Dorothea Marie Prydtz-Tönsing (Schulze) (1828 - 1873)

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Birthplace: Winsen, Lower Saxony, Germany
Death: Died in zeerust, zeerust rural, North West, South Africa
Managed by: Unknown
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About Dorothea Marie Prydtz-Tönsing (Schulze)

"Der König Mpande stellte es ihnen (den Herrmannsburger Missionaren) frei, wo sie sich ansiedeln wollten. Da wählten sie die Gegend Ngoye am Umlalazi. Hier fand sich guter Boden, für Vieh und Ackerbau geeignet, und reichlich Holz.

Die Missionare Prydtz, Volker, Wiese, Meyer und Ahrens waren für diese Pionierarbeit ausersehen nebst den Kolonisten Hellge und Hinze, dazu Frau Meyer mit Kindem und Dorothea Schulze die ausgereist war, den Missionaren zu helfen. Am 30. April1858 traten sie die Reise ins Zululand an. Am 18. Mai 1858 kam die Karawane in die Nähe des Flusses Umlalazi. Hier ließen die Missionsgeschwister sich nieder und nannten die Station Emlalazi, d.h. "auf dem Schleifstein".


Dorothea Schulze gewährt uns einen Einblick in die hausfraulichen Probleme jener Anfangszeit: „Als wir Hermannsburg verließen, kriegten wir Brot mit und auch etwas Fleisch, aber das reichte nicht ganz aus. Bei der Tugela habe ich Brot in der Pfanne gebacken und dazu noch von Melisgrütze, aber wir waren alle wohl damit zufrieden. Als wir nach unserm Platz kamen, hatten wir auch weiter nichts als Mehl und Reis, und die beiden Teile wollten wir gern schonen, weil das Mehl so teuer ist in der Bai. Da kauften die Brüder Melis und Pampunen. Da habe ich dann Melis und Pampunen zusammengekocht, des Mittags dicken Melis und des Abends Melissuppe, auch manchmal Mehl und Reissuppe. Nachher kamen die Leute mit Bohnen, die den Linsen bei Euch gleichen, und jetzt koche ich einen Mittag Bohnen und Pampunen zusammen und den andern Mittag Melis und Pampunen und des Abends einmal Bohnen¬suppe und das andere Mal Melissuppe. Aber des Sonntags leben wir ganz hoch, dann essen wir dicken Reis. Morgens und nachmittags trinken wir schwarzen Kaffee und essen trockenes Brot dazu .... Meine Küche habe ich unter freiem Himmel, da kann ich leicht mal umziehen. Ich bin jetzt schon auf der dritten Stelle und bin jetzt in einer Sägekuhle. Denn der Wind ist hier manchmal sehr stark, so daß er das Feuer ganz auseinander macht; ich habe mir schon Kleider und Schürzen verbrannt. Als Backofen habe ich zwei Töpfe, da mache ich den Teig hinein, und ganz um die Töpfe muß Feuer sein, oben und unten. Wenn ich gutes Holz habe und stilles Wetter ist, so wird das Brot wohl in drei Stunden gar, aber wenn ich grünes Holz habe und der Wind so stark ist, kann es wohl 5-6 Stunden stehen."

1860? Das erste kleine Haus wurde auf Emlalazi gezimmert und dann nach dem neuen Platz, Enyezane, gefahren. Es war 24 Fuß lang und 12 Fuß breit und hatte so zwei gleichgroße Räume. Dies kleine Haus diente als Wohnung für die Brüder Ahrens, Wiese, Volker, Prydtz, Hellge und Dorothea Schulze, die hier ein fröhlich brüderliches Leben führten. Im Mai 1860 kamen zu diesen noch zwei Familien, die Missionare Schütze und Müller, die sich mit den andern Brüdern noch monatelang das kleine Haus teilen mussten. Aus: Bilder aus der Vergangenheit

1. Ehe mit Norweger O. Chr. Thomas Prydtz, Missionar der 28.2.1863 starb

Kinder:

Marie Johanna Adelheid Prydtz *17.8.1861 - später verheiratet Kahl

Johanna Prydtz *31.8.1862 - später verheiratet Schröder

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Dorothea Schulze's Timeline

1828
June 1, 1828
Winsen, Lower Saxony, Germany
1860
1860
Age 31
1861
August 17, 1861
Age 33
Entombe, Zululand, South Africa
1862
August 31, 1862
Age 34
1865
1865
Age 36
South Africa
1866
February 13, 1866
Age 37
Limao, Botswana
1867
1867
Age 38
Zeerust Rural, North West, South Africa
1868
April 2, 1868
Age 39
1870
October 25, 1870
Age 42
Zeerust Rural, North West, South Africa
1873
May 2, 1873
Age 44
zeerust, zeerust rural, North West, South Africa