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Karl Sachs

Birthdate:
Birthplace: Bibra, Grabfeld, TH, Germany
Death:
Immediate Family:

Son of Rudolf Sachs and Sephora / Flora Sachs
Brother of Max Sachs; Dr. jur Ignaz Sachs; Olga Leopold; Hilde Eckstein; Käthchen Heilbrun and 1 other

Occupation: "Kaufmann" - merchant in family store: "Sachs & Berlowitz", Weimar
Managed by: Lutz Grube
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Immediate Family

About Karl Sachs

Karl SACHS: b. circa 1890, Bibra - d. ?

Information courtesy of various sources, including the following:

Vom Verblassen der jüdischen Spuren in Weimar – Lernort Weimar e.V.

https://lernort-weimar.de/stolpersteine/familie-sachs/vom-verblasse...

Mit Schwung und Tatkraft: Familie Sachs kommt nach Weimar

Rudolf Sachs und seine Frau mit dem klingenden Namen Flora Sephora, geborene Wildberg, sind beide 1855 in Bibra geboren, finden hier zueinander und gründen eine Familie. Alle sieben Kinder kommen in Bibra zur Welt: Max, der älteste, Ignatz folgt 1883, die drei Mädchen Olga, Hilde und Käthchen 1884, 1886 und 1888, die jüngsten sind Kurt und Karl.

...

Rudolf und Flora Sachs sorgen nicht nur für eine religiöse Erziehung ihrer Kinder, Rudolf gibt an drei seiner Söhne offenbar auch das Interesse am Handel mit Textilien weiter. Sein ältester Sohn Max ist zum Nachfolger bei Sachs & Berlowitz bestimmt, Kurt und Karl handeln später ebenfalls mit Stoffen. Ignatz hingegen, der am Weimarer Realgymnasium das Abitur macht, interessiert sich mehr für die Rechtswissenschaften: In Jena studiert er Jura, danach geht er ins südthüringische Meiningen, um dort sein Referendariat zu leisten. 1913 hat er sein zweites Staatsexamen geschafft und arbeitet fortan als Rechtsanwalt. Ende der zwanziger Jahre leitet er zudem ein Notariat.

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Während die ersten das Land verlassen, erhält Kurt Sachs erstaunlicherweise noch 1935 „im Namen des Führers“ ein weiteres Ehrenkreuz für Frontkämpfer. Sein in Meiningen lebender Bruder Ignatz Sachs bekommt den gesetzlich verordneten Antisemitismus früher zu spüren: Am 19. April 1933 wird er gezwungen, sein Notariat aufzugeben. Er arbeitet weiterhin als Rechtsanwalt und wird bald der einzige noch verbleibende jüdische Rechtsanwalt Meiningens sein. Im August 1938 soll er die rechtliche Betreuung der jüdischen Einwohner Meiningens übernehmen, doch erhält er schon einen Monat später Berufsverbot.17

Während dieser Zeit reift in ihm der Entschluss zur Flucht, und sicherlich diskutiert er auch mit seinen Brüdern Karl und Kurt über das Thema.

...

Kurt und Karl Sachs werden – wie auch die Familien Berlowitz, Leopold, Ortweiler und Kahn – 1938 zur „Arisierung“ ihrer Geschäfte gezwungen. Sachs & Berlowitz wird zum „Kaufhaus mit Herz“18 Hugo Oxen, ihre Textilunternehmen müssen die Brüder Sachs aufgeben. Kurts und Karls wirtschaftliche Existenz ist damit zerstört, ihnen bleibt nur noch die Flucht unter Zurücklassung jeglichen Vermögens oder ein Leben in Armut und Rechtlosigkeit.

Rückhalt bekommen die Sachs-Brüder von ihren Nachbarn: Kurts Nachbar, der Tischlermeister Werner Dünnebeil, und andere im Lutherhof wohnende Familien begegnen ihm weiterhin freundlich; Karl wird von seinem Wohnungsnachbarn unterstützt, dem Schlosser Albert Heubner, der später selbst von der Gestapo verfolgt wird.19

Die Sachs-Brüder gehören zu jenen Weimarer Juden, die im Verlauf der Reichspogromnächte verhaftet und nach Buchenwald verschleppt werden. Wer kann, flüchtet nach seiner Entlassung aus Buchenwald ins Ausland –, solange es noch möglich ist. Das Zeitfenster der möglichen Auswanderung schließt sich rasch.20

...

Kurts Sohn Peter berichtet später über diese Zeit: „Mein Onkel Ignatz, der in Meiningen wohnte, war auf der Reise nach Weimar und hat dadurch die Verhaftung vermieden.“ Da Peters Mutter Lilly 1937 starb und er als Neunjähriger nun allein zu Hause ist, wird er „in den drei Wochen, als Kurt und Karl im K.L. waren, […] nach Hamburg zu Freunden geschickt.“

Am 2. Dezember werden sein Vater und sein Onkel Karl entlassen. Ignatz erhält noch im selben Monat eine „Sicherungsanordnung“ über sein Vermögen.21 Damit darf er nicht mehr frei über sein Geld verfügen. Peter Sachs berichtet: „Nach der Entlassung sind wir (Kurt, Ignatz und ich) nach Südamerika ausgewandert. Karl ging nach China.“

Wohl, weil sie Verwandte in Bogotá haben, gelingt Ignatz, Kurt und Peter die Flucht. Karl schafft es nach Shanghai.

Also cf.

https://lernort-weimar.de/stolpersteine/liste/

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Karl Sachs's Timeline

1890
1890
Bibra, Grabfeld, TH, Germany
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