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Erich Aron

Birthdate: (85)
Birthplace: Esens bei Wittmund, Wittmund, Lower Saxony, Germany
Death: May 8, 1943 (85)
Theresienstadt, Germany
Immediate Family:

Son of Samuel Aron and Klara Aron
Husband of Johanna Strassburger
Father of Olga Baer; Erna Strassburger and Elisabeth von Stengel

Occupation: Judge and professor.
Managed by: John Colm
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Immediate Family

About Erich Aron

Erich Aron wurde 1857 als Sohn des Lehrers Samuel Aron und seiner Ehefrau Klara Stahl in Esens geboren. Esens ist eine Kleinstadt im ostfriesischen Landkreis Wittmund in Niedersachsen. Erich Aron war jüdischen Glaubens und wuchs in der jüdischen Gemeinde von Esens auf, die seit dem 17. Jahrhundert existierte. Nach der Schule studierte Aron Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg und an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Nach dem Studium und der Promotion zum Dr. jur. in Berlin, wurde er 1880 Referendar in Straßburg. Fünf Jahre später war er Assessor am Landgericht Straßburg. Er brachte es schließlich 1907 zum Landgerichtsdirektor in Straßburg. Im letzten Kriegsjahr des Ersten Weltkrieges wurde er zum Honorar-Professor der Universität Straßburg ernannt.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Abschluss des Versailler Vertrages fiel das Elsass an Frankreich. Erich Aron verlor daher alle seine Ämter. Der 62-jährige Aron wechselte daher 1919 an die TH Darmstadt. Er erhielt zunächst einen Lehrauftrag für Arbeits- und Gewerberecht. 1921 wurde er Privatdozent an der TH Darmstadt mit einem Lehrauftrag für Arbeits- und Steuerrecht. Im Dezember 1924 wurde Aron zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt. Am 23. April 1929 wurde er schließlich persönlicher Ordinarius, nachdem er am 22. April 1929 an der Universität Heidelberg den Dr. phil. erworben hatte. Aron war in seiner Abteilung hoch geschätzt und wurde trotz seines hohen Alters von 1930 bis 1932 zum Dekan der Abteilung für Kultur- und Staatswissenschaften gewählt. Nach der nach Karl Lieser benannten sog. „Lieser“-Affäre an der TH Darmstadt wurde Erich Aron 1933 als „Nichtarier“ unter Hinweis auf das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums emeritiert.

Aron übersiedelte nach seiner Entlassung nach Stuttgart, wanderte aber wegen seines hohen Alters nicht aus. Am 16. April 1943 wurde er zusammen mit einer kleinen Gruppe von etwa 20 Juden aus Württemberg in das KZ Theresienstadt deportiert. Dort starb der 86-jährige bereits am 8. Mai 1943.

Erich Aron war seit 1882 mit Johanna Straßburger (1870–1949) verheiratet. Aus der Ehe sind drei Töchter hervorgegangen.

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Erich Aron's Timeline

1857
October 24, 1857
Wittmund, Lower Saxony, Germany
1890
November 11, 1890
Age 33
1893
November 23, 1893
Age 36
Strasburg, Mecklenburg, West Pomerania, Germany
1900
June 6, 1900
Age 42
Strasbourg, Bas-Rhin, Grand Est, France
1943
May 8, 1943
Age 85
Theresienstadt, Germany