Heinrich Otto Conrad Christian Rautenberg

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Heinrich Otto Conrad Christian Rautenberg

Birthdate:
Birthplace: Wassel, Sehnde,, Lower Saxony, Germany
Death: Died in Wassel, Sehnde,, Lower Saxony, Germany
Immediate Family:

Son of <private> Rautenberg and Engel Anna Maria Magdalene Rautenberg
Husband of Karoline Auguste Dorothea Rautenberg and Anna Marie Auguste Rautenberg
Father of Otto Rautenberg; <private> Brandes (Rautenberg); Heinrich Rautenberg; Anna Dorothea Augusta Herta Kraemer; <private> Gott (Rautenberg) and 4 others
Brother of Johanne Marie Elisabeth Behmann

Occupation: Vollmeier auf Hof Nr. 1 in Wassel
Managed by: Private User
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Immediate Family

About Heinrich Otto Conrad Christian Rautenberg

Siehe dazu: http://www.rautenberghof.de/ 

Pastor Otto Rautenberg im Januar 1954:

"Kinder, die den Eltern in höherem Alter geschenkt werden, pflegen für gewöhnlich nicht sehr streng erzogen zu werden. So bekam Vater viel freien Willen und brauchte keine Rücksicht auf Geschwister zu nehmen. Es macht den alten Großeltern besondere Ehre, dass sie ihr Kind auch geistig tüchtig zu machen suchten. Unser Vater erhielt Privatunterricht bei Pastor Roskamp in Wassel. Später wurde er sogar auf die Bürgerschule in Hildesheim geschickt. Aber das Leben in der Stadt gefiel ihm durchaus nicht. Kurz entschlossen verließ er die Stadt und weigerte sich zurückzukehren. Die Eltern gaben nach. Im Jünglingsalter bezog er die Ackerbauschule in Schöppenstedt und hat danach als Verwalter in Libenau an der Weser und auf Gut Rethmar, wo das Vorwerk unter seinem Befehl stand, schließlich in Banteln Stellung gehabt. Auch in Eichenzell, das Onkel Bethmann eine zeitlang besaß, hat er gearbeitet. Bedenkt man jene Zeit, zieht man ferner in Betracht, dass er Erbe eines nur etwa 90 Morgen großen Hofes war, so muß man die Sorgfalt und Klugheit der Großeltern bewundern, die ihrem Sohne eine ausgezeichnete und erschöpfende Erziehung für seinen Beruf gaben. Hatte er von seinem Vater gelernt und geerbt, morgens der erste auf dem Hofe zu sein und tüchtig anzufassen, so lernte er auf den großen Gütern die Kunst der Disposition über die Arbeitskräfte. Vater hat mir erzählt, dass der Oberverwalter auf Gut Rethmar ihm öfters mitten auf dem Felde Aufgaben gestellt habe, um die Gabe auszubilden, Menschenkräfte richtig zu verteilen. In den Verwalterjahren bildete sich der künftige Herr. Seine Gestalt überragte die Großvaters. Er war 1,77 m groß und stark gebaut. Aus seinem rundlich vollen Gesicht blitzten kluge, schöne Blauaugen, die ihr Leuchten bis in das hohe Alter nicht verloren haben. Die schmale, eher kleine als große Nase sprang aus tiefer Wurzel und verlief ohne wesentliche Krümmung. Sehr dichtes, dunkles Haar bildete zu dem blonden Barte und den blauen Augen einen merkwürdigen Gegensatz. In seinen besten Jahren stieg sein Gewicht auf 190 Pfund. So geistig und körperlich ausgerüstet übernahm er den Hof seines Vaters etwa in der Mitte der 60er Jahre. Vom Militärdienst war er durch Los frei geworden.

Kurz nach der Übernahme fing die Lage unseres jetzigen Hofes, der damals Vaters Vetter Konrad Lüders gehörte, an schwierig zu werden. Onkel Lüders war ein sehr fähiger Bauer. Schwierige Dränagen seiner Länderein hat er selbst ausgeführt. Im Wiedbüschen führen noch heute von ihm gelegte Dränröhren. Zum Inventar des Wasseler Vorstehers gehört eine von ihm gezeichnete Karte des Dorfes und der gesamten Länderein, eine respektable Leistung für einen einfachen Bauern ohne besondere Vorbildung. Auch pomologisch war er stark interessiert und verdiente sich später durch Schneiden des Weinstocks und dergl. seinen Lebensunterhalt. Auch zu uns kam er jedes Jahr regelmäßig. Sein jüngster Sohn August hat bei unserem Vater längere Jahre gedient. Infolge der Misswirtschaft seiner Frau, die alles verkommen ließ, ergab sich Onkel Lüders dem Trunke. Von diesem Augenblick an ging es mit dem Hofe rasend bergab. Der Hof, der schon vorher seinen Besitzer öfters gewechselt hatte, musste verkauft werden. Er ging in die Hände von Hilfers über, der ihn auch nur bis zum Kriegsjahre 1870 halten konnte. Schnell entschlossen griff unser Vater zu und kaufte den Hof für 24000 Taler.

Aus den Wasseler Gemeindeakten habe ich folgendes feststellen können: 'Der Hoff gehöret Hermen von Hauss. Dabei gehören 4 Hufe Landes. Im Jahre 1664 wird ein Henrich Ketze genannt, der dem Hermen von Haus zinspflichtig war mit einem Fuder Goghen und ein Fuder Habern Hasseler Masse, Hofzins zwei Hühner; ein Schock Eier. Sein Alter ist 32 Jahre, hat einen Knecht, sein Gewehr ein kurz und lang Rohr. Die Besitzer trugen den Namen Junkern-Vollmeier.'

Dem Henrich Katze folgte um 1680 Henning Finkelmann, 1720 Junkern-Vollmeier Hans Münstermann; 1740 Hans Hinrich Münstermann; 1779 Münstermann Johann Wilhelms relikta; 1789 Junkern-Vollmeier Johann Wilhelm Sievers; 1808 Johann Heinrich Voges; 1829 Freidrich Konrad Lüders; 1840 Konrad Lüders; jett Johann Heinrich Heuer. Hans Hinrich Münstermann baut im Jahre 1747 die alte Scheune. Sein Sohn konnte wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten den Hof nicht annehmen, und so heiratete eine Tochter den Landwirt Voges aus Rötzum. Dieser hatte drei Töchter und einen Sohn, der bei einem Brande ums Leben kam. Eine der Töchter heiratete Konrad Friedrich Lüders vom Hof Nr. 3 (unser alter Hof). Nach dem Tode des Konrad Friedrich Lüders heiratete dessen Witwe den Großknecht Heinrich. Bei der Volljährigkeit des Konrad Lüders wurde ihm der Hof übergeben.Er heiratete eine Hilfers aus Mellendorf, eine Försterstochter, die durch ihre Verschwendungssucht und hauswirtschaftliche Misswirtschaft den Hof in den Bankrott trieb. Ihr Mann Konrad Lüders kam an den Trunk. Der Hof verkam. Die Schulden wurden immer größer, sodass der Hof verkauft werden mußte. Nach dem Verkauf übernahm ihn der Schwiegervater Hilfers im Jahre 1868. Auch dieser war nicht imstande, den schwer belasteten Hof zu halten und verkaufte ihn im Jahre 1870 an unseren Vater. Der Hof war unter Lüders etwa 200 Morgen groß. Die weit gelegenen Parzellen wie Lühnder und Bledeler Teil, einen Teil von Wiedbüschen verkaufte er neben der Masch. Vater hat den Hof bis 1913 bewirtschaftet, wo er an unseren Bruder Heinrich überging. - Der Hof galt als Unglückshof. Als der Vater kurz nach der Übergabe eine Esche im Grasgarten niederlegte, trat sein Schulkamerad und jetziger Nachbar Heinrich Gott an ihn heran und sagte: ' Et is en Unglückshoff'! Diu geist ok kaputt.' 'Dat will wei seihen', sagte der Vater und schlug seine Axt in die Esche, dass sie zitterte. Sein Wagemut hat ihm Recht gegeben. Er hat durchgehalten und sich nicht werfen lassen. Es war ursprünglich Vaters Absicht, den neuen Hof mit dem alten zu vereinigen. Die Ländereien lagen zum Teil nebeneinander, wie auf dem Düngerfelde und dem Großen Kampe. Die vereinigten Höfe hätten zusammen 250 Morgen gehabt und über breite Ackerflächen verfügt. Doch hier stellte sich dem Vater die Zeit als Feind gegenüber. In den unsicheren Zeiten lieh keiner Geld aus. Wie Mutters Briefe klarlegen, kam die Schwierigkeit daher, dass Vater erst nach Abschluss des Kaufes erfuhr, dass sämtliche Hypotheken gekündigt waren. 'Du kannst Dir denken,' schrieb sie an ihre Freundin Elisabeth Bock von Wülfingen, 'dass wir einen großen Schreck bekamen. In unserer Angst wandten wir uns an Onkel Köhler (dem Vormund der Vogellschen Kinder, Justizrat in Celle). Er versprach uns das Geld zu beschaffen. Als nun das Kapital ausgezahlt werden musste und wir dem Onkel schrieben, da war Onkel nicht zuhause und ließ uns in der Patsche sitzen. Du kannst gewiss glauben, wir haben zwei Kühe verkaufen müssen. Wir haben schwere Opfer um des Onkels willen bringen müssen.' Vater sah den Grund dieses nicht gehaltenen Versprechens in dem Einfluss der Großmutter Vogell und der Tante Johanne. Noch in späteren Jahren wurde er sehr bitter, wenn er darauf zu sprechen kam. Denn das größte Opfer, das er damals bringen musste, war der Verkauf des väterlichen Hofes Nr. 3 mit allen Gebäuden. Den Rest des Geldes verschaffte ihm Tischler Hapke, der auf dem Kleinen Kampe wohnte. Vater und Hapke haben bis in den Tod treue Freundschaft gehalten. Dem neuen Hofe galt nun Vaters ungebrochene Kraft und sein starker Arbeitswille. Aber noch eins war nötig: eine Hausfrau. Er fand sie in unserer früh verstorbenen Mutter. Karoline Auguste Dorothee Vogell lernte in dieser Zeit den Haushalt bei Tante Bethmann. Hier hat Vater sie kennen und lieben gelernt.'

...Der Vater war uns Vater im Sinne Kants. In seiner harten Arbeit für uns zeigte sich seine Liebe, aber ein liebevoller Vater ist er nicht gewesen. Das lag seinem Wesen nicht. Das lag auch vielleicht darin begründet, dass er ein Bauer war. Selten wagten wir Zärtlichkeiten. Er war mehr unser Herr, vor dem wir gehörigen Respekt hatten. Wenn er pfiff, ließen wir das schönste Spiel auf der langen Reihe und nahmen die Beine in die Hand. Über Bruder Heinrichs Leben hat er jedoch mit besonderer, oft zutage tretender Sorge gewacht. Als Heinrich durch meine Unachtsamkeit durch ein Messer im Gesicht verletzt wurde, entlud sich seine Sorge in einer tüchtigen Tracht Prügel. Was er seinen Kindern nicht gab, schenkte er in reichem Maß seinen Großkindern. Unsere Grete trug er bei einem Besuch immer auf dem Arm...Besonders innig aber war das Verhältnis zu Brunder Heinrichs ältester Tochter Annemarie...Seine Erziehungsmethoden waren einfach. Arbeitsmenschen sollten wir werden; und so spannte er uns schon früh unter das Joch der Arbeit. Schon vor der Schule galt es auf der Scheune im Winter Garben wenden. Auf den Rübenfeldern, auf Wiese, Scheune und Heuboden wurden unsere Kräfte angespannt. Der Vater war erst glücklich, wenn er alle aus den Federn hatte. Er begriff gar nicht, dass wir als Schüler und Studenten so lange schlafen konnten. Auch die Schwestern mussten tüchtig mitwirken. Das ging zwar oft gegen den Willen und nahm uns viel von dem fröhlichen Spiel der Kindheit - der eine oder andere verstand sich mehr oder weniger zu drücken - , aber der Segen ist nicht ausgeblieben. Wir haben gelernt, dass das Leben arbeiten ist. Wohin uns auch das Leben geworfen hätte, ohne Anspruch auf das Leben erzogen hätten wir überall den Kampf aufgenommen und den Platz behauptet. Als schmerzlich haben wir es empfunden, dass uns der Vater - genau wie er war - über die Maßen mit Geld kurz gehalten hat. Es ist ganz erstaunlich, mit welch geringen Mitteln wir auskommen mussten. Das hat uns Kindern vielleicht etwas von der nötigen Weitherzigkeit in Geldsachen genommen. Je älter wir wurden, umso mehr merkten wir auch die Schwächen im Charakter des Vaters. Er gehörte zu den schwierigen Menschen. Nie vergaß er, wenn er sich zurückgesetzt fühlte - und dieses Gefühl hatte er häufig. Mit seiner großen Empfindlichkeit verdarb oft fröhliche Feste. Alles Zureden war vergeblich, wenn ihm erst die Laune verdorben war. Rücksichtnahme lag ihm nicht. Wie von sich, so forderte er auch von anderen viel. Dem gegenüber stand sein großer Sinn für Recht und Gerechtigkeit. Er machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. Man wußte immer, wie man bei ihm dran war. Außerordentlich pünktlich, verlangte er die Mahlzeiten zu bestimmter Stunde und konnte sehr ungemütlich werden, wenn durch Verspätung seine Anordnungen gestört wurden. Im Hause und auf dem Feld fühlte er sich ganz als Herr und gebot für gewöhnlich in befehlendem Ton. Im Dorfe fürchtete man ihn mehr als man ihn liebte. Besuch sah er nicht gern. Paßte es ihm nicht, so wurde er deutlich, ja manchmal unhöflich. Schien es ihm Zeit zu sein, dass der Besuch ging, zog er seine Uhr aus der Tasche...Für den Obstgarten hatte er großes Interesse. Jeden Sonntag nach Tisch wurde alles gebührend inspiziert mit brennender Zigarre. Am Sonntag Morgen nahm er mich mit in das Feld. Diese Gänge sind mir unvergeßlich. Als Frühaufsteher liebte er die frühen Stunden und pries die Schönheit der Welt am frühen Morgen: 'Wer den Wald bei Sonnenaufgang noch nicht erlebt hat, der hat von der Schönheit der Welt das Schönste nicht gesehen.'..Sonntags liebte er einen guten Braten, und die süße Speise durfte nicht fehlen. Sein liebstes Getränk war Tee mit einem tüchtigen Schuß Rotwein. Nachmittags ging er zu Kracke und spielte Skat. Humor besaß der Vater nicht. Seine Verstandesgaben gingen über den Durchschnitt hinaus. Seine klugen Augen sagten es jedem. Stattlich wie der Vater war, tat er auch seinem äußeren Menschen nicht wenig zu gute. Er wusch sich mit feinster Seife. Das gute Haarwasser fehlte nie. Das Haar ließ er sich bei 'seinem Friseur' in Hannover auf der Georgstraße schneiden. Anzüge nahm er nur von bestem Stoff und ließ sie sich bei einem teuren Schneider in Hannover bauen. Die Plage des Vaters waren Nackenschmerzen, die sich einseitig bis zu den Augen hinzogen: Migräne! Mitte der 40er Jahre wurde sein Magen krank. In kurzer Zeit magerte er von 190 auf 140 Pfund ab. Wir hielten ihn für verloren. Mutter und wir haben es in diesen Zeiten schwer gehabt. Die üble Laune, die in der Krankheit begründet lag, verließ ihn fast nie. Ging es ihm mal besser, so aß er, was er nicht durfte. Im hohen Alter bekam er Schlaganfälle. Ein besonders heftiger Anfall Ende 1917 warf ihn auf das Lager, das er nicht wieder verlassen sollte..."

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Heinrich Otto Conrad Christian Rautenberg's Timeline

1842
November 21, 1842
Wassel, Sehnde,, Lower Saxony, Germany
December 11, 1842
Sehnde, Niedersachsen, Germany
1871
June 14, 1871
Age 28
1880
November 27, 1880
Age 38
1889
March 16, 1889
Age 46
Sehnde, Lower Saxony, Germany
1890
March 23, 1890
Age 47