Ernst Philipp von Sensburg (Gerst) (1752 - 1831)

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Birthdate:
Birthplace: Lonnerstadt, Middle Franconia, Bavaria, Germany
Death: Died in Karlsruhe, Germany
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Immediate Family

About Ernst Philipp von Sensburg (Gerst)

◾ Ernst-Felip GERST, a Jew who converted to Christianity and was rewarded for his administrative talents by the Grand-Duke of Baden, in whose service he entered upon his conversion, who made him "Freiherr von Sensburg" (1815), and, who was an ancestor through several female-links of Prince Claus von Amsberg, the husband of Queen Beatrix of The Netherlands. For details contact: David HUGHES RDavidH218@Aol.com

Ernst Philipp von Sensburg

 
 
 

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Ernst Philipp von Sensburg (* 1. Juli 1752 in Lonnerstadt; † 3. Juli 1831 in Karlsruhe) war ein badischer Ministerialbeamter, Minister und Diplomat.

Inhaltsverzeichnis

 [Verbergen] 1 Familie

2 Wirken 2.1 Wiener Kongress

3 Ruhestand und Tod 4 Auszeichnungen 5 Bücher von Ernst Philipp Freiherr von Sensburg 6 Einzelnachweise 7 Weblinks


Familie [Bearbeiten]

Seine Eltern waren Juden und trugen den Namen Gerst. Sensburgs Vater war Adam Friedrich Sensburg (auch Marx Gerst, siehe auch Sensburg (Mrągowo)), ein bedeutender Heereslieferant im Siebenjährigen Krieg. Er konvertierte mit seinen Kindern, darunter auch Ernst Philipp, zum katholischen Glauben. Taufpate bei Ernst Philipp von Sensburg war Ernst Philipp Voit von Salzburg, Propst, Regierungspräsident und ständiger Statthalter zu Bamberg.

Ernst Philipp von Sensburg heiratete am 9. Juli 1783 in Wien die am 30. März 1761 in Köln geborene Thekla Maria Magdalena Schmitz.[1] Sie war eine illegitime Tochter von Damian August Philipp Karl, Graf von Limburg-Vehlen-Stirum, Fürstbischof von Speyer und der Maria Johanna Friederica von Thalmüller.[2] Ernst Philipp von Sensburg wurde in Bruchsal Vater von fünf Kindern.[3]

Wirken [Bearbeiten]

Noch während des Studiums der Rechtswissenschaften war Ernst Philipp von Sensburg am Reichshofrat in Wien tätig und arbeitete dort an den landständischen Prozessen gegen die Kurfürsten und Herzöge. Dies gab ihm das Rüstzeug für die kommenden Verhandlungen, die er für Badenmit zahlreichen Staaten führte. Es verlieh ihm aber auch die nötige Weitsicht, die er später, als er die Leitung des Finanzministeriums übernahm, benötigte – zu ungünstiger Zeit, als die badischen Finanzen am Boden lagen.

Philipp von Sensburg wurde 1810 zum Staatsrat und 1814 zum referierenden Kabinettsystemsrat in Angelegenheiten des Finanz- und Innenministeriums ernannt. 1817 erhielt von Sensburg die Ernennung zum Direktor des Innenministeriums.[4]

In den Jahren vor seiner Zeit als Direktor des Innenministeriums, aber auch noch nach 1817, gingen von Ernst Philipp von Sensburg zahlreiche Änderungsvorschläge, die Staatsorganisation betreffend, aus. In einer geheimen Kabinettskonferenz legte er in einem Referat mit dem Titel „Fortgesetzte Vorschläge, die subjektive Reduktion der Staatsziviladministration betreffend“ weitere Probleme des Staates dar. Ergänzt wurde dieser Vortrag durch die kurze Zeit später folgende Analyse mit dem Titel „Die künftige Vereinfachung und Konzentrierung der Staatsverwaltung“.

Ernst Philipp von Sensburg schrieb mehrere die badischen und deutschen Finanzen sowie den Staatsdienst betreffende Bücher. 1831, in von Sensburgs Todesjahr, erschien sein Buch „Ideen über einige Probleme im Steuerwesen und über einige andere Gegenstände, die an der Tagesordnung sind“.

Wiener Kongress [Bearbeiten]

Zum Wiener Kongress 1814/1815 wurde von Sensburg entsandt, um für Baden in wichtigen Territorialfragen zu verhandeln. Hier gelang es ihm, die bayerischen Forderungen, wonach alles von Wertheim bis an die Banngrenze von Neckargemünd bayerisch werden sollte, zu entkräften. Nur durch geschickte Verhandlungen und richtige Einschätzung der politischen Lage war dies möglich, da der Landgewinn für Bayern einen großen Machtzuwachs bedeutet hätte.

Zusammen mit diesen Verhandlungen, die er mit dem Grafen von Nesselrode führte, leitete er auch die Unterredungen über die Militärverpflegungssachen, was er für Baden und Österreich gleichfalls so vortrefflich leistete, dass er hierfür den österreichisch-kaiserlichen Leopold-Orden erhielt.

Ruhestand und Tod [Bearbeiten]

Im Juli 1830 bat er zum wiederholten Mal um die Versetzung in den Ruhestand, der dann Großherzog Leopold (Baden) letztendlich stattgab. Am 3. Juli 1831 starb Ernst Philipp von Sensburg im Alter von 79 Jahren in Karlsruhe.

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Ernst Philipp von Sensburg war zu einer sehr schwierigen Zeit Minister in Baden geworden und hatte durch sein Engagement Wichtiges für den Staat geleistet, was auch an den Auszeichnungen, die er erhielt, deutlich wurde.

Für seine herausragenden Dienste während des Wiener Kongresses, aber auch für die weitläufigen Mediationsaufgaben, wurde Ernst Philipp von Sensburg am 4. August 1815 in den erblichen Freiherrnstand erhoben.

Er war Ritter des Kommandeurkreuzes des Orden vom Zähringer Löwen und Ritter des Großherzoglich Hessischen Ludwigsordens, Träger des Ritterkreuzes des Kaiserlich-österreichischen Leopold-Ordens und des Russischen Ordens der Heiligen Anna zweiter Klasse in Brillanten sowie des Großkreuzes des Orden vom Zähringer Löwen.

Bücher von Ernst Philipp Freiherr von Sensburg [Bearbeiten] Praktische Anleitung zur richtigen Bilanzierung des reinen Ertrages und gleichzeitiger Würdigung des statistischen Wertes ganzer Herrschaften, auch einzelner Städte, Dörfer und Gefälle, Karlsruhe 1806. Entwurf einer Gemeindeordnung in Mitbeziehung auf standes- und grundherrliche Rechtsverhältnisse, Karlsruhe 1821. Entwurf für eine umfassende und gleichheitliche Bestimmung der standes- und grundherrlichen Rechtsverhältnisse. Mit Erläuterungen über die einzelnen Vorschläge, Karlsruhe 1821. Die Abschaffung des Zehnten zum Vorteil der Zehntepflichtigen ohne Nachteil der Zehntberechtigten, Karlsruhe 1831. Der Separatismus und der Einfluß auf das kirchl. und bürgerliche Leben, Heidelberg 1831 Ideen über einige Probleme im Steuerwesen, Heidelberg 1831.

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Ernst von Sensburg's Timeline

1752
July 1, 1752
Lonnerstadt, Middle Franconia, Bavaria, Germany
1765
January 19, 1765
Age 12
Bamberg, Germany
1783
April 9, 1783
Age 30
Wien
July 9, 1783
Age 31
Vienna, Vienna, Austria
1785
July 22, 1785
Age 33
Bruchsal
1787
March 3, 1787
Age 34
Bruchsal
1791
March 25, 1791
Age 38
Bruchsal
1795
July 11, 1795
Age 43
Bruchsal
1831
July 3, 1831
Age 79
Karlsruhe, Germany