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Leonie Ratz (Ribbentrop)

Also Known As: "Lonny Ratz"
Birthdate:
Birthplace: Kaliningrad, Kaliningrad, Russia
Death: Died
Immediate Family:

Wife of <private> Buchwald and Erwin Ratz
Mother of Brigitte Ratz-Maróthy

Occupation: Violinistin
Managed by: Tobias Rachor (C)
Last Updated:
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Immediate Family

About Leonie Ratz

1. Georg Wolfbauer, Wolfbauer Familienarchiv - 1929, Verband der Wolfbauerfamilien, Graz, Austria 19.03.1929- Letzte Überarbeitung am 12.07.1930, 42, Steiermärkisches Landesarchiv Graz.

Das Verwandtschaftsverhältnis zu:

1. Ullrich Friedrich Willy Joachim Ribbentrop, seit 1925 von Ribbentrop (* 30. April 1893 in Wesel; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg) war ein einflussreicher Politiker in der Zeit des Nationalsozialismus und von 1938 bis 1945 Außenminister des Deutschen Reiches. Ribbentrop war seit dem 30. Mai 1933 SS-Ehrenführer im Range eines SS-Standartenführers und stieg rasch weiter in der Hierarchie der SS auf. 1938 erhielt er durch Heinrich Himmler die SS-Mitgliedsnummer 63.083 zugeteilt und wurde nun auch offiziell als Mitglied des „Stabes Reichsführer-SS“ geführt.

2. Oberstleutnants Richard Ullrich Friedrich Wilhelm Ribbentrop und Johanne Sophie Hertwig.

3. Gertrud von Ribbentrop (1863-1943), deren Vater Karl Ribbentrop

4. Friedrich Wilhelm Christian Johann Ribbentrop, ab 1823 von Ribbentrop (* 6. Oktober 1768 auf Domäne Mariental, Landkreis Helmstedt, Niedersachsen; † 7. Februar 1841 in Potsdam), Wirklicher Geheimer Rat, Verwaltungsjurist, einflussreicher Militär und Reformer der preußischen Militärverwaltung, Generalintendant der preußischen Armee während der Befreiungskriege 1815 und ab 1835 Chefpräsident der königlich preußischen Ober-Rechnungskammer in Potsdam, Dr. iur. und Dr. phil. h.c.

sind noch nicht geklärt.

Kaliningrad (russisch Калининград, bis 1946 Königsberg, russisch Кёнигсберг) ist die Hauptstadt der Oblast Kaliningrad, einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen mit Zugang zur Ostsee. Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt sowie Wirtschafts- und Kulturzentrum mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen. Kaliningrad hat 423.651 vorwiegend russische Einwohner (Stand: 1. Januar 2006). Bis 1945 gehörte Königsberg zum Deutschen Reich und war die Hauptstadt Ostpreußens.

Kaliningrad ist die westlichste Großstadt Russlands und liegt 4,8 Meter über dem Meeresspiegel. Sie befindet sich im Westen der Oblast Kaliningrad am Fluss Pregel (Pregolja), der durch Kaliningrad fließt und westlich der Stadt ins Frische Haff (Kaliningradski Zaliw) mündet. Dieses wiederum wird durch die schmale Halbinsel der Frischen Nehrung von der Ostsee abgegrenzt. Der am 15. November 1901 eröffnete Königsberger Seekanal (heute: „Kaliningrader Seekanal“) verbindet die Stadt mit dem 50 Kilometer entfernten Pillau (Baltijsk) und mit dem offenen Meer.

Die Landschaft ist durch weite Ebenen geprägt, die bisweilen von Moränenhügeln unterbrochen werden.

Im Norden und Westen grenzt die Stadt an die Halbinsel Samland (Semljandskij Poluostrow), im Osten und Süden an die Pregelniederung.

Die Stadt wird in fünf Stadtbezirke eingeteilt:

Baltijski (Baltisches Viertel)

Moskowski (Moskauer Viertel)

Leningradski (Leningrader Viertel)

Oktjabrski (Oktoberviertel)

Zentralny (Zentrum - nordwestlich des historischen Zentrums)

Einige Stadtteile: Altstadt, Kneiphof, Löbenicht, Tschkalowsk

Königsberg (amtlich bis 1936 Königsberg i. Pr., dann bis 1945 Königsberg (Pr)) war von 1457 bis 1945 Hauptstadt des östlichen Preußen (Deutschordensland, ab 1525 Herzogtum Preußen, ab 1773 Provinz Ostpreußen). Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt fast völlig zerstört und von der Sowjetunion erobert. Die letzten deutschen Bewohner wurden 1948 vertrieben.

Im Russischen traditionell Кёнигсберг (Kjonigsberg) genannt, wurde 1946 der Name Kaliningrad eingeführt. In der heutigen Stadt, Verwaltungssitz der russischen Exklave Oblast Kaliningrad, wohnen zugewanderte Russen, Weißrussen und Angehörige anderer Volksgruppen aus der ehemaligen Sowjetunion sowie deren Nachkommen. Eine Rückbenennung, ähnlich wie bei St. Petersburg, wurde nach 1990 diskutiert, aber nicht umgesetzt. Die russische Stadt setzt sich heute mit der Königsberger Geschichte vor 1945 auseinander, die in diesem Artikel behandelt wird. Die polnische traditionelle Bezeichnung Królewiec ist im Namen des nordöstlichen Weichselarms Wisła Królewiecka (Königsberger Weichsel) erhalten.

Das Gebiet Königsbergs liegt zu beiden Ufern der Mündung des Flusses Pregel, der dort das Frische Haff erreicht. Dieses wiederum wird durch die schmale Halbinsel der Frischen Nehrung von der Ostsee abgegrenzt. Durch den Königsberger Seekanal zum 50 km entfernten Hafen Pillau besteht eine direkte Verbindung zum Meer. Auf dem Straßen- bzw. Schienenweg ist Berlin etwa 650 km entfernt. Die Halbinsel Samland mit ihren Ostseebädern Cranz, Neukuhren, Palmnicken und Rauschen wird von den Königsbergern als Naherholungsgebiet genutzt.

Königsberg war die Hauptstadt Ostpreußen. Es war der Regierungssitz des Regierungsbezirks Königsberg und Stadtkreises Königsberg. Die wichtigsten Institutionen dieses Verwaltungs-, Verkehrs- und Wirtschaftsmittelpunkts Ostpreußens waren: eine Oberpostdirektion, eine Reichsbahndirektion, ein Landesfinanzamt, ein Hauptzollamt, ein Polizeipräsidium, ein Amts-, Land- und Oberlandesgericht. Es waren sowohl die königliche Regierung wie auch das Landeshaus in Königsberg beheimatet

Stadtteile:

Altstadt

Tragheim

Vorstadt

Ponarth

Devau

Kalthof

Maraunenhof

Lomse

Löbenicht

Haberberg

Vorderhufen

Mittelhufen

Kohlhof

Amalienau

Palwehof

Juditten

Kneiphof

Steindamm

Hufen

Lieb

Mühlenhof

Kosse

Contienen

Lomse

Sackheim

Roßgarten

Pregelwiesen

Rosenau

Nasser Garten

Ratshof

Lawsken

Tannenwalde

Im Stadtgebiet von Königsberg lag einst die Burg Twangste, die schon bei Tacitus neben dem Handelsplatz Truso als Ausgangspunkt der Bernsteinroute nach Rom erwähnt wird. Der Ortsname Twangste, auch Tuwangste, Twangst, Twongst, Twoyngst bezeichnete einen Siedlungsplatz, der im späteren Stadtteil Burgfreiheit gelegen hat. Litauische Linguisten interpretieren den Namen als „Teich mit Damm“, womit der Schloßteich gemeint ist. Dieser Teich hatte in früheren Jahren einen offenen Abfluss zum Pregel. Nach deutschen Quellen leitet sich der Name Twangste jedoch aus dem gotischen Wort „wangus“ ab, was einen Holzschlag, eine Lichtung in einem halb gerodeten Eichwald bezeichnet. Peter von Dusburg spricht davon, dass die Preußen das Kastell, das die Ordensritter 1225 an der zu seiner Zeit „alte Burg“ genannten Stelle nach dem dort befindlichen Walde Tuwangste genannt hätten.

Entlang des Pregels gab es bereits steinzeitliche Funde, und in der jüngeren Bronzezeit erlebten die Dörfer des Samlands einen Aufschwung, Twangste tritt dagegen noch nicht in Erscheinung. Erst zur Gotenzeit weist eine archäologische Karte ein Waffengrab im Königsberger Stadtgebiet aus, nachdem an dieser Stelle während sämtlicher Epochen zuvor keinerlei Funde nachweisbar sind. Der Siedlungsort muss für die einheimischen Prußen unattraktiv gewesen sein, obwohl es von der Lage her objektiv für einen Wohnplatz geeignet schien. Es lag etwa 20 Höhenmeter über dem Pregel auf einer wasserdurchlässigen Anhöhe, bot gute Aussicht auf eventuell sich nähernde Feinde und lag in günstiger Entfernung zu Wasserstellen, alles in allem ideale Voraussetzungen zum Wohnen. Zu begründen ist diese Verweigerung diese Stelle als Wohnplatz anzunehmen einzig in der heidnischen Naturreligion der baltischen Prußen. Im Schwedischen bedeutet „wangus“ freies Feld im Sinne von terra inculta, also ungenutztes Land. Bekannt ist, dass es im Samland keine kompakte Besiedlung durch die Goten gegeben hat, dass sie dort aber eine Weile lang die soziale Oberschicht gebildet hatten, bis sie sich dann entschlossen abzuwandern. Was den Siedlungsplatz für Prußen ungeeignet machte, war der Bewuchs mit Eichen, denn die waren das Symbol für den Donnergott Perkunos und standen somit unter Tabu. Es kann sich also bei der Siedlung Twangste nur um eine gotische Gründung handeln, die etwa um die Zeitenwende stattgefunden haben muss.

Twangste dürfte bis zum 8. Jahrhundert ein unbedeutendes Dorf gewesen sein, denn die internationalen Handelsrouten führten entlang der Haffstrände, der binnenlandigen Haffufer und natürlich über See. Lediglich Handelswege ins Binnenland führten den Pregel entlang. Auch die undurchdringliche Wildnis, die südlich von Ponarth begann, schloss aus, dass Twangste Anschluss an die große weite Welt haben konnte. Diese Urwälder wurden erst gegen 1400 trockengelegt und gehörten lange Zeit zum Waldamt Brandenburg und nicht zur Stadt Königsberg. Twangste wird erst in den späteren kriegerischen Zeiten, von denen Wulffstan berichtet, zu einer Fliehburg ausgebaut worden sein, als längst der ehemalige Eichwald aus dem prußischen Gedächtnis verschwunden war. Diese Burg dürfte in den samländischen Revolten gegen den Orden eine große Rolle gespielt haben. Vermutlich wurde sie vom Orden geschliffen und zu einem Kastell ausgebaut, sonst hätte Peter von Dusburg nicht von "alter Burg" sprechen können.

Um 100 vor Chr. wanderten die Goten in das Gebiet an und östlich der Weichselmündung ein und blieben dort bis ins 2. bis 3. Jh. nach Chr. . Ihre materielle Hinterlassenschaft (Wielbark-Kultur) zeigt eine Mischung aus skandinavischen und anderen Elementen. Ansonsten wohnten an der Südostküste der Ostsee schon damals Balten, von den antiken Autoren Aesti genannt. Erstmals im 10. Jahrhundert wird der Stammesname Bruzi (Prußen) erwähnt. Nach vergeblichen Versuchen, die Prußen zu unterwerfen und zu christianisieren, wandte sich der polnische Seniorherzog Konrad von Masowien um Hilfe gegen die Prußen an den Deutschen Orden, der sich von ihm als Vorleistung für die Zurückwerfung das Culmer Land und alle zukünftigen Eroberungen vermachen ließ. 1231 begann der Deutsche Orden mit der Unterwerfung der Prußen. Während diese durch den Eroberungskrieg stark dezimiert wurden, rief der Orden deutsche Siedler ins Land. Die Stadtteile Königsbergs waren zuvor prussische Dörfer: Juditten (prußisch: schwarz), Kosse (pr.: kleine krüppelige Bäume), Tragheim (pr.: Lichtung und Dorf), Sackheim (pr.: Kieferharz, Dorf), Laak (pr.: Haselstrauch), Ponarth (pr.: in der Nähe der Überschwemmung). Auch Kneiphof, der Name der Dominsel, leitet sich vom Prussischen ab und bedeutet umflutet sein, überschwemmt werden. Die Dominsel wurde erst während der Ordenszeit 1327 befestigt und besiedelt.

Das Gebiet der späteren Stadt an der Ostsee war um das Jahr 1000 n. Chr. von den zu den Balten gehörenden heidnischen Prußen bewohnt. Der Deutsche Orden, der seit den 1220er Jahren die Christianisierung der Balten betrieb, errichtete 1254 auf Anregung des beim Kreuzzug mitwirkenden böhmischen Königs Ottokar II. anstelle der eroberten und zerstörten prussischen Burg Tvankste oder Tuwangste zum Schutz und Trutz gegen die heidnischen Prußen zunächst eine hölzerne Burg. Diese provisorische Befestigung, Conigsberg genannt, wurde bis 1257 in einen Steinbau umgewandelt.

Im Umfeld der Burg entstanden drei Ordensstädte namens Altstadt, Löbenicht und Kneiphof, die jeweils eine eigene Verwaltung hatten und ihre Befestigung, einen Markt und eine Kirche erhielten. Ihre Bürger waren Deutsche, die vom Orden angesiedelt worden waren. Allgemein wird das Jahr 1255 als Entstehungsjahr der Gesamtstadt angesehen. Die Altstadt wurde 1256 im Gebiet des späteren Steindammes angelegt und wurde nach der Zerstörung durch die Prußen im Jahre 1263 in dem Tal unterhalb des Schlossbergs wieder aufgebaut. Sie erhielt 1286 das Stadtrecht und wurde 1340 Mitglied der Hanse.

Die Kneiphofinsel war seit 1322 geistlicher Bezirk, für den zwischen 1330 und 1380 der Dom errichtet wurde. Nach dem Verlust der Marienburg 1457 wurde die Burg Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens.

Als im 15. Jahrhundert die preußischen Stände gegen die Herrschaft des Ordens aufbegehrten, den Preußischen Bund gründeten und sich bei Garantie großzügiger Privilegien der polnischen Krone unterstellten, war Königsberg zunächst mit dabei, kehrte dann aber wieder zur Loyalität mit dem Orden zurück. Nach dem Dreizehnjährigen Krieg wurde 1466 im Zweiten Frieden von Thorn Preußen geteilt. Zum Preußen Königlichen Anteils, mit Polen in Personalunion, ab der Lubliner Union von 1569 in Realunion verbunden, gehörte auch die Marienburg, bis zum Dreizehnjährigen Krieg Hauptsitz des Ordens. Königsberg gehörte zu der dem Deutschen Orden verbleibenden Hälfte Preußens. Hauptsitz des Ordensstaates war es schon seit 1455.

1525 führte der bisherige Hochmeister Markgraf Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach die Reformation ein und wandelte den ihm verbliebenen Rest des preußischen Ordensstaates in das weltliche Herzogtum Preußen unter polnischer Lehenshoheit um. Da das Herzogtum sich nur auf den östlichen Teil Preußens erstreckte, führten er und seine Nachfolger den Titel „Herzog in Preußen“ und nicht „Herzog von Preußen“.

1544 wurde die Universität in Königsberg („Albertina“) von Herzog Albrecht gegründet, die erste evangelische. Auch um die Astronomie machte er sich verdient, die Preußische Tafeln von Erasmus Reinhold wurden durch den Herzog teilfinanziert, Königsberg wurde durch die Wahl als Nullmeridian[1] deren Bezugspunkt. Sie trugen maßgeblich zur Verbreitung der Lehre des 1543 gestorbenen Nikolaus Kopernikus bei. Dieser hatte als Domherr im Bistum Ermland gewirkt, das der polnischen Krone stärker unterstand, aber fast rundherum vom Herzogtum Preußen umschlossen wurde.

Der Rektor des Gymnasiums in Elbing, Willem van de Voldersgraft, kam zur Königsberger Albertina und war gleichzeitig ein Rat des Herzogs. Der preußische Historiker Christoph Hartknoch beschrieb das Leben des Rates und Rektors in seiner Vita Guilielmi Gnaphei (Acta Borussica III).

Der zweite Herzog Albrecht Friedrich (Preußen) litt unter Trübsinn und wurde deswegen durch Administratoren vertreten. Als er 1618 ohne männliche Nachkommen starb, wurde durch Erbfolge Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg Herzog in Preußen.

Wie auch ihre Vorgänger, die Hochmeister seit 1466, mussten die Herzöge die polnische Lehnshoheit über das Herzogtum anerkennen. Durch geschickte Politik gelang es ca. 200 Jahre später dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (dem „Großen Kurfürsten“), die volle Souveränität über das Herzogtum Preußen zu erlangen (Verträge von Labiau 1656, Wehlau und Bromberg 1657 und Oliva 1660). Dazu gehörte Königsberg, das damals noch aus den drei selbständigen Teilstädten Altstadt, Kneiphof und Löbenicht bestand. Die Königsberger Stände wehrten sich gegen die absolutistischen Bestrebungen des Kurfürsten und versuchten, dafür Unterstützung aus Polen zu bekommen, wie zweihundert Jahre vorher der Preußische Bund. Der Kurfürst schlug diesen Königsberger Aufstand mit militärischen Mitteln nieder und konnte so seine Macht und Steuern für sein stehendes Heer durchsetzen.

1701 wurde das Herzogtum Preußen zum Königreich erhoben und Kurfürst Friedrich III. krönte sich am 18. Januar in der Königsberger Schlosskirche als Friedrich I. zum König in Preußen, da dies nicht Teil des Heiliges Römisches Reich war, in dem es nur einen König geben konnte, den Kaiser. Erst Friedrich der Große konnte sich 1772 nach dem Erwerb der bislang polnischen Westhälfte des eigentlichen Preußens König von Preußen nennen. Mit dem Erwerb des preußischen Königstitels setzte sich für die vom brandenburgischen Kurfürsten bzw. König in Preußen regierten Territorien die Bezeichnung Königlich preußische Staaten, kurz Preußen, durch, so dass 1701 Preußen i. S. des preußischen Gesamtstaates entstand. „Preußen“ ist somit politisch aus dem hohenzollernschen Brandenburg hervorgegangen, verdankt aber seinen Namen dem östlichen Preußen um Königsberg.

1708 bis 1710 hatte Ostpreußen große Bevölkerungsverluste durch die Pest. Diese wurden unter dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. durch eine forcierte Ansiedlungs- und Wirtschaftspolitik größtenteils wieder ausgeglichen (beispielsweise 1732 Ansiedlung der Salzburger Exulanten, den letzten im Erzbistum Salzburg noch verbliebenen Protestanten, die durch Erzbischof Firmian vertrieben wurden). In den Kriegen Friedrichs des Großen 1740 bis 1763 wurde Ostpreußen mit Königsberg wiederholt Kriegsschauplatz und 1758 von russischen Truppen besetzt.

1724 wurden am 13. Juni die drei Städte Altstadt, Kneiphof und Löbenicht zur Stadt Königsberg vereinigt. Im selben Jahr wurde in Königsberg der wohl berühmteste Sohn der Stadt, der Philosoph Immanuel Kant geboren. Kant soll in seinem Leben kaum seine Heimatstadt verlassen haben. Durch ihn wurde die Königsberger Universität zu einem Zentrum der Philosophie.

1730 wurde in Königsberg Johann Georg Hamann geboren, den man den Magus des Nordens nannte. Er war Philosoph und Schriftsteller. Der Schriftsteller, Musiker, Komponist und Jurist E.T.A. Hoffmann wurde 1776 in Königsberg geboren.

Als sich Friedrich II. 1772 an der ersten polnischen Teilung beteiligte, kam das Land an der unteren Weichsel als Westpreußen unter die Herrschaft der Hohenzollern. Seitdem unterschied man die Provinzen Westpreußen und Ostpreußen. Hauptstadt der letzteren war Königsberg. Um 1800 zählte Königsberg mit etwa 60.000 Einwohnern zu den größten deutschen Städten (zum Vergleich: Berlin ca. 170.000, Köln und Frankfurt/Main je ca. 50.000, München ca. 30.000).

Auch in den Napoleonischen Kriegen war Ostpreußen mit Königsberg und Memel wichtiger Schauplatz, als Flucht- und Rückzugsgebiet der preußischen Armee und des Königs nach den Niederlagen gegen Napoleon 1807. Nach der Niederlage der Grande Armée Napoleons in Russland begann von Ostpreußen aus die organisierte Befreiungsbewegung gegen Napoleon, als am 30. Dezember 1812 die Militärkonvention von Tauroggen zwischen dem preußischen General Yorck von Wartenburg und dem Befehlshaber in russischen Diensten Hans Karl von Diebitsch unterzeichnet wurde.

1829 wurden die beiden Provinzen Ost- und Westpreußen als „Provinz Preußen“ mit der Hauptstadt Königsberg vereinigt. Nach der erneuten Teilung 1878 war die Stadt wiederum nur Provinzhauptstadt Ostpreußens. Königsberg war auch Verwaltungssitz des gleichnamigen Regierungsbezirkes und Sitz zahlreicher Behörden. 1860 wurde der Bau der Preußischen Ostbahn, die Königsberg an Berlin anschloss und die Stadt zu einem wichtigen Knotenpunkt im innereuropäischen Verkehr machte, vollendet.

Erst Wilhelm I. ließ sich wieder in Königsberg zum König krönen, am 18. Oktober 1861 in der Schlosskirche. Die eigens für die Zeremonie angefertigten Kronkarkassen sind im 2. Weltkrieg verschollen.

Der 1834 gegründete Deutsche Zollverein und der 1867 gegründete Norddeutsche Bund umfassten im Gegensatz zum Heiligen Römischen Reich und dem 1815 gegründeten deutschen Bund auch Ostpreußen. Damit war Königsberg nun eine Stadt in Deutschland. Seit 1871 gehörte es zum Deutschen Reich. In der Folge erlebte Königsberg einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die das Wachstum der Stadt behindernden Festungsanlagen geschleift. Durch den Versailler Friedensvertrag war Ostpreußen vom übrigen Reichsgebiet abgetrennt worden, was insbesondere zu großen wirtschaftlichen Problemen führte. Diese wurden durch eine gezielte Wirtschaftspolitik (siehe Ostmesse) und andere Maßnahmen (siehe Seedienst Ostpreußen) gemildert.

Im Jahr 1920 eröffnete Reichspräsident Friedrich Ebert im Königsberger Tiergarten die erste Ostmesse, die bis 1941 regelmäßig abgehalten wurde. 1919 wurde der von Hans Hopp entworfene erste zivile Flughafen Deutschlands in Königsberg-Devau in Betrieb genommen. Die Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes am südlichen Stadtrand im Jahre 1929 ermöglichte die Umgestaltung des ehemaligen Bahnhofsgeländes. Die ehemaligen Festungsanlagen wurden in einen Grüngürtel mit zahlreichen Parks umgewandelt, der schließlich 602 Hektar umfasste.

Königsberg war während der Diktatur des Nationalsozialismus Sitz der Gauleitung für Ostpreußen unter Gauleiter Erich Koch. Im Zweiten Weltkrieg kam es nach Kriegsbeginn mit der UdSSR zu einigen Bombenangriffen auf Königsberg durch die sowjetische Luftwaffe, die mit dem Vorrücken der deutschen Streitkräfte allerdings bald zum Erliegen kamen. Danach blieb Königsberg aufgrund seiner entfernten Lage im Nordosten des Deutschen Reiches lange Zeit von den Kriegsgeschehnissen verschont, bis es in den Nächten vom 26. zum 27. August 1944 sowie vom 29. zum 30. August 1944 von Bomberverbänden Großbritanniens stark zerstört wurde. Weite Teile Königsbergs brannten über mehrere Tage. Der historische Stadtkern, bestehend aus den Stadtteilen Altstadt, Löbenicht und Kneiphof war praktisch vollständig zerstört, darunter der Dom, das Schloss, sämtliche Kirchen der Innenstadt, die alte und die neue Universität sowie das alte Speicherviertel. Etwa 200.000 Königsberger waren obdachlos geworden.

Die Ende Januar 1945 im der Schlacht um Ostpreußen abgeschnittene und zur „Festung“ erklärte Stadt verteidigte sich drei Monate lang, ehe sie von sowjetischen Truppen eingenommen wurde. Die Militärführung der Stadt unter General Otto Lasch ergab sich den sowjetischen Einheiten am 9. April 1945. Zu diesem Zeitpunkt standen die sowjetischen Soldaten bereits auf dem Universitätsplatz, unter dem sich der Bunker von Lasch befand. Der vorangegangene aussichtslose Straßen- und Häuserkampf hatte auf beiden Seiten hohe Verluste, auch in der Zivilbevölkerung, gefordert und war von zahlreichen Grausamkeiten und Kriegsverbrechen begleitet.

Auf der Potsdamer Konferenz hatten die Siegermächte beschlossen, das nördliche Ostpreußen unter die Verwaltung der Sowjetunion zu stellen. Am 17. Oktober 1945 gliederte die UdSSR dieses Gebiet der Russischen Sowjetrepublik an und machte Königsberg zum Verwaltungssitz des neu gegründeten Kaliningradskaja Oblast (dt. „Bezirk Kaliningrad“, kurzzeitig war der Name Kenigsbergskaja Oblast gebräuchlich). 1946 wurde Königsberg offiziell in Kaliningrad umbenannt.

Nach einer Zählung im August 1945 befanden sich noch ca. 100.000 deutsche Zivilisten, meistens Frauen, Kinder und Alte in der Stadt. Diese wurden von der sowjetischen Besatzungsmacht festgehalten, um als Zwangsarbeiter in ihrer eigenen Heimat ausgenutzt zu werden. Als 1948 die Deutschen aus Königsberg endgültig vertrieben wurden, waren von diesen 100.000 Menschen nur noch etwa 20.000 am Leben. Die „fehlenden“ 80.000 waren Seuchen, Hungersnöten und Übergriffen zum Opfer gefallen.

Im Oktober 1947 wurde damit begonnen, die bis dahin noch in Kaliningrad und dem umliegenden Gebiet verbliebene deutsche Bevölkerung in Richtung Westen abzutransportieren.

Nur eine Handvoll Königsberger, die den Abtransport nach Westen verpasst hatten, verblieben in der Stadt.

Erst 1990, nach Öffnung der Region (Rayon) Kaliningrad, war es dieser verbliebenen deutschen Minderheit möglich, ihre wahre ethnische Identität zu offenbaren. Ihr Schicksal war Mitte der 1990er Jahre Medienereignis in russischen und deutschen Magazinen.

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Leonie Ratz's Timeline

1900
August 20, 1900
Kaliningrad, Kaliningrad, Russia
1929
July 29, 1929
Age 28
Vienna, Vienna, Austria
1981
1981
Age 80
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