Isaak Hamburger (1874 - 1965)

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Birthplace: Seligenstadt, Darmstadt, Hesse, Germany
Death: Died in Seligenstadt, Darmstadt, Hesse, Germany
Occupation: Landwirt, Musikdirigent, Musiklehrer und Weinhändler
Managed by: Ari Elias-Bachrach
Last Updated:

About Isaak Hamburger

http://elias-bachrach.com/familytree/individual.php?pid=I672&ged=export-BloodTree.ged --------------------

Before his deportation to KZ Theresienstadt he lived at Steinheimer Str. No. 16, Seligenstadt.

"2. Die Familie Hamburger............Der älteste Sohn Isaak folgte den Spuren seines Vaters, von dem er die Musikalität geerbt hatte. Sie machte ihn zum Dirigenten zahlreicher Chöre in und um Seligenstadt. 1928 konnte Isaak Hamburger sein Können sogar in einer Rundfunkübertragung beweisen: >Zum ersten Mal startete das Sänger-Quartett 1912 unter der bewährten Leitung des Dirigenten, Herrn Ehrencohrmeister Hamburger in Griesheim a. M. vor dem Mikrophon für den Frankfurter Sender, um die Klänge des deutschen Liedes in die Welt hinauszusenden. Mit voller Sicherheit schwang Herr Ehrenchormeister Hamburger seinen Tacktstock und bewies sein künstlerisches Können. Die Sänger folgten glänzend ihrem Cochrdirigenten und sangen mit innerer Anteilnahme und Wärme.<........... Getreu der Tradition seiner Familie, stets zu helfen, wenn es um Wohltätigkeiten ging, konzentrierte Isaak Hamburger mit Schwestern Jenny, Bruder Sally und Sohn Julius bei vielen Wohltätigkeitsveranstaltungen hiesiger Vereine, besonders bei den Barmherzigen Schwestern, um den Umbau des St. Josefsheims zu finanzieren zu helfen."

Isaak Hamburger und sein Bruder Sally Hamburger sind die einzigen nachweislichen jüdischen Mitbürger der Stadt Seligenstadt, die den NAZI Terror in einem KZ (Theresienstadt) überlebten und in ihre Heimat zurückgekehrt sind.

source: M. P. Spahn, Zur Geschichte der Seligenstädter Juden, 1986, p. 126-128

"Theresienstadt haben drei Seligenstädter überlebt: Isaak und Sally Hamburger, die dort in der Lagerkapelle spielten und 1945 in ihre Heimatstadt zurückkehrten und Hermann Bacharach, der mit dem einzigen Transport in die Schweiz kam, der in der Nazizeit die Todesmaschinerie verließ. Er emigrierte zu seinem Sohn Alfred in die USA. Alle drei waren gezeichnet von den furchtbaren Ereignissen im KZ. Hermann Bacharach nahm sich 1946 75-jaärig das Leben. Isaak Hamburger hat, sparsam zwar, von den Ereignissen im KZ berichtet. Er erhielt in der Nachkriegszeit noch Drohbriefe von anonymen antisemitischen Menschenverächtern und starb 1965 im gesegneten Alter von 90 Jahren. Aber er trug die Last der Erinnerung an die ermordeten Geschwister, an den ermordeten Sohn, an die zahllosen umgekommenen Freunde und Bekannten und an die vielen Grausamkeiten in den Jahren der Naziherrschaft."

source: Dr. Dieter Fichtner, "Erst Diskriminierung - dann Hundertfacher Mord", Offenbach-Post, Nr. 213 vom 12./13. September 1992

Im Namen aller wachen Bürger der Stadt Seligenstadt und ihrer Nachkommen möchte ich um Vergebung bitten für die Schuld, die unsere Vorfahren auf sich gelanden haben, in der Hoffnung, dass wir, die jetzt lebende Generation unseren Kindern ein neues, besseres Menschenbild für die Zukunft der Menschheit vermittelten!

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Isaak Hamburger's Timeline

1874
October 22, 1874
Seligenstadt, Darmstadt, Hesse, Germany
1904
July 24, 1904
Age 29
Seligenstadt, Darmstadt, Hesse, Germany
1906
November 13, 1906
Age 32
Seligenstadt, Darmstadt, Hesse, Germany
1965
July 15, 1965
Age 90
Seligenstadt, Darmstadt, Hesse, Germany
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Seligenstadt, Darmstadt, Hesse, Germany