Johann Peter Rachor, I

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Johann Peter Rachor, I

Also Known As: "Joannis Petri genannt Peter I."
Birthdate:
Birthplace: Zellhausen, Mainhausen, Darmstadt, Hesse, Germany
Death: Died in Mainhausen, Darmstadt, Hesse, Germany
Place of Burial: Mainhausen, Darmstadt, Hesse, Germany
Immediate Family:

Son of Johann Konrad Rachor, III and Maria Katharina Rachor
Husband of Anna Eva Rachor
Father of Maria Katharina Rachor; Konrad Rachor, II; Marie Katharia Rachor; Margareta Elisabeth Bernbach; Anna Maria Salome Hornung and 2 others
Brother of Johann Konrad Rachor, IV; Anna Barbara Seebacher; Andreas Rachor, II; Jodokus Leonhard Rachor; Johann Peter Rachor and 2 others

Occupation: Bauer und Bürgermeister in Zellhausen
Managed by: Tobias Rachor (C)
Last Updated:

About Johann Peter Rachor, I

1. Oswald Rachor und Josef Disser, Mainhäuser Familienblätter - 2001 (Ms-Access-Datenbank), S.241. I. u Rachor 6.

Als Schultheiß von Zellhausen vertrat Johann Peter Emge mit den Geschworenen Johann Konrad Rachor und Jakob Müller, sowie den Deputierten Peter Häring und Johann Peter Rachor. die Zentortschaft Zellhausen am 03.05.1791 bei der Ablösung der Leibeigenschaft.gegenüber der Mainzer Kurfürstlichen Regierung unter dem letzten Kurfürst und Erzbischof von Mainz Friedrich Karl von Erthal (1719-1802). Der Vertrag wurde am 20.03.1792 mit den fünf Dörfern des Zent Seligenstadt abgeschlossen.

Die Ablösung der Leibeigenschaft in den fünf Zentdörfern:

Nach dem Vorbild Kaiser Franz Josephs II. (1765 - 1790), der 1780/81 in Österreich die Bauernbefreiung durchführte, gewährte der aufgeklärte letzte Kurfürst und Erzbischof von Mainz Friedrich Karl von Ertal (1719 - 1802) den Bauern der Zent Seligenstadt in gewissem Umfang die Freiheit, allerdings, wie später Preußen unter Freiherrn vom Stein nur gegen Zahlung eines "Ablösungs- und Abtötungskapitals". Das kommt in einem Vertrag zum Ausdruck, den die Kurfürstliche Regierung mit den fünf Dörfern der Zent Seligenstadt am 20. März 1792 abschloss. Es wurde veranlasst durch "Irrungen, d. h. durch Streitigkeiten der Regierung mit den Zentdörfern über die ihnen aus der Leibeigenschaft abgeleiteten neu auferlegten Lasten. Der Vertrag ruht auf der Voraussetzung, dass die Zentuntertanen ohne Unterschied allen Pflichten der Leibeigenschaft unterworfen seien. Man sah aber auch ein, dass man die Freizügigkeit der Untertanen nicht mehr länger durch Steuern erschweren könne. Erlassen wurden gegen eine Ablösungssumme die Entrichtung des Besthaupts, die Manumissions- und die Abkaufgebühren, ferner die Taxgelder, d. h. die Leibeigenenkopfsteuer oder Leibesbede für Männer, Frauen und Kinder. Alle anderen Lasten, wie Frondienste und Hühnerabgaben, auch die "Beet" - Steuer, eine Abgabe aller Untertanen an den Landesherren, blieben bestehen bis zum Untergang des Mainzer Kurstaates. Erst auf ein Gesuch der Gemeinde Klein-Welzheim erließ ihr die Großherzoglich Hessische Regierung "die Beed-Abgaben" von 13 Gulden 15 Kreuzer jährlich vom Jahre 1839 an unentgeltlich, jedoch unter der Bedingung, dass sie nicht von der Gemeinde für ihre Zwecke weiter erhoben wurde. (Gemeindearchiv Klein-Welzheim Abt. XXI, Abschnitt 2, Konv. 1, Fasc. 1)

"Nachdem allhiesige Kurfürstliche Hohe Landes-Regierung den zwischen der Kurfürstlichen Hofkammer an einem und den Kurmainzischen zur Zent Seligenstadt gehörigen fünf Ortschaften, als Mainflingen, Kleinwelzheim, Froschhaussen, Kleinkrotzenburg und Zellhaussen anderen Theils unter Direckzion der aus ihren Mitteln gnädig ernannten Kommision wegen der Leibeigenschaft und den davon abhangenden Lasten,, dem Besthaupte, den Manumissions- und Abkaufsgebühren errichteten Vergleich, nach beschehenen und höchsten Orts gnädigst approbirten Vortrage durchgängig zu genehmigen geruhet hat: als wird solcher Vergleich in allen seinen inhaltlichen Punkten, Artikel, Klauseln und Bedingnissen unter Ihrer Kurfürstlichen Gnaden beigedruckten Regierungskanzlei Insigel hiermit konfirmiret und bestätiget.

Mainz, den 20ten im Merz 1792

L. S.

In fidem Copiae et Concordantiae

J. Hettersdorf

Oberamtsschreiber

Nachdem zwischen der kurfürstlicehn Hofkammer zu Mainz, und den zur Zent Selgenstadt gehörigen fünf Orten: Mainflingen, Kleinwelzheim, Froschhaussen, Kleinkrozzenburg und Zellhaussen wegen der Leibeigenschaft und den davon abhängigen Lasten: dem Besthaupte, den Manumissions- und Abkaufsgebühren seit mehreren Jahren Irrungen vorgewaltet, und von ersterer, dass gedachte 5 Orten der Leibeigenschaft sofort dem Besthaupte, den Manumissions- und Abkaufgebühren bey Sterbefällen und Abzügen unterworfen unter Beziehung auf briefliche Urkunden und ältere sowohl als jüngere kurfürstl. Regierungsreskripte, behauptet, von den letzteren dahingegen ein solches in Abrede gestellt, sich auf den Freiheitsbesitz berufen, und der Verbesthauptung und Verabkaufung widersetzt, sofort endlich von selben hirunter auf die Gestattung des Rechtswegs und den rechtlichen Austrag der Sache angetragen, von Sr. Kurfürstlichen Gnaden aber und respective der Kurfürstlichen Hohen Landes-Regierung dem unterzeichneten Hof- und Regierungs-Rath der Auftrag erteilt worden ist, sich ad locum zu begeben, die Unterthanen der fünf Zentortschaften von den wider sie streitenden Gründen und Urkunden näher belehren, fort dieselben hiernächst zu einer denselben bereits schon im Voraus zugesicherten vorzüglich billigmäßigen gelinden Ablösung der obenerwähnten Lasten vielthunlichst zu vermögen: als ist, nachdem unterzeichneter Commisarius sich ad locum wirklich begeben und die gleichfalls unterzeichnete zu dem Ende vorgeladene Schulteisen, Ortsvorsteher, Gerichtsgeschworenen und Gemeindedeputirten gedachter fünf Zentortschaften des näheren umständlich belehret, auch Vergleichspropositionen hin und wieder in Vorschlag gebracht worden sind, von unterzeichnetem Hof- und Regierungsrath mit den gleichfalls unterzeichneten Ortsvorständen jedoch mit Vorbehalt der Kurfürstlichen Regierungs-Genemigung und der von den Gemeinheiten selbsten annoch einzuholenden Einwilligung nachstehender gänzlicher Leibeigenschaftsablösungs- und Abtödungsvertag verabredet und geschlossen worden, und zwar:

1. Erbieten sich unterzeichnete sämtliche Ortsvorstände und machen sich namens ihrer Gemeinheiten anheischig, und zwar jene der Gemeinde Mainflingen zweihundert Gulden, jene des Ortes Kleinwelzheim ein Hundert siebzig fünf Gulden, die der Gemeinde Froschhaussen ein Hundert achzig Gulden, weiter jene der Gemeinde Kleingrozzenburg drey hundert Gulden und endlich die der Gemeinde Zellhaussen zwey hundert fünfzig Gulden zur Erhaltung ihrer künftigen ganz incontestablen Freiheit zur Abscheidung aller zu besorgenden Weitläufigkeiten und eines ungewissen kostspieligen Rechtsstreites als ein Ablösunge- und ganzliches Leibeigenschafts-Abtödungs-Kapital an kurfürstliche Hofkammer zu entrichten, dergestalten, dass

2. gedachte Ortschaften für dieses Kapital von aller künftigen Anforderung des Besthauptes sowie der manumissions- und Leibeigenschaftsabkaufgebühren, nicht minder der an die kurfürstl. Regierungskanzlei sowohl als die an kurfürstl. Beamte zu entrichtenden Taxgelder für sich, ihre Weiber, Kinder und ganze Nachkommenschaft zu ewigen Tagen von nun an befreit, allen übrigen freien kurfürstlichen Unterthanen gleichgehalten und angesehen werden sollen. Dabey behalten sich jedoch

3. sämtliche Gemeinheiten bevor, dieses Kapital aus ihrem gemeinheitlichen Vermögen mittels der von kurfürstlicher Landesregierung zu ertheilenden Bewilligung selbst nach Innhalt des im Jahre 1787 gelegentheitlich der vorseyenden Leibeigneschaftsablösung im ganzen Erzstifte von Kurfürstl. Regierung erlassenen Generalis an Kurfürstliche Hofkammer entrichten zu dörfen; massen die Ortnachbarn ein solches bey ihren bekannten Umständen aus ihrem Eigenthume aufzubringen ausser Stande seyen. Uiber die Art selbsten aber und welche gemeinheitlichen Renten und Gefälle hiezu am füglichsten und ohnschädlichsten für die Gemeindekasse sowohl als die kurfürstlichen Unterthanen verwendet werden können und müssten, auch ob nicht, und in welcher Maas etwa ein Kapital auf die Gemeinde zur Abstossung dieser Schuldigkeit aufzunehmen seye, dieses wollen gedachte Ortschaften der näheren Prüfung ihrer vorgesetzten Beamten annoch vordersamst anheim geben, sofort hierunter dieselbe unverweilt ersuchen, anbey aber auch sich annoch ausdrücklich vorbehalten, daß in so ferne nach dem genehmigten gegenwärtigen Vertrage ein oder die andere Gemeinde ihr Kapital nicht alsogleich wohl und füglich darzuschließen im Stande seyn sollte, derselben hiezu ein ein-auch zweijähriger Termin zur vollkommenen Abzahlung gestattet, mittlerweil, aber davon keine Zinnsen bezahlt werden sollen.

4. Verstehe sich von selbsten, daß das von ein und der anderen Gemeinheit an die Abtey Selgenstadt und das Kollegialstift zu Aschaffenburg zu entrichtende Besthaupt nicht mit unter dem gegenwärtigen Vertrag begriffen seye, somit dasselbe vor wie nach in seinem Weßen verbleibe, so wie dann auch

5. Vorgedachte Gemeinheiten sich anheischig machen, die ihnen sonsten jährlich an die gnädigste Herrschaft zu leisten aufliegende Abgaben: als Beet, Rauch-, Faßnachts- oder Leibhühner und sonstige Real- und Personallasten, nicht minder ihre schuldige herkömmliche Frohnden vor wie nach an dieselbe zu entrichten.

6. Sollen unter diesem Vertrag die Nachsteuergebühren mit 10 p Cent im Falle eines Auszugs nicht mitbegriffen seyn, da dieses eine auch den freien Leuten im hohen Erzstift aufliegende Schuldigkeit ist.

7. Sollen durch dieses von den sämtlichen Gemeinheiten beschehenes Geboth auch diejenige Anforderung an Besthaupt- und manumissions- auch Abkaufgebühr zugleich mit beseitigt und getödet seyn, welche unter dieser Rubrik bey dem bisher bestandenen Widerspruche von Seiten der kurfürstlichen Beamten bis auf den heutigen Tag an dieselbe ausgesonnen werden und wirklich noch nicht abbezahlt sind. Dahingegen sollen und wollen auch

8. Die in gedachten fünf Zentorten befindliche Unterthanen welche in voriger Zeit bis itzt in vermeldete Ortschaften aus anderen Kurfürstlich Mainzerischen leibeigenen Orten überzogen sind, oder ihr Vermögen dahin eingebracht, davon aber die manumissions- und Abkaufgebühr zurückgelassen haben, desfalls an die kurfl. Hofkammer auf keine Wege eigene Nachforderung zur Zurückzahlung machen. Schließlich auch

9. Behalten sich die kurfl. Unterthanen gedachter Zentortschaften ausdrücklich bevor, daß im Fall die kurfl. Hohe Landes Regierung vorstehenden Vertrag nicht genemigen sollte, das geschehene Geboth keineswegs als eine Eingeständnis einiger ihnen aufliegenden Leibeigenschaft angesehen werden dörfe, sondern denselben in alle Wege ohnpräjudizierlich seyn und bleiben, sofort die Behauptung ihrer Freiheitsgerechtsamen ihnen annoch wie zuvor ohnverletzt und offen belassen werden müsse.

In Urkund dessen ist der gegenwärtige Salvo rato Kurfürstlichen Landes-Regierung und mit Vorbehalt der annoch einzuholenden Einwilligung sämtlicher fünf Gemeinheiten abgeschlossene vollkommene Leibeigenschafts Ablösungs- und Abtödungs-Vertrag von dem eigends hiezu höchst und hohen Orts beauftragten kurfürstlichen Hof und Regierungsrathe untersiegelt und unterzeichnet, auch von den Vorständen der sämtlichen Gemeinheiten unterschrieben, so fort zwey gleichlautende allerseits unterzeichnete Exemplarien angefertigt worden.

So geschehen Selgenstadt am 3ten May 1791

L. S.

Aces. H. v. Wallmenich

Kurfürstl. Maynz. Hof und Regierungs auch revisions Gerichtsrath

L. S.

Kleinwelzheimer Schulteis Sebacher

Johannes Emge Geschworener

Georg Gilles Gerichtsgeschworener

L. S.

Jakob Schwab Schulteis zu Kleingrotzenburg

Hermann Zilch, geschworener

Johannes Schwab, geschworener

Mathes Zilch, deputirter

Franz Appel als deputirter

L. S.

Andres Ricker Schulteis zu Fruschhausen

Martin Korb, geschworener

Philipp Keller, geschworener

Franz Schulteis, deputirter

Kasper Korb, deputirter

L. S.

Peter Emge Schulteis von Zellhausen

Jakob Müller, geschworener

Konrad Rachor, geschworener

Peter Hering,

Peter Rachor, Deputierte

L. S.

Kurfürstliche Mainzische Hofkammer

v. Linden

König

Degenhard Secretarius

In fidem Concordantiae cum

Originali

J. Hettersdorf

Oberamtsschreiber

(Im Original [Urk. Darmst. "Seligenstadt] sind die Gerichtssiegel der unterzeichnetn Gemeinden überliefert.)

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Johann Peter Rachor, I's Timeline

1736
June 3, 1736
Mainhausen, Darmstadt, Hesse, Germany
June 3, 1736
Mainhausen, Darmstadt, Hesse, Germany
1767
July 21, 1767
Age 31
Mainhausen-Zellhausen, Offenbach, Hessen, Deutschland
1769
September 15, 1769
Age 33
Mainhausen, Darmstadt, Hesse, Germany
1772
January 28, 1772
Age 35
Mainhausen-Zellhausen, Offenbach, Hessen, Deutschland
1774
April 9, 1774
Age 37
Mainhausen, Darmstadt, Hessen, Germany
1776
June 21, 1776
Age 40
Mainhausen-Zellhausen, Offenbach, Hessen, Deutschland
1779
March 4, 1779
Age 42
Mainhausen-Zellhausen, Offenbach, Hessen, Deutschland
1781
October 6, 1781
Age 45
Mainhausen-Zellhausen, Offenbach, Hessen, Deutschland