Udo Jürgens (Bockelmann)

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Udo Jürgen Bockelmann

Birthdate:
Birthplace: Klagenfurt, Carinthia, Austria
Death: December 21, 2014 (80)
Gottlieben, Kreuzlingen District, Thurgau, Switzerland
Immediate Family:

Son of Rudolf Bockelmann and Käthe Bockelmann
Ex-husband of Private and Private
Father of Private; Private; Private and Private
Brother of John Bockelmann and Private

Managed by: Private User
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Immediate Family

About Udo Jürgens (Bockelmann)

Udo Jürgens (* 30. September 1934 in Klagenfurt; bürgerlich: Udo Jürgen Bockelmann) ist ein österreichischer Komponist und Sänger deutscher Abstammung. Er besitzt neben der österreichischen seit 2007 auch die Schweizer[1] Staatsbürgerschaft. Er ist einer der bedeutendsten Unterhaltungsmusiker des deutschen Sprachraums und stilistisch zwischen Schlager, Chanson und Popmusik einzuordnen. Signifikant für seinen Erfolg ist insbesondere die Summe von über 100 Millionen verkauften Platten weltweit, zudem komponierte er in seiner Karriere mehr als 900 Lieder.

Jürgens’ Mutter stammte aus Schleswig-Holstein. Sein Vater war ein Sohn des deutschen Bankdirektors Heinrich Bockelmann und wurde in Moskau geboren. Die Familie floh nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs in das neutrale Schweden. Nach dem Krieg ließen sich die Bockelmanns auf dem Familiengut in Kärnten nieder. Jürgens’ Onkel mütterlicherseits war der Dadaist Hans Arp. Ein Onkel väterlicherseits, Werner Bockelmann (SPD), war von 1957 bis 1964 Oberbürgermeister von Frankfurt am Main.

Jürgens wuchs im elterlichen Schloss Ottmanach auf dem Magdalensberg in Kärnten zusammen mit seinen beiden Brüdern John und Manfred auf. Das Klavierspielen brachte er sich selber bei und erhielt erst später systematischen Unterricht. Als Jugendlicher erhielt er wegen schwacher körperlicher Leistungen einmal eine brutale Ohrfeige, die ihm eine verminderte Hörfähigkeit auf einem Ohr eintrug. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er Musik, unter anderem am Mozarteum in Salzburg.

Von 1964 bis 1989 war Jürgens mit dem ehemaligen Fotomodell Erika Meier, genannt Panja, verheiratet. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder, John Jürgens und Jenny Jürgens. Außerdem hat Udo Jürgens zwei nichteheliche Töchter. 1999 heiratete Udo Jürgens seine langjährige Lebensgefährtin Corinna Reinhold. Sie wohnten in Zumikon in der Schweiz, wo Jürgens heute noch wohnt. 2006 erfolgte die Scheidung. Im Februar 2007 erhielt Udo Jürgens die schweizerische Staatsbürgerschaft und ist nun österreichisch-schweizerischer Doppelbürger. Karriere

1950 gewann Udo Jürgens bei einem Komponisten-Wettbewerb des Österreichischen Rundfunks unter 300 Einsendungen mit dem Lied Je t’aime als jüngster Teilnehmer den 1. Preis. Seine ersten Auftritte unter dem Künstlernamen Udo Bolán fanden in kleineren Lokalen statt. Vom häufigen und langen Klavierspielen zog er sich einen dauerhaften Schaden am Handgelenk zu.

1959 erzielte er einen ersten Achtungs-Erfolg mit Jenny; der Titel wurde 1961 von Lale Andersen mit einem von Jürgens neu geschriebenen Text (Jonny) interpretiert.

1960 komponierte er für Shirley Bassey den Welthit Reach for the Stars. 1964 startete Udo Jürgens beim Eurovision Song Contest für Österreich in Kopenhagen. Er erreichte mit Warum nur, warum? den 5. Platz. Matt Monro verkaufte mit der englischen Version Walk Away auf Anhieb 1,5 Millionen Schallplatten, kam auf Platz 23 in den USA, Platz 4 in Großbritannien und belegte weitere Spitzenplätze in den Hitparaden rund um die Welt. Die deutschsprachige Originalversion wurde in Frankreich ein Nr.1-Hit. Jürgens komponierte gemeinsam mit der Sängerin Alexandra das Lied Illusionen, das ursprünglich in der englischen Übersetzung Frank Sinatra unter dem Titel If I Never Sing Another Song veröffentlichen wollte. Sinatra trat diesen Titel wegen einer Karrierepause an seinen Freund Sammy Davis Jr. ab. Dieser beendete von da an jeden seiner Konzert- und Fernsehauftritte mit diesem Lied. Ein Welthit wurde es zeitgleich für Shirley Bassey.

1965 nahm Udo Jürgens wieder am Eurovision Song Contest, diesmal in Neapel, teil und erreichte mit Sag ihr, ich laß sie grüßen Platz 4. 1966 nahm er zum dritten Mal teil und erreichte am 5. März in Luxemburg mit Merci Chérie den ersten Platz. Dieser verschaffte ihm den internationalen Durchbruch. Es folgten ausgedehnte Tourneen in alle Welt. In dieser Zeit nahm er Platten seiner Kompositionen in verschiedenen Sprachen auf. 1971 sang Udo Jürgens das Lied der ARD-Fernsehlotterie Zeig mir den Platz an der Sonne. Auch 1976 (Ein Lied für alle, die einsam sind) und 1980 (Ist das nichts?) sang er die Lieder der Fernsehlotterie. Griechischer Wein (1975) wurde ein großer Hit. Zur Ehrung und als Ausdruck des Dankes, das Leben der griechischen Gastarbeiter in Deutschland derart emotional ausgedrückt zu haben, empfing der griechische Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis Udo Jürgens und den Textdichter Michael Kunze in Athen. Das Lied wurde ins Griechische unter dem Titel Phile kerna krassi übertragen und zu einer Art Volkslied. Bing Crosby nahm das Lied unter dem Titel Come Share the Wine auf; später sang es auch Al Martino und hatte damit ebenfalls großen Erfolg. Udo Jürgens bestritt Tourneen durch Deutschland, Griechenland, Polen, Japan und Australien.

Udo Jürgens’ größter Verkaufserfolg war Buenos dias, Argentina mit der bundesdeutschen Fußballnationalelf. 1978 bekam er dafür nach fünf Wochen eine Goldene Schallplatte und nach zwei Monaten eine Platin-Schallplatte. Außerdem war dieser Schlager in einer Country-Musik-Fassung in Nordamerika sehr erfolgreich; Marty Robbins schaffte damit einen Platz 25 in den Country-Charts.

In den 1950er und 1960er Jahren spielte Jürgens in mehreren deutschen leichten Unterhaltungsfilmen mit und in den 1990er Jahren in den Fernsehserien Das Traumschiff und Ein Schloß am Wörthersee als Nebendarsteller.

Udo Jürgens komponierte bislang über 900 Lieder und veröffentlichte mittlerweile 50 Plattenalben. Er verkaufte bislang mehr als 100 Millionen Tonträger und zählt damit weltweit zu den Interpreten mit sehr hohen Verkaufszahlen.

In den Anfangsjahren wurde er meist als Schlagersänger gesehen, mittlerweile hat er mit seinem umfangreichen kompositorischen Werk die Grenzen dieses Genres längst gesprengt. Seine Liedtexte stammen von Textern wie Wolfgang Hofer sowie von ihm selber. Sie sprechen häufig gesellschaftliche Probleme an, z. B. Dekadenz (Cafe Größenwahn, 1993) oder Konsumrausch (Aber bitte mit Sahne, 1976). Mit Ein ehrenwertes Haus (1975) karikierte er die spießbürgerliche Bigotterie in Bezug auf die damals vielfach noch als problematisch empfundene „wilde Ehe“ – die „Ehe ohne Trauschein“. Auch zur Umwelt (5 Minuten vor 12, 1982), zum Wettrüsten (Traumtänzer, 1983), zur Drogenproblematik (Rot blüht der Mohn, 1983) und zur Integrationsproblematik (Griechischer Wein, 1974) nahm er Stellung.

Im Titel Gehet hin und vermehret Euch aus dem Blaue[n] Album von 1988 legte er dem Papst ein Bibelzitat in den Mund, um ihn wegen seiner Haltung zur Empfängsnisverhütung zu kritisieren und ihm die Schuld an der Überbevölkerung in Asien und Afrika zu geben.

Sein breit gefächertes Schaffen umfasst auch symphonische Kompositionen, wie Wort und Die Krone der Schöpfung, die mit den Berliner Philharmonikern aufgenommen wurden. Am 2. Dezember 2007 war die Premiere des Udo-Jürgens-Musicals Ich war noch niemals in New York in Hamburg am Operettenhaus.

1992 spielte Udo Jürgens auf der Donauinsel in Wien vor 220.000 Zuschauern; das Konzert gilt als das bisher größte Konzert in Europa.

Ein Markenzeichen seiner Live-Konzerte ist die Tatsache, dass er die Zugaben stets in einem weißen Bademantel singt.

Generationen von Kindern ist sein Lied Vielen Dank für die Blumen als das Titellied von Tom und Jerry sowie der Anfang seines Liedes Tausend Jahre sind ein Tag als Titelthema der Serie Es war einmal … der Mensch im deutschen Fernsehen bekannt. Er komponierte für die dritte Staffel der Das-Traumschiff-Reihe den Soundtrack sowie die offiziellen WM-Songs der deutschen Fußballnationalmannschaft zur WM 1978 (Buenos dias, Argentinia) und zur WM 1990 (Sempre Roma). Auch für die österreichische Fußballnationalmannschaft schrieb er den Song Wunderknaben zur WM 1998.

Mit Alexandra und Reinhard Mey schrieb er gemeinsam Lieder, und auch mit Rainhard Fendrich gab es gemeinsame Auftritte. Seine Lieder wurden von Howard Carpendale, durch die Sportfreunde Stiller und von anderen gecovert. Musicals

Bereits 1972 schrieb Udo Jürgens ein Musical mit dem Titel Helden, Helden, das auf George Bernard Shaws Theaterstück Helden basierte. Es wurde 1973 in Wien mit Michael Heltau in der Hauptrolle uraufgeführt.

Am 2. Dezember 2007 hatte das Musical Ich war noch niemals in New York im Operettenhaus Hamburg Weltpremiere. Alle Lieder darin stammen von Udo Jürgens und seinen Textdichtern. Selber tritt er nicht auf, die Lieder werden von den Darstellern gesungen.

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Udo Jürgens (Bockelmann)'s Timeline

1934
September 30, 1934
Klagenfurt, Carinthia, Austria
2014
December 21, 2014
Age 80
Gottlieben, Kreuzlingen District, Thurgau, Switzerland