Anna Magdalena von Wallenrodt

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Anna Magdalena von Wallenrodt

Birthdate:
Death:
Immediate Family:

Daughter of Martin Sigmund von Wallenrodt
Wife of Franz (Fromhold Christian) von Montowt
Mother of Christian Johann von Montowt

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About Anna Magdalena von Wallenrodt

Wallenrode (Adelsgeschlecht)

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Wappen nach dem Scheiblerschen Wappenbuch

Epitaph eines von Wallenrode in der Streitauer Kirche

Hausberg von Bad Berneck mit Ruine

Die Familie von Wallenrode (auch Wallenrod, Wallenrodt) ist ein altes fränkisches Adelsgeschlecht.

Inhaltsverzeichnis

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   * 1 Geschichte
         o 1.1 Ursprung
         o 1.2 Die von Wallenrode im Bernecker Raum
         o 1.3 Ruinen der Wallenroder Burgen
         o 1.4 Die Wallenrode und der Deutsche Orden
         o 1.5 Verbreitung
   * 2 Wappen
   * 3 Persönlichkeiten
   * 4 Literatur
   * 5 Einzelnachweise
   * 6 Weblinks
   * 7 Siehe auch

Geschichte [Bearbeiten]

Ursprung [Bearbeiten]

Die Familie von Wallenrode zählte zu den fränkischen Uradelsgeschlechtern und war aus der Familie der Förtsch hervorgegangen. Ihre Stammburg liegt in der Nähe der Stadt Wallenfels im Frankenwald. [1] Von der Burg sind keine Spuren mehr vorhanden. Sie treten als Ministeriale im Gefolge der Andechs-Meranier auf.

Die von Wallenrode im Bernecker Raum [Bearbeiten]

Mit der Herrschaft der Burggrafen von Nürnberg erhielt die Familie von Wallenrode Einzug in den Bernecker Raum, heute gelegen im Landkreis Bayreuth in Oberfranken. Sie verpflichteten sich dabei zum Wiederaufbau eines Burgstalls der Walpoten und errichteten die Burg Neuwallenrode (auch Hohenberneck genannt). Durch eine Pfandschaft gelangten sie über Generationen in die Positionen von Burghütern und Amtmännern der Burggrafen und daran anschließend der Markgrafen von Kulmbach bzw. Bayreuth.

In der Region bilden sich zwei Linien heraus: Die Wallenrode zu Streitau und die Wallenrode auf Marktschorgast, Hohenknoden und Plos. Mit Karl Friedrich von Wallenrode starb am 30. September 1739 die fränkische Linie der von Wallenrode aus.

Der Epitaph des letzten Wallenrode von Streitau befindet sich im Bayerischen Vogtlandmuseum in Hof und wurde aus dem aufgelassen Friedhof der Hofer Lorenzkirche geborgen.

Ruinen der Wallenroder Burgen [Bearbeiten]

Auf dem Hausberg von Bad Berneck finden sich heute diverse Ruinen. Von der ältesten Burg [2] sieht man noch den sogenannten Schlossturm und Mauerreste des Wohnbereichs. In der Nähe wurde eine Freilichtbühne [3] errichtet, die die Ruine als Kulisse miteinbezieht.

Zwischen der alten Burg und der Burg Neuwallenrode liegt die Ruine einer Kapelle, die von Veit von Wallenrode 1480 errichtet wurde, aber in der Zeit der Reformation wohl bereits wieder aufgegeben wurde.

Die Burg Neuwallenrode [4] [5] (oder auch Hohenberneck) wurde von Veit von Wallenrode in der Zeit von 1478 bis 1491 erbaut. Sie lässt als Ruine die Zugbrücke zum Torbogen einer inneren Anlage gut erkennen. Die Wohnanlage ist noch über zwei Stockwerke sichtbar.

Zur Zeit des Zweiten Markgrafenkrieges befanden sich die beiden Burgen bereits im Verfall. Das zugehörige Amt verlagerte sich nach Gefrees.

Die Wallenrode und der Deutsche Orden [Bearbeiten]

Die Familie von Wallenrode ist bekannt geworden durch ihre Verbindungen zum Deutschen Orden.

Konrad von Wallenrode (* zwischen 1330 und 1340; † 23. Juli 1393) war von 1390 bis zu seinem Tode Hochmeister des Deutschen Ordens. [6] In dieser kurzen Zeit führte er als Gegner der Polnisch-Litauischen Union mehrere Feldzüge gegen das Großherzogtum Litauen. Der Erfolg wurde erheblich gedämpft wegen einer vermutlichen Rivalität mit dem Großmarschall Engelhard Rabe von Wildstein, wodurch die Einnahme von Wilna scheiterte und viele Ritter gegen ihn revoltierten.

Johannes von Wallenrode [7] (* um 1370 in Wasserknoden; † 28. Mai 1419) war ebenfalls Ordensritter und im Laufe seiner Karriere als Geistlicher auch Erzbischof von Riga als Johannes V. (1393–1418) und Bischof von Lüttich als Johannes VII. (1418–1419). Er war der Neffe des Konrad.

Friedrich von Wallenrode war seit 1407 Ordensmarschall und fiel 1410 in der Schlacht bei Tannenberg.

Verbreitung [Bearbeiten]

   * Orte mit Hinweisen auf die Familie von Wallenrode: Bad Berneck, Streitau, Heinersreuth mit Altenplos, Marktschorgast, Ludwigschorgast, Wirsberg
   * Unmittelbar verwandte Adelsgeschlechter: Sparneck, Pappenheim

Sebastian von Pappenheim aus der Gräfenthaler Linie war mit Ursula von Wallenrode verheiratet. Ein Allianzwappen findet sich auf Schloss Wespenstein. In der Zeit um 1536 und 1538 ist ein Mathes von Wallenrod als Amtmann und Schösser auf dem Schloss Sonneberg belegt.

Wappen [Bearbeiten]

Das Wappen der Familie von Wallenrode zeigt eine quadratische silberne Gürtelschnalle auf rotem Grund, sie ist verziert mit Kleeblättern an den Ecken. Im offenen roten Flug wiederholt sich das Motiv. Bei der Linie der Wallenrode in Streitau besteht der Unterschied im Wappen lediglich in einem geschlossen Flug.

Die Gemeinde Heinersreuth erinnert in Elementen ihres Wappens an die Wallenroder. Sie saßen von 1549 bis 1728 in Altenplos.

Wappen der Familie von Wallenrode nach Siebmachers Wappenbuch

Wappen der Linie der Wallenrode zu Streitau

Wappen im Ingeram Codex

Wappen der Gemeinde Heinersreuth

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

   * Konrad von Wallenrode (um 1330/40–1393), Hochmeister des Deutschen Ordens (1390–1393)
   * Johannes von Wallenrode (um 1370–1419), Erzbischof von Riga (1393–1418) und Bischof von Lüttich (1418–1419) - siehe auch Johannes Ambundi
   * Georg von Wallenrode, Ritter des Deutschen Ordens
   * Kunigunde von Wallenrod (1480-1549), Äbtissin im Kloster Frauenaurach
   * Martin von Wallenrodt (1570–1632), herzoglicher Kanzler, Gründer der Wallenrodtschen Bibliothek
   * Christoph von Wallenrode (1644?–1711), Oberhofmarschall von Preußen, Mitglied im Schwarzen Adlerorden
   * Johanna Isabella Eleonore von Wallenrodt (1740-1819), Schriftstellerin von Frauenliteratur
   * Johann Ernst von Wallenrodt (1615–1697), Amtshauptmann von Tapiau und Landhofmeister des Deutschen Ordens
   * Agnes von Wallenroth († 1409), Äbtissin im Kloster Himmelkron

Literatur [Bearbeiten]

   * Hellmut Kunstmann: Burgen in Oberfranken II. Kulmbach 1955. S. 49-79.
   * Gustav Schmidt: Einstige Burgen um Bad Berneck. In: Heimatbeilage zum Oberfränkischen Schulanzeiger. Bayreuth 2002.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. ↑ http://www.burgeninventar.de/html/bay/KRON_big.html
  2. ↑ Burg Wallenrode bei burgenwelt.de
  3. ↑ Historisches Schauspiel des Theaters Bayreuth
  4. ↑ Burg Neuwallenrode bei burgenwelt.de
  5. ↑ Beschreibung der Burg Neuwallenrode
  6. ↑ Wappen des Hochmeisters Konrad von Wallenrode
  7. ↑ Ansgar Frenken: WALLENRODE, Johannes von. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 215–218.

Weblinks [Bearbeiten]

   *
      Commons: Wallenrode (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
   * Geschichte der Familie von Wallenrode nach Schoerrig

Siehe auch [Bearbeiten]

   * Liste fränkischer Rittergeschlechter
   * Wallenrodtsche Bibliothek

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Wallenrode_(Adelsgeschlecht)“

Kategorien: Wallenrode (Adelsgeschlecht) | Fränkisches Rittergeschlecht | Franken (Region) | Deutsches Adel

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http://www.goldbergknappen.de/html/ritter_v__wallenrode.html

    
Die Ritterschaft von Wallenrode
Quelle Schoerrig 1954 Archiv Günther Wein
      
          Der erste dieses hochangesehenen Geschlechts, Albert von Wallenrode, war der Sohn des Eberhard Forscho von Thurnau. Herzog Otto II. von Meranien stellte ihn als Marschall in seinen Dienst und übertrug ihm seine Burg Waldenrode auf dem heutigen Schloßberg. Mauthaus an der WidenRodach als Lehen. Albert Forscho von Thurnau nahm auf dieser Burg seinen Wohnsitz und nante sich nach ihr Albert von Waldenrode. Er tritt in Urkunden von 1244 und 1245 als Geldgeber und Zeuge für Otto von Meranien auf.
          Von der Stammburg Waldenrode (= Rodung im Walde)  aus gewannen seine Nachfolger dem Frankenwald neues Siedlungsland ab. Ihr Besitz dehnte sich immer weiter aus. Schließlich verfügten sie über freieigene Güter,u.a. in Ludwig- und Marktschorgast, Wirsberg, Strewitau, Hohen- und Wasserknoden, Altenbloß und Heinersreuth.
          In unserer Gegend bildeten sich zwei Geschlechtslinien: Die Waldenrode von Streitau und die Waldenrode auf Marktschorgast, Hohenknoden und BPloß. Eine Linie Berneck gibt es nicht. Die Wallenrode waren hier aber markgräfliche Amtleute und Burghüter.
         1406, 13. 06. verpfändet Burggraf Johann II. an die Brüder Johann von Wallenrode, Erzbischof zu Riga, und Arnold von Wallenrode gegen 3122 alte rheinische Gulden Burg und Markt Wirsberg, Burg und Stadt Berneck auf Wiederkauf und in “Amtmannsweise”.
               Als Amtleute saßen nun hier:
                    1406-1437 Arnold von Wallenrode,
                    1437-1448 Hans von Wallenrode, sein Bruder,
                    1448-1491 Veit von Wallenrode,der Erbauer der
                                       Burgkapelle und der Burg Neu-Wallen
                                       rode (Hohenberneck).Er erhielt 1474
                                       die markgräfliche Restschuld von 3000
                                       fl. ausbezahlt und gab das verpfändete 
                                       Schloß und Amt Berneck zurück, blieb
                                       aber hier Amtmann,
                    1553-1560  Mathes von Wallenrode, Erb- und Leh
                                        ensherr auf Streitau, Burghauptmann in
                                       Coburg. Ihm hatte der Markgraf gegen
                                       16 000 fl. Leihsumme seine Ämter
                                        Berneck und Stein verpfändet.
          Mit dem markgräflichen Burggut von Berneck waren belehnt (nach den Rittern von Hirschberg 1421-1480)<folglgende Herren von Wallenrode: Veit, bamberg. Hausvogt (1480-1532) Michel und Jörg (1532-1561), Hans Siegmund zu Ploß (1561-1611), Hans Ernst (1616-1621), Heinrich Gerhard (1622-1652), Heinrich Ernst und Friedrich Siegmund (bis 1687)

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aus Wikipedia:

Johannes von Wallenrode

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Wappen der Familie von Wallenrode nach Siebmachers Wappenbuch

Karte des Erzbistums Riga

Johannes von Wallenrode (* um 1370 in Wasserknoden; † 28. Mai 1419 in Alken bei Lüttich) war Ritter im Deutschen Orden und im Laufe seiner Karriere als Geistlicher auch Erzbischof von Riga als Johannes V. (1393–1418) und Bischof von Lüttich als Johannes VII. (1418–1419).

Johannes von Wallenrode wird in der Geschichtsschreibung auch als Johann und als von Wallenrodt genannt. Die Familie von Wallenrode ist ein fränkisches Rittergeschlecht mit kleinen Besitzungen in Oberfranken. Es erlangte aber über den Deutschen Orden großen Einfluss. Bekannteste Person ist Konrad von Wallenrode, er ist ein Onkel des Johannes. Das Grab befindet sich in der Kathedrale St. Lambert zu Lüttich.

Die Situation in Riga war geprägt von Spannungen zwischen dem Erzbistum und dem Deutschen Orden und den Bestrebungen des Deutschen Ordens seinen Einfluss gegenüber Polen und Litauen auszubauen. Johannes von Wallenrode trat mehrfach als Geldgeber für die Wittelsbacher in Erscheinung. In diplomatischen Funktionen war er u. a. mit Reisen nach Italien beauftragt.

Literatur [Bearbeiten]

   * Ansgar Frenken: Wallenrode, Johannes von. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 215–218.

Weblinks [Bearbeiten]

   * Das virtuelle Preußische Urkundenbuch – Regesten 1396
   * Das virtuelle Preußische Urkundenbuch – Regesten 1397
   * Johannes von Wallenrode im fränkischen Familienkontext
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Konrad von Wallenrode

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Wappen der Familie von Wallenrode nach Siebmachers Wappenbuch

Hochmeisterwappen Konrads von Wallenrode

Konrad von Wallenrode (auch Konrad von Wallenrod, Konrad von Wallenrodt; * zwischen 1330 und 1340; † 23. Juli 1393 [1] in Marienburg) war vom 12. März 1391 bis zu seinem Tod der 24. Hochmeister des Deutschen Ordens. Er stammte aus dem fränkischen Rittergeschlecht der von Wallenrode.

Inhaltsverzeichnis

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   * 1 Frühe Jahre und Aufstieg
   * 2 Die Zeit als Hochmeister
   * 3 Wappen
   * 4 Gedicht
   * 5 Literatur
   * 6 Weblinks
   * 7 Einzelnachweise

Frühe Jahre und Aufstieg [Bearbeiten]

Konrad von Wallenrode trat dem Deutschen Orden etwa 1370 bei. Hochmeister Winrich von Kniprode bezeichnet ihn 1377 als Komtur von Schlochau (Westpreußen). Seine eigentliche Karriere begann jedoch erst, als Konrad Zöllner von Rotenstein 1382 Hochmeister wurde.

Nach dem Tod von Kuno von Hattenstein, wurde Konrad Ordensmarschall und Komtur von Königsberg. Er wurde vor allem mit der Aufgabe betraut, die Organisation der Feldzüge gegen das Großherzogtum Litauen zu übernehmen. 1387 wurde er Komtur von Marienburg und Großkomtur des Deutschen Ordens. Zöllner starb 1390 und es schien nur eine Frage der Zeit, bis Konrad zum Hochmeister gewählt würde. Allerdings stieß er dabei auf großen Widerstand von Walrabe von Scharffenberg, dem Komtur von Danzig. Erst am 20. August 1391 wurde Wallenrode dann Hochmeister − dank der Unterstützung von zwei Wahlmännern, dem obersten Spittler und Komtur von Elbing, Siegfried Walpot von Bassenheim, und Rüdiger von Elner, dem Komtur von Tuchel und ehemaligen Großkomtur.

Die Zeit als Hochmeister [Bearbeiten]

Panoramaansicht der Marienburg

Konrads zweijährige Amtszeit, die am 12. März 1391 begann, war ausgefüllt mit Feldzügen gegen die Litauer. Lohmeyer[2] bezeichnet Konrad als "tapferen und kriegslustigen Ritter", seine Gegner sollen ihm den Beinamen "der Abtrünnige" gegeben haben. Den Kriegszügen gegen Litauen blieb ein nachhaltiger Erfolg jedoch verwehrt. Zudem näherten sich Litauen unter Fürst Vytautas und Polen unter König Władysław II. Jagiełło einander an (siehe auch Polnisch-Litauischen Union), die bündnispolitisch zum Teil auch mit der Unterstützung der piastischen Herzöge von Masowien und den Herzögen von Pommern rechnen konnten.

Konrad begann 1392 einen Feldzug gegen Litauen und teilte seine Armee in drei Divisionen: die erste unter Befehl von Arnold von Burgeln, Komtur von Balga, mit Richtung Masowien, die beiden anderen, die unter dem Kommando von Konrad und dem obersten Marschall Engelhard Rabe von Wildstein standen, rückten gegen Wilna. Als sie kurz vor der Einnahme der Stadt standen, die von polnischen Rittern verteidigt wurde, waren sie dennoch zum Rückzug gezwungen − eine Folge eines durch den Hochmeister verursachten Skandals. Von Wildstein wird als großer Kommandant und Taktiker beschrieben, der den Respekt seiner Soldaten genoss. Trotzdem wurde er durch Konrad als Großmarschall abgesetzt. Der Grund dafür ist nicht vollständig bekannt, aber man geht allgemein davon aus, dass der Hochmeister seinem Militärführer Wildstein den Erfolg neidete. Dies löste eine Revolte unter den Ordensrittern aus, die in großer Zahl hinter Wildstein standen. Konrad ließ sich dennoch nicht von seiner Entscheidung abbringen, und der Feldzug wurde aufgegeben. Dies half von Wallenrode, die Unstimmigkeiten in den eigenen Reihen auszuräumen, vor allem in den unteren preußischen Komtureien von Balga, Brandenburg und Ragnit, die unter Vorherrschaft des Großmarschalls standen.

Konrad gelang es in Besitz von vormals polnischem Gebieten zu kommen. So erwarb er einen Brückenkopf am linken Ufer des Grenzflusses Drewenz (Drwęca) und später das polnische Herzogtum Dobrzin.[2]

Herzog Władysław Opolski

Das Hochmeisterkreuz

Während seiner Regierungszeit leitete er intensive Wirtschafts- und Infrastrukturmaßnahmen in Preußen ein. Die Förderung des Handels durch den Orden verschärfte allerdings auch die Konkurrenzsituation vor Ort und trug zu einem Bild des Ordens als Fremdherrschaft bei.[2] Er vergab viele Ländereien an Deutsche und baute Schlösser in Gottersweder und Mittenburg. 1393 schuf er eine neue Komturei Ryne. Der erste Komtur war sein Bruder Friedrich von Wallenrode, später Komtur von Mewe, Straßburg (Brodnica) und oberster Marschall und Komtur von Königsberg, der 1410 in der Schlacht von Tannenberg fiel. Ein Neffe Konrads war Johann V. von Wallenrodt, Erzbischof von Riga von 1393 bis 1418.

Im Jahr 1392 bot Herzog Władysław Opolski Konrad eine Teilung Polens unter dem Heiligen Römischen Reich, dem Deutschen Orden, Brandenburg, Ungarn und den schlesischen Herzögen an, aber der Hochmeister lehnte ab. Im gleichen Jahr begann er eine andere militärische Aktion gegen Litauen zusammen mit ausländischen Kreuzrittern, darunter Heinrich von Derby, der spätere König Heinrich IV. von England. Holländische und französische Ritter unter Konrads Befehl griffen Gardinas an. Dies bewog Vytautas zu einer Friedenskonferenz, die in Thorn abgehalten wurde. Zehn Tage nach der Konferenz starb Konrad am 23. Juli 1393 wahrscheinlich an einem Schlaganfall, nach Lohmeyer aufgrund "schwerer innerer Entzündungen".[2]

Konrad von Wallenrode gilt als eine gewaltige Persönlichkeit der Ordensgeschichte, auch wenn später seine Gestalt durch tendenziöse und falsche Darstellung seiner Regentschaft verdunkelt wurde.

Wappen [Bearbeiten]

Das gemehrte Wappen als Hochmeister ist geviert. In den Feldern eins und vier findet sich das sogenannte Hochmeisterkreuz. In den Feldern zwei und drei wiederholt sich das Wappen der Familie von Wallenrode: eine quadratische silberne Gürtelschnalle auf rotem Grund, sie ist verziert mit Kleeblättern an den Ecken.

Gedicht [Bearbeiten]

Der polnische Dichter Adam Mickiewicz verfasste 1828 ein Gedicht namens Konrad Wallenrod, das den Namen und einige Daten des historischen Wallenrode übernimmt. Ansonsten wird jedoch eine stark abweichende Geschichte erzählt, die den polnischen Patriotismus anfachen soll. Darin ist Konrad eigentlich litauischer Herkunft und führt, als er sich dessen bewusst wird, die Ordensritter absichtlich in die Niederlage.

Literatur [Bearbeiten]

   * Karl Lohmeyer: Konrad von Wallenrodt. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 40. Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 732 f.
   * Anneliese Triller: Konrad von Wallenrodt. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 12. Duncker & Humblot, Berlin 1980, S. 516 f.
   * Ansgar Frenken: WALLENRODE, Johannes von. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 215–218. Dort auch: Ursprung und Verwandtschaften der Wallenroder.

Weblinks [Bearbeiten]

   * Wappen des Hochmeisters Konrad von Wallenrode

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. ↑ Datum nach NDB, ADB und BBKL nennen den 25. Juli 1393.
  2. ↑ a b c d K. Lohmeyer: Konrad von Wallenrodt. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 40. Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 732 f.

Vorgänger Amt Nachfolger

Konrad Zöllner von Rotenstein Hochmeister des Deutschen Orden

1391–1393 Konrad von Jungingen

Normdaten: PND: 121627446 (PICA) | VIAF: 59944966 | WP-Personeninfo

Personendaten

NAME Konrad von Wallenrode

ALTERNATIVNAMEN Wallenrod, Konrad von; ; Wallenrode, Konrad von; Wallenrodt, Konrad von; Konrad

KURZBESCHREIBUNG Hochmeister des Deutschen Ordens

GEBURTSDATUM zwischen 1330 und 1340

STERBEDATUM 23. Juli 1393 oder 25. Juli 1393

STERBEORT Marienburg

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Wallenrode

Kategorien: Hochmeister des Deutschen Ordens | Marschall (Deutscher Orden) | Wallenrode (Adelsgeschlecht) | Deutscher | Geboren im 14. Jahrhundert | Gestorben 1393 | Mann

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Die Wallenrodt-Bibliothek, eine Königsberger Familiengechichte

Untrennbar mit der Stadtgeschichte Königsbergs bleibt in der Historie der Pregelstadt der Name der Familie „von Wallenrodt“ verknüpft. Bereits aus der Ordenszeit wird mit Konrad von Wallenrodt dieser Name erwähnt. Es bestehen allerdings bis in die Gegenwart Zweifel darüber, ob Konrad, der von 1391 bis 1393 Hochmeister der Ritterschaft gewesen ist, wirklich dem Adelsgeschlecht der später bekannt gewordenen Wallenrodtsippe angehörte. Die Wallenrodts haben mit der nach ihr benannten Bibliothek unbestreitbar Königsberger Kulturgeschichte geschrieben.

Es ist bekannt, dass der polnische Dichter Adam Mickiewicz (1798-1855) ein umfangreiches Werk zum Leben dieses Hochmeisters geschrieben hat.Er nutzte hierbei eine Chronik, die sich in der Königsberger Wallenrodtschen Bibliothek bis zu deren Vernichtung befand.

Die umfangreiche Büchersammlung, die als Wallenrodt-Bibliothek im Königsberger Dom bekannt geworden ist, kann heute noch als bedeutsames Kulturzeugnis vergangener Jahrhunderte angesehen werden. Sie geht zurück auf Martin von Wallenrodt (1570-1632), der die Umgestaltung des Ordensstaates in ein weltliches Herzogtum nicht nur passiv miterfuhr, sondern die staatliche Ordnung in diesem jungen Herzogtum als Kanzler des Herzogs Albrecht von Preußen auch maßgeblich mitgestaltete.

In Königsberg und Marburg hatte Martin von Wallenrodt Jura studiert und war nach Beendigung seines Studiums zunächst Landrat und Hauptmann von Tapiau, bevor er nach Königsberg gelangte. Bereits in Tapiau hatte er aus eigenen Mitteln eine Büchersammlung zusammengestellt, in der es nach einer 1523 erstellten Bestandsliste 3000 Bände gab, die ganz unterschiedlichen Themenkreisen zuzuordnen waren.

Ein Brand in dieser Bibliothek vernichtete 1523 fast den gesamten Bücherbestand Martin von Wallenrodts. Bis zu seinem Lebensende im Jahre 1612 umfasste seine Büchersammlung jedoch wiederum 2000 wissenschaftliche Werke. 1629 vermachte er die Sammlung seinen Kindern mit der ausdrücklichen Bestimmung, den Buchbestand nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu vergrößern.

Diese Aufgabe fiel nach Martin von Wallenrodts Tod seinem dritten Sohn Johann Ernst von Wallenrodt zu, der bereits als Kind seine Sprachbegabung erkennen ließ und sehr früh über Kenntnisse der lateinischen Sprache verfügte.

Es war daher nur selbstverständlich, dass Johann Ernst von Wallenrodt an der Königsberger Albertina neben Sprachen im Hauptfach Jura studierte. Nach bestandenem Examen begab er sich zunächst, wie es in jener Zeit üblich war, auf eine längere Europareise, nach der er 1640 in seiner Geburtsstadt Tapiau Amtshauptmann wurde.

Während der Tapiauer Amtszeit brachte Johann Ernst von Wallenrodt die ständig erweiterte Büchersammlung nach Königsberg, wo sie im Südturm des Domes ihre künftige Bleibe in einem vom Rat der Stadt Kneiphof erworbenen Raum finden sollte.

Aus dem Wallenrodtschen Haus an der Katzbach, einem Flüsschen, das Schlossteich und Pregel verband, wurde die umfangreiche Bibliothek mit besonderer Sorgfalt in den Dom transportiert und damit in die Nachbarschaft der Albertina, die im Jahre 1545 keinen Steinwurf entfernt von der Königsberger Kathedralkirche ihren Platz gefunden hatte.

Ein besonderes Datum in der Wallenrodtschen Bibliotheksgeschichte dürfte sicher das Jahr 1673 gewesen sein, in dem die Bücherei der Öffentlichkeit übergeben und damit zugänglich wurde für Professoren und Studenten der Albertina, nebst weiteren, wie es hieß, gebildeten oder anderen sich durch vorbildliches Verhalten auszeichnenden Herren.

Als mit den Jahren die Bibliothek durch fortlaufende Vergrößerungen des Buchbestandes zu klein wurde, erfuhr dieselbe 1688 eine Erweiterung durch einen zusätzlichen Raum. Beide Räume wurden in diesem Zuge durch Isaac Riga völlig neu gestaltet. Durch ihn wurden die beiden Bücherstuben nicht nur für den Geist nun auch für das Auge zu einer Kostbarkeit.

Eine noch in der Gegenwart gültige Auffassung zur Wallenrodt-Bibliothek vertrat Alfred Rhode, der bis zum Kriegsende das Amt des Direktors der Königsberger Kunstsammlungen im Schloss bekleidete und der ein hervorragender Kenner des alten Königsbergs war. 1929 schrieb er: „ ... hier in der Wallenrodt-Bibliothek des Königsberger Doms ist uns eine Kulturstätte einzigartig erhalten geblieben, in der man die reinste Luft der Gelehrsamkeit des 17. Jahrhundert atmet, zugleich ein lebendiges Dokument Königsberger Universitätsgeschichte aus der Zeit, als das Leben der Universität sich um den Dom herum abspielte.“

Neben Erweiterung und Erhalt der Bibliothek in Königsbergs Kathedralkirche hat Johann Ernst von Wallenrodt ab 1660 auch als Landhofmeister in Stadt und Herzogtum gedient. Er fand nach seinem Tode am 21. März 1697 seine letzte Ruhestätte im Königsberger Dom, wo sich bereits die Grabstätte seines 1632 verstorbenen Vaters Martin von Wallenrodt befand.

Einen literarischen Nachlass hat Johann Ernst von Wallenrodt der deutschen Literaturgeschichte mit seiner erst 1702 veröffentlichten Schrift: „Himmelsleiter über die sieben Worte Christi am Kreuz“ hinterlassen.

Die Wallenrodt-Bibliothek, als Lebenswerk von Martin und Johann Ernst Wallenrodt, ist 1721 der preußischen Staatsaufsicht unterstellt und 1908 in die Königliche Staatsbibliothek überführt wurden, wobei ein Teil des Buchbestandes in einem eigenen Gebäude auf dem Mitteltragheim unterbegracht wurde.

Heute ist diese wertvolle Bibliothek leider nur noch ein Erinnerungsmosaik des unvergesslichen Kulturzeugnisses, wenngleich die Pregelstädtische Universität im Besitz von etwa 500 Bänden sein soll und sich in Deutschland die Universität Osnabrück mit Erfolg auf die Spurensuche nach dem Gestern der Wallenrodt–Bibliothek begeben hat.

In Königsberg wurde 1906 in Maraunenhof eine Straße nach dem deutschen Adelsgeschlecht benannt, das unauslöschbar für die Zukunft der Pregelstadt eine Kulturleistung mit seinem Namen verbunden hat.

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Anna Magdalena von Wallenrodt's Timeline