Löb Jehuda Efraim Sinsheim

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Löb Jehuda Efraim Sinsheim

Also Known As: "Juda Loeb", "Löw"
Birthdate: (69)
Death: June 4, 1744 (64-69)
Vienna, Austria
Immediate Family:

Son of Haïm Sinsheim and Rebecca Sinsheim
Husband of Miriam Sara Sinzheim
Brother of Isaac Sinzheim; Blümle Blumele Fraenkel; Mindel Stein; Leah Goldschmied-Hameln and Abraham Sinzheim

Occupation: Court Purveyor of Mainz, Court Jew in Vienna
Managed by: Randy Schoenberg
Last Updated:

About Löb Jehuda Efraim Sinsheim

Court purveyor of Mainz, moved with family to Vienna.

Löb (Low) Sinzheim war einer der Bedeutendsten unter den Wiener jüdischen Finanzmännern des 18. Jahrhunderts. Seine Familie scheint aus Worms zu stammen. Seit 1699 lebte sein Vater Chajjim b. Salomo Sinzheim als Vorsteher in Mannheim, wo er 1721 starb (Löwenstein, Kurpfalz, S. 214, n. 1). Nach Wien kam Löw infolge der 1709 eingegangenen Ehe mit Mirjam, der Tochter Josef Guggenheims, eines Schwiegersohnes Samuel Oppenheimers (s. oben S. 253), wie er denn auch unter dem Schutze des Oppenheimerschen Privilegiums lange Zeit lebte (Wolf, Geschichte, S. 63 und 64; Neuzeit IV, 1864, S. 35).1 Schon in den ersten Jahren seines Wiener Aufenthaltes sehen wir ihn sich an größeren Finanzoperationen beteiligen (vgl. Men si S. 173; Magazin, 1889, S. 205). In der Folge begegnen wir ihm unablässig fast bis zu seinem Tode an allen großen Unternehmungen teilnehmen, bald auf eigene Rechnung, bald als Vertreter der holländischen Firma Deutz,2 bald in Ver-bindung mit Marx Sehlesinger,a und mit anderen Kapitalisten.4 Aber nicht nur als Geschäftsmann war Sinzheim bekannt, sondern auch als Wohltäter und Mäzen. Die jüdische Gemeinde in Worms hatte ihm die Errichtung und Fundierung einer großen Lehranstalt, der sogenannten Raschi-Kapelle zu verdanken, in der in der Folge Männer von Ruf eine Lehrtätigkeit entfalteten.6 Auch in seinem Wiener Heim beherbergte er Gelehrte. So lernen wir 1734 Josef aus Posen kennen (Meir Aä, RGA Panim Meiroth III, Nr. 42). Der Wilnaer Autor Zebi Hirsch b. Asriel be-nennt sein Schulchanaruch-Werk nach dem Namen seines Gönners Jehuda Sinzheim Beth Leehem Tehuda (Zolkiew 1733, s. den Wortlaut in Katalog der Salo Cohnschen Schenkungen I, Nr. 502 nach der ersten Ausgabe). Ebenso hatte Elischa b. Abraham Grund, sich bei Sinzheim zu bedanken (Vorrede zu Pi Schenctliim, Altona 1735). Auch dem Werke Pattim lifeirothll und III erwies sich Sinzheim als hochherziger Spender. Daß er eine Haussynagoge erhielt, haben wir oben S. 243 gesehen. Von einer vornehmen Tat gegenüber der Gemeinde Trebitsch erfahren wir aus dem dortigen Gemeindebuch. LÖNV Sinzheim lieh der notleidenden Gemeinde gegen leichte Abzahlungsbedin-gungen 1000 fi. Dieser Betrag war 1735 noch nicht beglichen. Eine Quittung über 90 ff. von diesem Jahre besagt, daß er diesen Betrag den Besuchern des dortigen Beth ha-Midraseh überlassen habe. Das Gemeindebuch weiß auch von einem wertvollen Parament, das er der Synagoge verehrte, zu berichten (Ch. J. Pollak in Hamwasser 1, S. 173, II, S. 14). Der Vermittler dieser Spenden war der in Wiener Kreisen sehr beliebte Trebitscher Rabbiner Josef Lw6w (s. oben S. 94). Aber auch andere bedürftige Gemeinden werden nicht leer ausgegangen sein. Das Lob, das die Grabschrift in so reichem Maße fließen läßt, findet, wie wir sehen, auch durch zeitgenössische Quellen eine Bestätigung. Auch die dürftigen Mädchen haben den Tod des guten Mannes zu beklagen gehabt, „denn er verheiratete die verwaisten Mädchen, kaum daß sie ins heiratsfähige Alter gekommen waren". Dies gehörte eben zu den Tugenden der Zeit. Für seine Familie zeigte der kinderlose Mann ein lebhaftes Interesse. Sein Bruder Abraham (S. 381 ff.) dürfte auf seine Veranlassung nach Wien gekommen sein. Wie er sich um die Versorcbunab von Abrahams Tochter Pessli mühte, haben wir oben S. 243 gesehen. Ebenso sehen wir ihn väter-liche Liebe an Bräunle, der Tochter seines verstorbenen Bruders Eisik, üben; vgl. weiter unten Nr. 928. Sein in einem tätigen Leben erworbenes Vermögen vermachte Löss, Siuzheina seiner Familie und setzte seinen Bruder Abraham und seinen Neffen Salomon, den Sohn seines Bruders Eisik, zu Universalerben ein. Das Testament ist unter den Akten nicht vorhanden. Im Zeitpunkte des Todes sollte dieses, wie der Amtstrabant an den Obersthofmarschall berichtet (VA Nr. 5582), „der baron,Aguilar Jud bei Handen haben". Diego d'Aguilar (vgl. S. 312 ff.), der zu dem Konzerne der jüdischen Finanzmänner in Wien gehörte, . mag wohl ein Geschäftsfreund oder Vertrauter Sinzheinis ge-wesen sein. Das Erbe treten die „Mituniversal-Erben" in ihrer Erklärung vom 7. Juli 1744 simpliciter et abspie beneficio legis an. An dem Reichtum des namhaften Finanzmannes konnten auch die im Geschäftsleben selbst er-fahrenen Männer keinen Zweifel hegen. Der Mangel an. Akten aus der un-mittelbar darauffolgenden Zeit könnte glauben lassen, daß die Abwicklung dieses Nachlasses glatt vor sich hergegangen sei und die Behörde keine Ver-anlassung hatte, einzugreifen. Aber ein Gesuch des „Sinzheimschen Credi-torenausschusses" vom 15. April 1782 erzählt uns durch den Titel des Ge-suchstellers die Geschichte dieser Verlassenschaft, die erst in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts ihren Abschluß gefunden hat.

In 1737, he received 1,000 Gulden "Rabatt" for a 19,000 Gulden loan from Petwal in Olmütz that he arranged for the Moravian town of Holleschau. Hugo Gold, Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart. p. 237

il est l'aîné des fils de Haïm Sinzheim

associé aux affaires de la famille Oppenheimer

Die Grabschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien" Band II- by Dr. Bernhard Wachstein-pg. 434

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