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Angerer Genealogy and Angerer Family History Information

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About the Angerer surname

Wohnstättennamen bezeichnen ein Person nach der Lage ihres Wohnsitzes in der von Menschen (mehr oder weniger) gestalteten Landschaft oder Stadt mit ihren die Orientierung erleichternden baulichen Gegebenheiten.

Diese Gruppe von Namen gibt ebenso wie die Herkunftsnamen die Herkunft einer Person wieder, allerdings nicht aufgrund von Zuzug aus der Fremde, sondern nach der Herkunft innerhalb einer Siedlung. Besonders markante Punkte in der Nähe der Behausung oder Charakteristisches der Behausung selbst konnten als Ansatzpunkt für einen Beinamen dienen.

mittelhochdeutscher Wohnname: "anger" = "Gras-, Ackerland"; der Anger diente in "Angerdörfern" als Viehtriebsammelplatz und wurde gemeinsam genutzt. Angerdörfer entsprechen einer bestimmten Bauform von Dörfern in der Ostkolonisation im Mittelalter. Neben dem Anger wurden häufig Löschteiche und gemeinsam genutzte Dorfhäuser angelegt. Eine weitere wahrscheinlich ältere Form der Namensgebung ergibt sich aus Wiesen, die eng an einer im Ort vorhandenen Flußbiegung liegen (auenartig). "Anger" ist mit Wörtern wie: "Anker", lat: "Angulus" = Winkel u.a. verwandt (indogermanische Sprachfamilie) und bezeichnete wahrscheinlich ursprünglich eine Biegung oder Krümmung (an einem Fließgewässer). (aus http://wiki-de.genealogy.net/Anger_(Familienname)#Herkunft_und_Bedeutung)

Definition eines Angers aus dem Wörterbuch der Gebrüder Grimm (http://urts55.uni-trier.de:8080/Projekte/WBB2009/DWB/displayLinkInfo?lemid=GA03828): "anger, m. pratum, viridarium, ahd. angar (Graff 1, 350), mhd. anger (Ben. 1, 45b), grasbewachsnes land, weidetrift, wie schon mhd. gewöhnlich grüene anger, altn. engi pratum; vielleicht dasz der alte volksname Angrivarii, Angrarii, Engern dazu gehört, einzelne dörfer heiszen Angersbach, Angersberg, Angersdorf. [ ... ] eigentlich liegt anger hoch und trocken, aue und wiese feucht: er kommt über wiesen und auen, umgeht auf trocknem anger manchen kleinen see. Göthe".

Familiennamen dieser Art treten im deutschen Sprachgebiet unterschiedlich stark in Erscheinung. Im Verhältnis zu den übrigen Hauptgruppen der Familiennamen spielen sie zahlenmäßig eine geringe Rolle. Sie enthalten zumeist Örtlichkeitsnamen (z.T. Flurnamen) im weitesten Sinne des Wortes und sind nicht immer exakt von den Herkunftsnamen nach Ortsnamen abzugrenzen, vgl. Familiennamen wie Althaus, Bierbaum/Birnbaum, Boden, Born, Fichtner, Horn, Stei u.a.

Hinweise auf Bodenerhebungen und -vertiefungen enthalten Berg, Grundmann, Kuhle, Staufenbiel.

Auf Wasser(läufe), Quellen, Feuchtigkeit des Bodens u.ä. Verweisen: Amborn, Bachmann/Bochmann/Beckmann, Börner, Brühl/Prohl, Spranger, Sprung u.a.

Aufschlüsse über Pflanzenwuchs erhält man aus Namen wie Baum, Baumgart(en), Buchmann, Buschmann, Dorn/Dörner, Lindemann, Röhricht, Strauch/Struck, Weidemann u.ä.

Bodenbearbeitung, Bodenbenutzung, Markierungen in der Flur u.ä. bezeichnen Anger(mann), Brink(mann), Jauch, Kehrer, Kreuzmann, Lachmann, Überschär, Zück-/Zückmantel.

Wohnte jemand am Anger, konnte sich daraus der Familienname "Anger" oder "Angermann" entwickeln; jemand, der am Baum wohnte, konnte "Baum" gerufen werden; der von der Wiese kam, konnte "Wies(e)" oder "Wies(e)mann" genannt werden.

Gassen und Wege sowie Bauwerke und Anlkagen haben zu Nemen geführt wie Gassner/Geßner, Querengässer, Steinweg, Viehweg(er)/Fiebig; Amthor, Backhaus, Bruckmann/Brückmann, Mühl(e), Pfort(e), Scheuner(t), Umlauf.

Adverbiale Angaben zur Lage des Wohnsitzes enthalten Achterderkerken, Am-Ende/Amende/Ament, Amthor, Forner u.ä.

Aus diesen Beispielen wird bereits ersichtlich, daß die Wohnstättennamen im wesentlichen auf dieselbe Weise gebildet werden wie die Herkunftsnamen nach Ortsnamen, nur daß die Formen auf -mann hier entschieden stärker in Erscheinung treten und präsositionale Bildungen ohne soziale Beschränkung auf Adelsfamilien überliefert sind: Anger/Angerer/Angermann, Berg/Bergner/Bergmann, Busch/Buschner/Buschmann, Teich/Teicher(t)/Teichmann u.a.

Nicht selten dient die Angabe der Wohnstätte zur zusätzlichen Differenzierung von Berufsnamen: Angermüller, Brockmüller, Buchmüller, Riethmüller evtl. auch Holzmüller oder Steinmüller.

(entnommen aus http://www.onomastik.com/klassen.php und http://www.gemeinschaft-wappenfuehrender-familien.de/phpBB3/viewtopic.php?f=6&t=471)