär ein. Später war Vulpius am Theater in Weimar als Librettist und Bearbeiter für Bellomo und Goethe tätig. 1797 erhielt er eine feste Anstellung als Registrator der Bibliothek in Weimar; auch hier war vermutlich Goethe vermittelnd tätig. 1800 wurde er zum Bibliothekssekretär befördert.

1801 heiratete Vulpius Helene Deahna. Mit ihr hatte er zwei Söhne. Seinen ersten Sohn nannte er "Rinaldo".1803 verlieh ihm die Universität Jena den Titel eines Dr. phil. Zwei Jahre später wurde er zum ordentlichen Bibliothekar befördert und erhielt er zusätzlich das Amt eines Münzinspektors. Der Titel Großherzoglicher Rat wurde ihm 1816 verliehen. Noch im gleichen Jahr wählte man ihn zum Ritter des weißen Falkenordens.

1824, nach einem Schlaganfall, konnte Vulpius nur noch sehr eingeschränkt arbeiten. Er ließ sich in den Ruhestand versetzen. Nach einem zweiten Schlaganfall im Februar 1827 war er bettlägerig. Er starb am 26. Juni 1827 in Weimar.

Vulpius’ Berühmtheit beruht fast ausschließlich auf seinem Räuberroman Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann. Dieser Trivialroman traf genau den Geschmack des Publikums und erlebte viele Auflagen und auch Nachahmungen. Vulpius schrieb einige Fortsetzungen. 1927 spielte Hans Albers die Hauptrolle in der ersten Verfilmung des Romans, 1968 entstand eine erfolgreiche Vorabendfernsehserie in der ARD mit Fred Williams.

Werke:

   * Kuriositäten der physisch-litterarisch-artistisch-historischen Vor- und Mittelwelt, 10 Bände (1811–1823)
   * Rinaldo Rinaldini, der Räuberhauptmann (1799)
   * Der Schleyer (1789)
   * Handwörterbuch der Mythologie der deutschen, verwandten, benachbarten und nordischen Völker, Leipzig, bei Wilhelm Lauffer. 1826
   * Glossarium für das Achtzehnte Jahrhundert. Mit einem Nachwort hrsg. von Alexander Košenina; Wehrhahn, Laatzen 2003; ISBN 3-932324-64-1.

Literatur:

   * Max Mendheim: Vulpius, Christian August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 40. Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 379–381.
   * Otto Lerche: Goethe und die Weimarer Bibliothek. Harrassowitz, Wiesbaden 1968.
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Christian August Vulpius's Timeline

1762
January 23, 1762
Weimar, Thüringen, Deutschland
1801
1801
Age 38
1802
1802
Age 39
Weimar, Thuringia, Germany
1814
1814
Age 51
Weimar, Thuringia, Germany
1827
June 26, 1827
Age 65
Weimar, Thüringen, Deutschland
????
Weimar, Thuringia, Germany