Ferdinand Ritter von Pantz, Sr.

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Ferdinand Ritter von Pantz, Sr.

Birthdate:
Birthplace: Donnersbach, Liezen, Steiermark, Austria
Death: Died in Wien an der Donau, Wien, Austria
Place of Burial: Weyer, Steyr-Land, Oberösterreich, Austria
Immediate Family:

Husband of Maria von Pantz
Father of Anton Reichsritter von Pantz zu Plötzenbach and Ritter Ferdinand Freiherr von Pantz

Occupation: K. k. Montaningenieur
Managed by: Tobias Rachor (C)
Last Updated:

About Ferdinand Ritter von Pantz, Sr.

1. Georg Wolfbauer, Wolfbauer Familienarchiv - 1929, Verband der Wolfbauerfamilien, Graz, Austria 19.03.1929- Letzte Überarbeitung am 12.07.1930, 27, Steiermärkisches Landesarchiv Graz.

Anbindung an das Adelsgeschlecht "von Pantz"

Stammbaum der "von Pantz" im generalogischen Taschenbuch 1908-9, der adligen Häuser Oesterreich 3. Jahrgang

sowie in "die Gewerken im Bannkreise des steierischen Erzberges" Jahrbuch der heraldischen Gesellschaft Adler 1917/18.

Stammsitz der Adelsfamilie ist Stainach-Irdning und Steyr.

Irdning ist eine Marktgemeinde im Bezirk Liezen in der Steiermark.

Irdning liegt ca. 12 km südwestlich von Liezen.

Die Marktgemeinde Irdning gliedert sich in die Katastralgemeinden Altirdning, Irdning und Raumberg.

Ortschaften:

Altirdning

Falkenburg

Raumberg

Bleiberg

Kienach

Über die Entstehung des Marktes Irdning ist aus Mangel an Urkunden nichts bekannt. Wahrscheinlich überließ der Landesfürst den ersten Ansiedlern Grundstücke gegen einen jährlich zu entrichtenden Zins. Im Laufe der Jahre gingen diese Grundbesitze in erblichen Besitz über (Höfe). Die Besitzer solcher Höfe waren die in Urkunden erwähnten Herren von Irdning.

Der Name Irdning (Idenich, Ydnich) wird erstmals im Urkundenverzeichnis des Stiftes Admont aus dem Jahr 1140 angeführt. Im Jahre 1145 wird die Pfarrkirche anlässlich einer Schenkung an das Stift Admont im Zusammenhang mit einem Muccolf de Ideniche erwähnt.

Der Ortsname Irdning stammt wie der Name Altirdning aus dem Slawischen. Das Marktrecht wurde Irdning im Jahre 1564 auf Ansuchen des Inhabers der Herrschaft Wolkenstein (Ferdinand Hoffmann) erteilt. Seit 1689 befand sich der Sitz des Landgerichtes Wolkenstein in Irdning. Die politische Gemeinde Irdning wurde 1850 errichtet.

Bauwerke:

Schloss Falkenburg wurde 1615 von Hans Praunfalk als Jagdschloss an Stelle eines Bauernhofes errichtet. Seit 1711 befindet sich darin ein Kapuzinerkloster.

Schloss Gumpenstein entstand 1616 ebenfalls an Stelle eines Bauernhofes; Bauherr war Moritz von Stainach.

Pfarrkirche Irdning wurde erstmals 1145 urkundlich erwähnt

Nachbargemeinden:

Aigen im Ennstal

Donnersbach

Niederöblarn

Sankt Martin am Grimming

Pürgg-Trautenfels

Stainach

Donnersbach ist eine Gemeinde im österreichischen Bundesland Steiermark im Bezirk Liezen.

Donnersbach, in einem südlichen Seitental der Enns gelegen, ist Teil der Niederen Tauern.

Nachbargemeinden sind Aigen im Ennstal, Oppenberg, Donnersbachwald, Öblarn, Niederöblarn und Irdning.

Die Besiedlung des Donnersbachtales erfolgte bereits durch die Römer (Donnersbacher Römerstein). Über die Herkunft des Ortsnamens gibt Rudolf Wernbacher eine mögliche Erklärung: "....Wuotanesouwa, Donaresouwa, Donnersbachau. Eine dem alten Germanengotte "Wotan, Donar" geheiligte Au".

Vom 17. bis 19. Jahrhundert wurde in Donnersbach Bergbau, vor allem von Gold, Silber, Zink, Blei, betrieben. 1666 wurde ein Hammerwerk gegründet. 1774 fand die Gründung einer Schule statt, deren Gebäude erst 1784 folgte. Zwischen 1870 und 1951 erfolgten die Gründung bzw. Errichtung von Post, Musikkapelle, Feuerwehren Donnersbach und Erlsberg, Raiffeisenkasse, Schwimmbad, Fremdenverkehrsverein und des 1.Skiliftes auf der Planneralm.

1344 wurde alles Gut, Lehen, Gericht, Vogtei, und Wald von Hartneid von Kchranichberg, an den Fürsten Herzog Albrecht II in Österreich verkauft.Herzog Albrecht II interessierte sich auf einmal für Donnersbach und ließ alles aufkaufen, was dort zu haben war. 1346 übergab Albrecht alles erworbene, dem Kloster Gaming in Niederösterreich. So entstand die Herrschaft Donnersbach, die einen Wehrbau besaß, der später zum Schloss Donnersbach ausgebaut wurde. Dieser Wehrbau wurde der Mittelpunkt der Verwaltung und des Gerichtes. Bis ins 13. Jahrhundert bildete das Ennstal einen einheitlichen Gerichtsbezirk - der Sitz war in Wolkenstein. 1346 wurde durch den Freibrief von Herzog Albrechts Donnersbach von Wolkenstein abgetrennt. Für das Landesgericht Donnersbach stand der Galgen in der Poscha auf der linken Bachseite. 1530 wurde die Herrschaft Donnersbach an Achatz Schrott, Edler und Ritter zu Kindberg verkauft, um die Steuer aufzubringen. Im Jahre 1764 kaufte Graf Maria Corbinian von Saurau die schwer verschuldete Herrschaft. 1770 gehörte zu Herrschaft Donnersbach 599 männliche und 614 weibliche Seelen. 1783 dann kaufte Graf Karl von Stainach das Territorium. 1799 wurde die gesamte Herrschaft an die Innerberger Hauptgewerkschaft veräußert.

Im Jahre 1848, dem Jahr der Bauernbefreiung, wurde das Untertänigkeitsverhältnis zwischen Bauern und Herrschaft aufgehoben. Die Innerberger Hauptgewerkschaft konnte keine Abgaben mehr einheben. Allerdings behielt sie den Privatbesitz und manche Rechte, um die noch lange gestritten wurde.

Wie durch den Donnersbacher Römerstein bezeugt, muß es schon in römischer Zeit eine heilkräftige Quelle in Donnersbach gegeben haben.

Mehrere alte Aufzeichnungen erwähnen ein „Wildbad“, das dem Schlosse Donnersbach gerade gegenüber am Abhange des Erlsberges in unmittelbarer Nähe der sogenannten „Kreuzerkeusche“ gelegen war, beschreiben die Eigenschaften der schwefelhaltigen Quelle und berichten, dass zuletzt durch eine Hochwasserkatastrophe die Badehütte weggerissen und nicht mehr aufgebaut worden sei .

Tatsächlich zeigt Georg Matthäus Vischers „Topographia Ducatus Stiriae“ von 1681 auf Blatt 56 in der Abbildung des Schlosses Donnersbach links unten jenseits der Brücke am Fuße des Erlsberges ein kleines Haus mit der Überschrift „Das Baad“. Im Hintergrund ist die - damals noch bestehende - Ägydikirche (siehe Ruine Ägydikirche) auf dem Ilgenberg zu sehen.

Auch über ehemalige Kurgäste besitzen wir Nachrichten:

Abt Valentin von Admont besuchte das Bad in den Jahren 1555 bis 1567 zur Linderung seines Kopfleidens.

Die Äbtissin Florentina Buterer aus Göss (1576 bis 1602) reiste in dieses Bad. An ihren Familiennamen erinnern noch das Buttererschloss und der Butterer See (heute "Putterer See" in Aigen im Ennstal).

Im Jahre 1618 verweilte dort zur Kur Hans Wilhelm von Saurau, Hans Friedrich von Stainach und die Herren von Racknitz und Zinzendorf und schließlich 1682 der Admonter Profess P. Romanus Vukovic.

Nach handschriftlicher, im Gemeindeamt Donnersbach vorhandener Aufzeichnung des Direktors Karl Reiterer (seinerzeit Oberlehrer in Donnersbachwald) - mit Hinweis auf einen Bericht des Pfarrers F. Preis aus dem Jahre 1810 – sollen um das Jahr 1799 die zusammenhängenden Gemeinden Erlsberg und Ilgenberg von einem schweren Wolkenbruch heimgesucht worden sein, der offenbar auch die Ursache der Zerstörung des Wildbades gewesen sein dürfte.

Berta Runge beobachtete, dass 50 Schritte davon entfernt ein Terrainstreifen an der Lehne des sogenannten „inneren“ Erlsberg während der Wintermonate fast schneefrei („aper“) bleibe, eine Erscheinung, die offenbar dazu beitrug, nach den urkundlich nachgewiesenen und später verschütteten Therme, allerdings bisher ergebnislos, öfters zu bohren.

Das Schlossgebäude, dessen Erbauungszeit etwa in das Jahr 1560 fällt, dürfte einst als Jagdschlösschen dem Herzog Albrecht und seinen Nachfolgern gedient haben. In einem Bericht von ca. 1620 meldet Susanne von Saurau, dass das Schloss Donnersbach von ihrem Großvater erbaut wurde.

Vorher bestand ein Wehrbau; seine heutige Gestalt (ohne Kirche) erhielt es 1589.

1714 erschütterte dann ein schweres Erdbeben das Schloss.

1847 erhielt das Schloss und der Schlosstorbogen mit seinem zweistöckigen Gang und der Pfarrhof den gleichen Verputz. 1786 erfolgt der Einbau der Kirche und 1964 die letzte Restaurierung.

Auf einem steilen Weg gelangt man zum schweren Tor des Schlosseinganges. Darauf sieht man den Doppeladler und das Saurausche Wappen mit dem Bären. Im Innenhof befindet sich ein Abguss des im Fußboden des Schlosses gefundenen Donnersbacher Römersteines.

Ruine Ägydikirche

Hier liegen die geschichtlichen Wurzeln von Donnersbach:

Das Donnersbachtal gehörte 1230 zur Pfarre Irdning.

Erstmals wird die dem Hl. Ägydius (Patron der Kaufleute) geweihte Kirche 1357 erwähnt, sicher aber schon früher, wahrscheinlich im 13.Jahrhundert, in romanischem Stil erbaut. Die Fläche betrug ca. 150 m². Die Kirche war von West nach Ost gerichtet. Auf den Längsseiten waren je drei Fenster und auf der Dachmitte ein Türmchen.

Wappen:

Aus einem roten Feld züngeln Blitz (=Donner) in ein blaues Feld(=Bach, Wasser), daher der Name Donnersbach

Weyer ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Steyr-Land im Traunviertel. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Weyer. Der 1897 von Weyer-Markt abgespaltene ländliche Teil Weyer-Land wurde per 1. Jänner 2007 wieder mit Weyer-Markt zu einer einzigen Gemeinde vereint.

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 21,4 km, von West nach Ost 22,6 km. Die Fläche der Gemeinde beträgt 223 km². Weyer-Markt war 4 km² groß und Weyer-Land 219 km².

Ortsteile der Gemeinde waren bis 2007 Obsweyer und Weyer, wobei fast die gesamte Bevölkerung im Ortsteil Weyer konzentriert war. Per 1. Jänner 2007 kamen die Ortsteile des eingemeindeten Weyer-Land hinzu: Anger, Au, Frenz, Kleinreifling, Küpfern, Mühlein, Nach der Enns, Oberlaussa, Pichl, Rapoldeck, Unterlaussa und Weißwasser.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

1897 strebte die Landbevölkerung Weyers eine Abtrennung vom Zentrum der Gemeinde an, da sie eine Benachteiligung durch die Eisenindustrie befürchtete. Der überwiegende, 219 Quadratkilometer große Teil der Gemeinde war fortan als Weyer-Land eine selbstständige Gemeinde. Weyer selbst bestand nun nur noch aus dem 4 Quadratkilometer großen Ortszentrum und hieß fortan zur Unterscheidung Weyer-Markt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Ab 1941 wurden Kriegsgefangene in einem Barackenlager untergebracht und für Bauarbeiten entlang der Enns eingesetzt. Von Juli 1943 bis 29. August 1944 bestand im Gemeindegebiet von Weyer (damals: Weyer-Land) das Lager Dippoldsau, ein Außenlager des KZ Mauthausen bzw. ein Nebenlager des Lagers Großraming. Etwa 130 Häftlinge wurden hier beim Bau des Enns-Staudammes eingesetzt. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Wappen:

Zweimal halbgespalten und geteilt; oben 1: in Grau ein Schwarzer,rot bewehrter, flammenspeiender, schlafender Biber; 2: in Rot ein silberner Balken; 3: in Blau eine goldene, zugekehrte, gesichtete Mondsichel, in der Höhlung begleitet von einer schwarzen Dame. Unten ein natürlicher Teich, darin drei grüne, linkshin schwimmende Biber, begrenzt von einer vom linken Schildrand ausgehenden, grünen Wiese, darauf ein aus dem Wasser kommender, naturfarbener (brauner), widersehender Biber mit rot ausgeschlagener Zunge sowie ein in den blauen Himmel ragender und an die Teilungslinie stoßender, grüner Laubbaum; im Hintergrund grüne Hügel und (braunes) Schilfrohr. Die Gemeindefarben sind Rot-Blau

Die offizielle Beschreibung des Gemeindewappens von Weyer-Land lautete: In Rot ein silberner, schräglinker Wellenbalken, belegt mit einem schwarzen Flößerhaken; oben und unten aus dem Wellenbalken hervorgehend je ein silberner, nach außen zuckender Blitz. Die Gemeindefarben waren Grün-Weiß-Grün.

Steyr (Oberösterreich) ist als Statutarstadt ein eigener Bezirk und darüber hinaus Sitz der Bezirkshauptmannschaft des Bezirkes Steyr-Land.

Steyr liegt auf 310 m Höhe und ist am Zusammenfluss von Enns und Steyr an der Grenze zu Niederösterreich, im Alpenvorland gelegen. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7 km, von West nach Ost 7,3 km. 2,8 % der Fläche sind bewaldet, 11,1% der Fläche landwirtschaftlich genutzt.

Steyr besteht aus den folgenden acht Katastralgemeinden: Christkindl, Föhrenschacherl, Gleink, Hinterberg, Jägerberg, Sarning, Stein, Steyr.

Neben den Katastralgemeinden gibt es eine Vielzahl von Ortschaften, die ebenfalls zum Stadtgebiet von Steyr gehören.

Zahlreiche Streufunde zeigen, dass die Gegend um Steyr schon in frühester Zeit besiedelt war, wenn sich auch eine vorgeschichtliche Siedlung im Stadtgebiet nicht nachweisen lässt.

Um 600 v. Chr. wanderten Kelten ein, die als Erste das Eisen des Erzberges abbauten. Der Name Steyr entstammt der keltischen Sprache (Stiria) und bezeichnet den gleichnamigen Fluss. Die Römer brachten das Eisen, das sie das „norische“ nannten, auf der alten Eisenstraße zu ihrer Schildfabrik nach Lauriacum. Vermutlich stand auf dem Felsen über dem Zusammenfluss ein römischer Wachturm, noch heute heißt der Turm des Schlosses „Römerturm“.

Im 6. Jahrhundert wurde das Gebiet von bairischen Stämmen besiedelt und gehörte später zum Rodungsbezirk des 777 vom Bayernherzog Tassilo gegründeten Klosters Kremsmünster. Zum Schutze des Reiches gegen die Einfälle der Ungarn wurden um 900 an der Enns zwei wehrhafte Burgen errichtet, die Burg zu Enns und die „Styraburg“, die 980 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Erbauer der Burg waren die Grafen von Wels-Lambach, die Besitzungen im Traungau und in der Karantanischen Mark (Obersteiermark) hatten.

1055 traten die aus dem Chiemgau stammenden Otakare deren Erbe an. Das Wappentier der Otakare war der weiße Panther. Durch Erbschaften und kluge Heiratspolitik –- Otakar II. war mit einer Babenbergerin vermählt –- vergrößerten sie ihre Besitzungen in der Steiermark beträchtlich. Hier lag auch der Erzberg, dessen Abbau von den Otakaren intensiv gefördert wurde. Die Machtstellung der Otakare zeigte sich in einer prächtigen Hofhaltung. Die Styraburg war nicht nur der Schauplatz ritterlichen Lebens, sondern auch Ort der Pflege edler Künste. In den beiden mittelhochdeutschen Epen Biterolf und Dietleib und König Laurin wird der Burg zu Steyr ein literarisches Denkmal gesetzt. 1180 wurde Otakar IV., der Letzte seines Geschlechtes, von Kaiser Friedrich Barbarossa in den Herzogsstand erhoben. 1186 vermachte Otakar IV., krank und kinderlos, in feierlichem Erbvertrag auf dem Georgenberg zu Enns Burg und Herrschaft Steyr den Babenbergern.

Steyr verlor seine Bedeutung als Herzogssitz, seine Rolle als Verarbeitungs- und Handelszentrum für das Innerberger Eisen blieb jedoch erhalten. Das in Innerberg, dem heutigen Eisenerz, geförderte „Schwarze Metall“ nahm schon im frühen Mittelalter seinen Weg durch das Tal der Enns zur Donau und ließ so eine der ältesten Industrielandschaften Europas, die „Eisenwurzen“, entstehen.

Begünstigt durch seine einmalige verkehrspolitische Lage und seine Bedeutung als Residenz unter den Otakaren, entwickelte sich Steyr zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum dieses frühmittelalterlichen Industriegebietes. Unter den Babenbergern erfolgte der Aufstieg der Stadt zur Eisenmetropole nördlich der Alpen. Handwerker, vor allem Waffen- und Rüstungsschmiede, hatten am Fuße der Burg Schutz und Lebensraum gefunden. 1170 wird Steyr als „Urbs“, städtische Siedlung, bezeichnet.

Nach dem Aussterben der Babenberger 1246 begannen für die Stadt schwere Zeiten. In der Zeit vor den Habsburgern wurde Steyr 1254, als Folge des Friedens von Ofen, von seiner Mark (der Steiermark, die damals an Ungarn fiel) und damit von seiner wirtschaftlichen Basis, dem Erzberg, getrennt und zum Land ob der Enns unter dem Böhmenkönig Ottokar II. Przemysl geschlagen.

Am 23. August 1287 bestätigte Herzog Albrecht I. der Stadt die alten Rechte im Handel und in der Verarbeitung des Innerberger Eisens. In diesem „Großen Privileg“ wurde den Steyrer Bürgern unter anderem das Stapelrecht für Holz und Eisen gewährt. Drei Tage lang mussten diese Rohstoffe den Steyrer Bürgern zu einem bevorzugten Preis angeboten werden, ehe sie ihren Weg zur Donau fortsetzen durften. Das machte Stadt und Bürger reich und versetzte sie in die Lage, bedeutende Künstler aus Deutschland, Böhmen und Italien einzuladen, um zu bauen und Kunstwerke zu schaffen. Handelsbeziehungen Steyrer Eisenhändler mit Deutschland und Osteuropa sind seit 1190 belegt.

Eine besondere Rolle spielte der Handel mit Venedig. Steyr gehörte damals zu jenen neun deutschen Städten, die in Venedig ein eigenes Handelskontor unterhielten. Steyrer Eisenwaren stellten auf dem Venediger Markt begehrte Artikel dar.

Eine große Anzahl von Steyrern bekannte sich im 13. und 14. Jahrhundert zum Waldensertum, einer christlichen Laienbewegung, die von der Inquisition als ketzerisch gebranntmarkt war. Steyr war in dieser Zeit der bedeutendste Waldenserort Österreichs. Aus diesem Grund wurde die Stadt mehrmals von der Inquisition heimgesucht. Um zirka 1260 wurden hier erstmals Waldenser entdeckt, Inquisitionsgerichte wurden danach neuerlich 1311 und etwa 1370 abgehalten. Zu den schwersten Verfolgungen kam es zwischen 1391 und 1398 unter dem Inquisitor Petrus Zwicker: Allein im Jahr 1397 wurden nach Angaben des Chronisten Preuenhuber mehr denn tausend Personen eingezogen. Im selben Jahr wurden auf dem Ketzerfriedhof zwischen 80 und 100 Personen verbrannt. Hieran erinnert das 1997 in Steyr errichtete Waldenserdenkmal.

Das rasche Aufblühen der Stadt im 14. Jahrhundert förderte den Zuzug von Handwerkern hauptsächlich aus Nürnberg. Neben Harnischmachern und Klingenschmieden waren es vor allem Messerer, deren Zunftbrief von 1406 zu den ältesten Österreichs gehört. Die Steyrer Messerer waren tonangebend im gesamten süddeutschen Raum. Mitte des 15. Jahrhunderts erreichte die Stadt ihren wirtschaftlichen Höhepunkt. Steyr war damals neben Wien die wohlhabendste und vornehmste Stadt Österreichs.

Die weitreichenden und innigen Handelsbeziehungen Steyrs zu den bedeutendsten Handelszentren Europas machten die Bewohner empfänglich für neue Ideen und Strömungen. Die Lehre Luthers –- 1525 vom Barfußmönch Calixt in der Stadt verbreitet –- wurde von den Steyrern beifällig aufgenommen. Fast geschlossen traten die Bürger und Handwerker zum neuen Glauben über. Am Beginn der Gegenreformation gab es in der Stadt nur mehr 18 katholische Familien. Steyr erlebte in dieser Zeit eine kulturelle Blüte und gehörte zu jenen wenigen Städten Österreichs, in denen der Meistergesang gepflegt wurde, der erst in den Wirren der Gegenreformation verstummte.

In diesem Jahrhundert begannen sich die ersten Anzeichen für den Niedergang des Eisenwesens bemerkbar zu machen. Es mehrten sich damals die Klagen der Handwerker, dass die Eisenhändler den guten Stahl gewinnbringend im Ausland verkauften und dem ansässigen Gewerbe nur zweitklassige Ware übrigblieb. 1583 kam es daher zur Gründung der Eisenhandlungskompanie, die dem unlauteren Handel ein Ende bereiten sollte. Die in sie gesetzten Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht. Der Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges, Gegenreformation und der große oberösterreichische Bauernkrieg –- zwei seiner Drahtzieher waren Steyrer Bürger –- führten zum wirtschaftlichen Niedergang der Stadt. Die Verpfändung Oberösterreichs an Baiern 1620 und die rigorosen Maßnahmen der Gegenreformation unter Graf Herberstorff, die im Frankenburger Würfelspiel ihren grausigen Höhepunkt fanden, führten zur Erhebung der Bauern 1626.

Mit 40.000 Bauern kam der Führer der Aufständischen, Stefan Fadinger, nach Steyr, wo er in Stadtrichter Wolfgang Madlseder und Dr. Lazarus Holzmüller wichtige Verbündete fand. Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurden die Rädelsführer enthauptet und gevierteilt. Die Einquartierung von Truppen, die dadurch entstehenden Kosten, die katastrophale Wirtschaftslage und der 1625 ergangene Ausweisungsbefehl für Protestanten hatte die Auswanderung von 228 Steyrer Familien zur Folge. Viele sahen ihre einzige Hoffnung in der Emigration. Es waren Steyrer Messerer, die die berühmte Solinger Stahlwarenerzeugung gründeten. Diese Entwicklung wirkte sich auch fatal auf das Eisenwesen aus. 1620 warteten 300.000 Zentner Stahl in Steyr auf ihre Abnehmer. Um das darniederliegende Eisenwesen zu beleben, kam es 1625 zur Gründung der „Innerberger Hauptgewerkschaft“, der Vereinigung von Radmeistern, Hammerherren und Eisenhändlern zu einem Konzern, aus dem später die Alpine Montangesellschaft hervorgehen sollte.

Mit dem Barock erlebte die Stadt nach der Türkengefahr ein neues Aufblühen. Der Großhandel mit dem Eisen war zwar versiegt, die Verarbeitung des steirischen Eisens währte aber fort. In dieser Zeit entstanden in Steyr einige interessante Bauten, wie die Michaelerkirche oder die Wallfahrtskirche von Christkindl am Rande der Stadt. In der Josefinischen Zeit, die nicht nur durch die Klosteraufhebungen geprägt wurde, machte sich in Steyr eine wirtschaftliche Aufwärtsbewegung bemerkbar. Durch die Umwandlung von bestehenden Handwerksbetrieben und die Gründung neuer Werkstätten wurde der Grundstein für die spätere Industrialisierung der Stadt gelegt.

Am 29. August 1727 wurde Steyr von einer verheerenden Feuersbrunst heimgesucht, die nicht nur große Teile der Altstadt, sondern auch die Styraburg mit ihren Giebeln, Türmen und Erkern vernichtete. Am selben Platz entstand das barocke Schloss Lamberg.

In der Zeit der Franzosenkriege wurde die günstige Entwicklung der Steyrer Wirtschaft jäh unterbrochen. Innerhalb von zehn Jahren besetzten französische Truppen dreimal die Stadt: 1800, 1805 und 1809. In der heutigen Löwenapotheke wurde am 25. Dezember 1800 der Waffenstillstand zwischen Österreich und Frankreich unterzeichnet, dem 1801 der Friede von Lunéville folgte.

Der Ursprung der Steyrer Großindustrie liegt an dem im Mittelalter angelegten System von Flussläufen im Mündungsgebiet der Steyr, dem Wehrgraben. Im 18. Jahrhundert begannen hier ansässige bürgerliche Meister mit der Erzeugung von Säbeln, Bajonetten und Gewehrbestandteilen. 1830 gründete Leopold Werndl einen Betrieb, in dem er mit 450 Arbeitern Gewehrbestandteile erzeugte. Dem Sohn, Josef Werndl, gelang der große Schritt vom einfachen Unternehmer zum Großindustriellen. In wenigen Jahren baute er die Fabrik seines Vaters zu einer der größten und modernsten Waffenfabriken der Welt aus.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt Steyr als Industriestandort und somit als strategisches Bomberziel schwere Zerstörungen und Verluste. Der erste Angriff erfolgte am 23. Februar 1944. Er forderte 15 Tote und 55 Verletzte. Beim zweiten Angriff am 24. Februar starben 212 Menschen, 371 wurden verletzt. Knapp 1.000 Bomben wurden auf Steyr abgeworfen. 112 Gebäude wurden dabei vernichtet und an die 400 schwer beschädigt.

Von 1942 bis 1945 war der Stadtteil Münichholz Standort für das KZ-Nebenlager Steyr-Münichholz. Dort waren bis zu 3090 Häftlinge untergebracht, die in den Steyr-Werken zur Rüstungsproduktion herangezogen wurden und für den Bau von Straßen und Luftschutzbunkern in Steyr herhalten mussten.

Am 5. Mai 1945 zogen Amerikaner in Steyr ein, am 9. Mai folgten sowjetische Truppen aus dem Osten. Sie befreiten Steyr nicht nur von der nationalsozialistischen Herrschaft, sondern auch die zahlreichen Zwangsarbeiter in den Lagern rund um die Hermann Göring Werke. Durch die zahlreichen Flüchtlinge und Soldaten stieg im Mai 1945 die Bevölkerungszahl auf 103.000 an.

Die Probleme der Stadtverwaltung nach dem Weltkrieg waren vor allem die Beseitigung der Bombenschäden sowie die Wiederherstellung und Verbesserung der Infrastruktur. In der langen Steyrer Stadtgeschichte gibt es keinen Zeitabschnitt, der eine so umfangreiche Neugestaltung aufweisen könnte wie dieser. Errichtet wurden zahlreiche Wohn- und Schulbauten, Bäder und Sportanlagen, Bildungseinrichtungen, Fernheizwerke, die neuen Brücken über Enns und Steyr und mehrere neue Betriebe.

Wappen:

Offizielle Beschreibung des Stadtwappens: In Grün ein silberner, rot gewaffneter und gehörnter, flammenspeiender, aufgerichteter Panther. Die Stadtfarben sind Grün-Weiß.

Das zur ursprünglich blau-weißen Gruppe der bajuwarisch-karantanischen „Pantherfamilie“ zählende Fabeltier ist das signifikante Wappenbild der nach ihrem Leitnamen als Otakare bezeichneten Markgrafen, später Herzöge der Steiermark, die ihren Stammsitz in Steyr hatten.

1160 von Markgraf Ottokar (Otakar) III. von Steyr zu seinem offiziellen Schildwappen gewählt, bildet es noch heute das steiermärkische Landeswappen.

Siegel:

Das ursprüngliche Wappen der Bürgerschaft der Stadt Steyr ist aus dem Jahr 1304. Es zeigt ein Stadttor mit zwei Türmen, darüber den österreichischen Bindenschild, beidseits des Stadttores ist das Wappen von Steyr. Die Umschrift lautet: +SIGILLVM CIVIVM IN STIRA.

Die Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft (ÖAMG) war eine am 19. Juli 1881 in den Gebäuden der Länderbank (Wien) gegründete Aktiengesellschaft. Das Hauptziel dieser Gesellschaft war es, die Produktion von Industriebetrieben und Bergwerken unter einer zentralen Verwaltung zu vereinen.

Mit dieser Fusion konnte zwar die Effizienz der Betriebe bedeutsam gesteigert werden. Allerdings wurden in der Folge Standorte aufgelöst, die den wirtschaftlichen Erfordernissen nicht mehr genügten. Kerngebiete der ÖAMG waren vornehmlich die Industrieanlagen rund um den Steirischen Erzberg und zwar die Hochofen-, Stahl- und Walzwerksanlagen in Donawitz, Hochofenanlagen in Eisenerz (Steiermark) und Hieflau. In der Mur-Mürz-Furche ist die Maschinenfabrik Zeltweg zu erwähnen, die sich aus einem Hüttenbetrieb entwickelte und heute im Eisenbahnweichenbau Weltgeltung genießt. Im Mürztal existierten noch die Betriebe Kindberg und Krieglach, ferner die kleineren Anlagen in Aschbach und Neuberg.

Das zweitgrößte Kerngebiet bestand in Kärnten, und zwar um den Hüttenberger Erzberg, in Lölling, Heft, Mosinz, Brückl und Treibach.

Außerhalb der Steiermark und Kärntens gab es noch in Schwechat und Krems Hüttenbetriebe. Neben den erwähnten Hüttenbetrieben konnte die Gesellschaft auch Kohlenbergwerke (Fohnsdorf, Seegraben und Köflach) und Erzbergwerke (Eisenerz, Radmer und Hüttenberg) sowie umfangreiche Forstflächen ihr Eigen nennen. Von den genannten Betrieben existieren lediglich noch das Hüttenwerk Donawitz, die Betriebe in Zeltweg und Kindberg und die Hütte Krems. 1912 war das produktive Rekordjahr des Unternehmens, damals verfügte man über 4 Kohlenbergwerke, 2 Erzbergwerke und 6 Hüttenbetriebe.

Zu den Unternehmerpersönlichkeiten, welche die Alpine Montan zeitweilig stark prägten, gehörten Karl Wittgenstein, (ab 1897) Hugo Stinnes (1921-24) und zwischenzeitig der Spekulant Camillo Castiglioni. In der späteren Zwischenkriegszeit galt die Alpine Montan als Paradebeispiel eines politisierten Unternehmens, das Gelbe Gewerkschaften und Heimwehren förderte und damit in heftigem Gegensatz zur politischen Linken stand. Als Eigentümer fungierten damals die Vereinigten Stahlwerke (Düsseldorf). Nach dem „Anschluss“ wurde die Alpine Montan Teil der Reichswerke Hermann Göring. Auch nach 1945 blieb sie über Jahrzehnte verstaatlicht und gehörte zur Österreichische Industrieholding (ÖIAG).

Der technologische Meilenstein in der Stahlerzeugung war die 1952 eingeleitete Entwicklung des Blasstahlverfahrens LD (Linz-Donawitz-Verfahren), benannt nach den Standorten Linz (die aus den Hermann-Göring-Werken hervorgegangene VOEST) und Donawitz. Diese Technologie hat weltweit alle bisherigen Verfahren weitgehend verdrängt.

1973 erfolgte die Fusionierung mit der VOEST (Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke AG). Als Fehlakquisition erwies sich der Zukauf der Gussstahlwerke Judenburg, der Schoeller-Bleckmann Stahlwerke (Mürzzuschlag-Hönigsberg) und Böhler-Werke (Kapfenberg). Nach einer neuerlichen Umstrukturierung im Jahr 1987, mit der auch umfangreiche Personalentlassungen einhergingen, erholte sich der krisengeschüttelte Konzern.

Heute ist der voestalpine Konzern ein stark modernisiertes Unternehmen. So werden in Donawitz und Duisburg die längsten Eisenbahnschienen der Welt erzeugt (120 Meter). Eine spezielle Kopfhärtung verleiht ihnen eine überdurchschnittliche Lebensdauer. Zusammen mit Zeltweg sind die voestalpine Bahnsysteme führend im Weltmarkt. Ein weiteres Qualitätssegment ist die Drahterzeugung.

315 Bergbau - Versuch einer Beschreibung der vorzüglichsten Berg- und Hüttenwerke des Herzogthums Steyermark. Nebst anderen vermischten mineralogischen, berg- und hüttenmännischen Abhandlungen herausgegeben von V. Ignaz Ritter v. Pantz und A. Jos. Atzl. Mit vier Kupfern und zwei Tabellen. Wien, Carl Gerold'sche Buchhandlung, 1814. Gest. Frontispiz,Titel,XII,347,(1) S. + 1 Falttabelle (von 2) sowie 3 mehrfach gefaltete Kupfertafeln. Halblederband der Zeit. 800,-

Nicht bei Poggendorff und Wurzbach. - Einband, insbesondere Ecken und Kanten, stärker beschabt und bestoßen; marm. Überzugspapier mit mehreren Fehlstellen; Rückenschildchen beschädigt; Bibl.-Etikett am Rücken; Innengelenk gering angebrochen; Stempel verso Frontispiz und auf dem Titelblatt; Vorsätze und Titelblatt angestaubt und gering fleckig; anfangs schwach wasserrandig; vereinzelt Knickfalten (Eselsohren); Die Tafeln fehlgefaltet, an den Rändern gebräunt und angestaubt.

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Ferdinand Ritter von Pantz, Sr.'s Timeline

1832
May 4, 1832
Donnersbach, Liezen, Steiermark, Austria
1864
October 22, 1864
Age 32
Eibiswald, Deutschlandsberg, Steiermark, Austria
1868
October 12, 1868
Age 36
Eibiswald, Deutschlandsberg, Steiermark, Austria
1905
January 24, 1905
Age 72
Wien an der Donau, Wien, Austria
????
Wien an der Donau, Wien, Austria
????
Weyer, Steyr-Land, Oberösterreich, Austria