Heinrich Schönberg

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Heinrich Schönberg

Birthdate:
Birthplace: Vienna, Austria
Death: Died in Salzburg, Austria
Immediate Family:

Son of Samuel Schönberg and Pauline Schönberg (Nachod)
Husband of Bertel Schönberg (Ott)
Father of Margit Eleonore Schönberg
Brother of Adele (Feigele) Schönberg; Arnold Schoenberg and Ottilie Kramer Blumauer (Schönberg/Kramer)

Managed by: Randy Schoenberg
Last Updated:

About Heinrich Schönberg

HEINRICH SCHÖNBERG

geboren am 29. April 1882 in Wien, evangelisch, Opernsänger an der Prager Oper, war mit Berta, Tochter des Salzburger Bürgermeisters Max Ott, verheiratet. Heinrich und Berta hatten eine Tochter, geboren am 3. Mai 1918 in Salzburg. Die Familie wohnte über zwanzig Jahre im Haus Chiemseegasse 6/I. Vom 10. März bis 23. April 1941 war Heinrich Schönberg wegen seiner jüdischen Herkunft in Gestapohaft. Am 1. Juni 1941 starb er 59jährig an den Verletzungen, die er erlitten hatte.

http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/orte_und_biographien?victim=Sch%C3%B6nberg,Heinrich

HEINRICH SCHÖNBERG Hoerstolperstein Hier wohnte HEINRICH SCHÖNBERG JG. 1882 Gestapohaft in Salzburg Tot 1.6.1941Heinrich Schönberg

In der Shoah-Datenbank Yad Vashem finden wir ein Gedenkblatt des bekannten US-Anwaltes Eric Randol SCHOENBERG, eines Enkels des Komponisten Arnold SCHÖNBERG für dessen jüngeren Bruder Heinrich SCHÖNBERG mit folgenden Angaben: Alter 59, verheiratet mit Bertel Ott, ständiger Wohnsitz und Todesort Salzburg, Todesjahr 1941. Manches wurde schon über Arnold SCHÖNBERG und den judenfeindlichen Ort Mattsee geschrieben, wenig aber über den im Schatten des prominenten Bruders stehenden Heinrich SCHÖNBERG, geboren am 29. April 1882 in Wien, Bassist und Opernsänger in Prag, wo sein Großvater mütterlicherseits, Gabriel Nachod, jüdischer Kantor gewesen war. Seine Enkel wechselten den Glauben, zuerst Arnold und dann Heinrich, der am 6. Jänner 1917 in Wien, in der evangelischen Pfarre AB, eine Katholikin aus Salzburg heiratete: Berta oder »Bertel« OTT, eine Tochter des Bürgermeisters der Stadt Salzburg, Max Ott, der »Großdeutscher« war, wohl ein Liberaler und kein Rassist, andernfalls hätte sein Schwiegersohn nicht rund zwei Jahrzehnte im Bürgermeisterhaus, Chiemseegasse 6, 1. Etage, nahe der Salzburger Landesregierung im Chiemseehof, wohnen können – rare, im Privaten überlebende Exemplare einer deutschliberalen Gesellschaft, eine Symbiose, die mit dem Machtwechsel im Chiemseehof entzweibrach. Wir wissen nichts Näheres über familiäre Konflikte im Bürgermeisterhaus, gewiss ist bloß, dass Heinrich SCHÖNBERG wegen der Nähe zur nationalsozialistischen Machtzentrale im Mai 1938 ausziehen musste, er jedoch gemeinsam mit seiner Frau, der das Haus Chiemseegasse 6 zur Hälfte gehörte, und ihrer damals 20-jährigen Tochter Margit nach Parsch übersiedelte. Ehe und Familie blieben noch intakt. Am 10. März 1941 wurde Heinrich SCHÖNBERG von der Gestapo verhaftet: »wegen Verdachtes des Besitzes falscher Urkunden […] Der genauere Grund der Inhaftierung konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, zumal im Jahr 1945 die bei der Polizeidirektion Salzburg verwahrten Akten verbrannt bzw. vernichtet wurden«, heißt es im Schreiben der Bundespolizeidirektion Salzburg vom 1. September 1950. Unerwähnt bleibt darin Heinrich SCHÖNBERGS jüdische Herkunft, die unterm NS-Regime nicht verheimlicht werden konnte. Die Gestapo brauchte aber einen Vorwand, indem sie Heinrich »Israel« SCHÖNBERG, den Konvertiten in einer interkonfessionellen Ehe und Schwiegersohn eines verdienten Salzburger Bürgermeisters, unter dem Verdacht eines Verbrechens verhaftete und dabei ihr Vernichtungsziel verfolgte. Am 23. April 1941 starb Altbürgermeister Max Ott 85-jährig, dem zu Ehren schon zu Lebzeiten in Salzburg ein Platz benannt worden war. Am folgenden Tag wurde sein Schwiegersohn, der sich im Polizeigefängnis Salzburg eine Infektion, Sepsis, zugezogen hatte (ohne Fremdeinwirkung laut offizieller Darstellung), in das Inquisitenspital des Landesgerichts eingeliefert, wo der Gestapo-Häftling zu lange unbehandelt blieb. Im Landeskrankenhaus kam der chirurgische Eingriff, die Amputation des vergifteten Armes, zu spät. Am 1. Juni 1941 war der 59-jährige Heinrich SCHÖNBERG tot. Davon erfuhr sein Bruder Arnold, der mit seiner Familie in die USA emigrierte und in Los Angeles lebte, im Brief vom 17. Juni 1941, den seine Nichte Margit in Salzburg geschrieben hatte – ein berührender, an ihre Tante Gertrude, Arnolds Ehefrau, adressierter Brief, der die nationalsozialistische Zensur zu durchlaufen hatte und daher wie eine literarische Camouflage zu lesen ist: Salzburg, den 17. Juni 1941

Liebe Tante Trude!

[…] Heute muß ich Dir und Onkel Arnold nun die traurigste Nachricht vom Tode meines armen Vaters mitteilen. Papa hatte noch so viel durchzumachen, nach 2maliger Operation wurde der vergiftete Arm zuletzt noch abgenommen und einige Tage später, am 1. Juni, Pfingstsonntag ist mein Vati für immer von uns gegangen. Ich bitte Dich, Onkel Arnold dies mitzuteilen. Es wird ihn ja begreiflicherweise sehr erregen, deshalb habe ich auch den Brief nicht direkt an ihn adressiert. Gleichzeitig bitte ich Euch, uns nicht böse zu sein, daß wir nicht früher geschrieben haben – wir waren selbst so fassungslos traurig, daß wir einfach nicht dazu imstande gewesen wären. Telegramme sind uns ja leider unmöglich. Liebe Tante Trude, Du kannst Dir ja sicher denken, was dieses Unglück für uns – besonders für meine Mutti – ist. Vielleicht weißt Du, wie glücklich meine Eltern waren, das konnten sogar die vielen Enttäuschungen der letzten Zeit und all das Schwere, was Papa durchmachen mußte, nicht trüben. Er hat ja nicht nur physisch sondern auch psychisch sehr gelitten. […] Das ist ja innerhalb kurzer Zeit der zweite geliebte Mensch, den wir verloren. […]

Nun nochmals alles Liebe Eure Gitti Margit SCHÖNBERG, geboren am 3. Mai 1918 in Salzburg, katholisch getauft, eine hochsensible junge Frau, die unterm NS-Regime als »Halbjüdin« galt, zerbrach an ihrem gewaltbedingten Leiden, ging an ihrer Isolation psychisch zugrunde, wurde zwar am 4. Mai 1945 befreit, konnte aber nicht geheilt werden. Sie starb 58-jährig in der Landesheilanstalt und wurde auf dem Kommunalfriedhof, Gruppe 113, im Grab ihres Vaters beigesetzt, zwei Jahre danach ihre Mutter, die 93-jährige Witwe Berta SCHÖNBERG. Autor: Gert Kerschbaumer

GROSS UND KLEIN: SCHÖNBERGS FAMILIE

Liebe ist das Verlangen der Kinder, erzeugt zu werden


"Lieber Arnold, beiliegende 'Kritiken' zeigen Dir, dass ich glänzend durchgefallen bin! Ich muß also annehmen, dass ich voraussichtlich gekündigt werde.“ Sarkastische, aber auch verzweifelte Worte: geschrieben von Heinrich Schönberg (1882-1941), adressiert an Arnold, seinen älteren Bruder. Von Profession Sänger, genauer gesagt Bassist, hatte Heinrich 1912 ein Engagement in Koblenz angenommen. Der Zufall wollte es, dass man ihn, den Heinrich, als Heinrich verpflichtete: als Darsteller des gleichnamigen Königs in Wagners Lohengrin. Die Koblenzer Kritiker versagten ihrer Majestät jedoch den Respekt: Schönberg, der mit Spannung erwartete Bassist, bekam in der Provinz einen Verriss nach dem anderen. "Bitte schreibe mir gleich", suchte er um Trost bei seinem Bruder nach, "damit ich nicht ganz verzagen muß. Du hast ja auch so schwere Zeiten durchzustehen gehabt und wirst mich verstehen können." Arnold Schönberg, ebenfalls nicht gerade ein Liebling der Pressegötter, konnte Heinrich nicht nur verstehen, sondern ihn auch aus seiner misslichen Situation befreien. Er vermittelte ihm ein Vorsingen bei Alexander Zemlinsky, seinem Schwager, dem Chefdirigenten der Deutschen Oper in Prag. Und Heinrich kam ... und sah ... und siegte an der Moldau: 1913 erhielt er dort einen Vertrag, den man bis Mitte der zwanziger Jahre verlängerte. War es Zufall? Oder Schicksal? Jedenfalls reüssierte Heinrich Schönberg in jener Stadt, in der Josef Gabriel Nachod, sein Großvater mütterlicherseits, einst Kantor gewesen war: an der Altneuschul, der ältesten Synagoge von Prag. Der jüdische Vorsänger hatte seine stimmliche Begabung offenkundig weitergereicht: an Heinrich Schönberg, den Sohn seiner Tochter Pauline, - aber auch an Hans Nachod, den Sohn seines Sohnes Friedrich, des Lieblingsonkels von Arnold Schönberg. Während Heinrich sich allerdings mit kleinen bis mittleren Partien begnügen musste, agierte der Tenor Hans Nachod äußerst erfolgreich. Während seiner Zeit an der Wiener Volksoper (1907-1910) stieg er zum Primo uomo auf. Sein Einsatz für das Werk Giacomo Puccinis (Manon Lescaut, Tosca, Madame Butterfly) trug ihm die Bewunderung, ja Freundschaft des italienischen Komponisten ein. Und auch Arnold Schönberg verließ sich gern auf das stimmliche Potential seines Cousins: 1913, bei der Uraufführung seiner Gurrelieder, überantwortete er Nachod die anspruchsvolle Partie des Waldemar - ein richtiger Schritt, der zu dem spektakulären Erfolg des Konzertes wesentlich beitrug.

Heinrich SCHÖNBERG

  • 29. 4. 1882 Vídenˇ

† 1. 6. 1941 Salcburk

zpeˇvák

Mladsˇí bratr skladatele Arnolda Schönberga. Absolvoval ve Vídni gymnázium a studoval soukromeˇ zpeˇv. Debutoval 1909 ve Vídni v opereteˇ jako basbarytonista (Johann-Strauss-Theater). 1910 pu˚sobil krátce v letním divadle v Bad Ischl u Vídneˇ, 1911/12 v meˇstském divadle Ústí n. L. a v sezoneˇ 1912/13 v Teplicích a Mnichoveˇ. Od 1913 byl angazˇován v prazˇském neˇmeckém divadle jako herec (poprvé vystoupil 28. 8. 1913 v první cˇásti Goethova Fausta v roli Brandese). Zpíval tézˇ malé role v operˇe a opereteˇ. Na jeho angazˇmá meˇl nepochybneˇ podíl Alexander Zemlinsky, ktery´ byl jeho prˇíbuzny´m (Zemlinského sestra Mathilda byla manzˇelkou A. Schönberga). 1914 byl S. odveden do armády a slouzˇil témeˇrˇ do konce první sveˇtové války. V zárˇí 1918 se vrátil do prazˇského divadla (poprvé vystoupil 28. 9. 1918 jako Ministr, Offenbach: Ritter Blaubart) a zu˚stal jeho cˇlenem do konce sezony 1931/32. (1916-23 pu˚sobil v Praze také jeho bratranec Hans Nachod, s nímzˇ meˇl od mládí velmi dobré vztahy.) Po nástupu rˇeditel Egera na konci sezony 1931/32 prˇesídlil S. do Salcburku. Pro svu˚j zˇidovsky´ pu˚vod vsˇak jizˇ po roce 1933 nenasˇel mozˇnost uplatneˇní na neˇmecky´ch jevisˇtích, a protozˇe získal nárok na penzi, usadil se v Salcburku natrvalo. Nikdy se nepokusil o emigraci. Po anexi Rakouska (1938) byl postizˇen protizˇidovsky´mi zákony. 1941 byl v salcburské nemocnici operován a zemrˇel na sepsi, která, jak se ukázalo prˇi poválecˇném sˇetrˇení, byla zámeˇrneˇ vyvolána lékarˇsky´mi pokusy.

V operním provozu prazˇského neˇmeckého divadla vytvorˇil mnoho postav du˚stojníku, sluhu˚, panosˇu˚, heroldu˚, policistu˚, spiklencu˚ a notárˇu˚ (Notárˇe naprˇ. ve vsˇech nastudováních Straussovy opery Der Rosenkavalier beˇhem prazˇského angazˇmá). Opakovaneˇ mu byly sveˇrˇovány i veˇtsˇí úlohy (Moruccio, d’Albert: Tiefland, Matteo, Auber: Fra Diavolo, Simon, Puccini: Gianni Schicchi ad.). Nikdy vsˇak nepatrˇil k vynikajícím zpeˇváku˚m a jeho pecˇliveˇ prˇipravené vy´kony údajneˇ znehodnocovala nezvladatelná tréma [uvádí H. Weber]. Zemlinského korespondence naznacˇuje, zˇe sˇéfdirigent svého prˇíbuzného podporoval a prosazoval, acˇ v divadle narázˇel na odpor. Vy´roky prazˇské kritiky k S. vystoupením jsou vzácné a zpravidla neutrální. Vy´jimecˇneˇ se uplatnil ve filmu; 1931 vytvorˇil mensˇí roli v cˇesko-neˇmeckém koprodukcˇním snímku Aféra plukovníka Redla.

Role (vy´beˇr):

1913: Konrad Leuthold (Rossini: Wilhelm Tell), Moruccio (d’Albert: Tiefland, tézˇ 1927 a 1931), 1914: Notárˇ (Strauss: Der Rosenkavalier, tézˇ 1919, 1921, 1928); 1918: Brandes (Gounod: Faust). 1919: Dr. Grenville (Verdi: La Traviata); 1920: Hrabeˇ Wildenstein (Nessler: Der Trompeter von Säkkingen), Rudolf (Schreker: Der ferne Klang), Matteo (Auber: Fra Diavolo, tézˇ 1924, 1927); 1921: Marky´z Marinelli (Kienzl: Der Kuhreigen), Simon (Puccini: Gianni Schicchi, tézˇ 1926, 1928); 1922: Pedruzzi (Schillings: Mona Lisa), Meˇstsky´ radní (Zemlinsky: Kleider machen Leute), Kneˇz (Reznicek: Ritter Blaubart); 1923: Jarno (Thomas: Mignon), Rytírˇ (Verdi: Ernani), Císarˇ Mung Tho Bya (Hindemith: Das Nusch-Nuschi), Pacholek (Hindemith: Sancta Susanna); 1924: Lefort (Lortzing: Zar und Zimmermann), Montano (Verdi: Othello), Magistr (Schreker: Der Schatzgräber); 1927: Alcindor (Puccini: Bohéme); 1928 Manuel (Falla: Ein kurzes Leben), Král (Malipiero: Philomela und ihr Narr, prem.); 1930: Brunner (Lortzing: Der Waffenschmied), Dr. Cajus (Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor), Baron Douphal (Verdi: La Traviata); 1931: Kuno (Weber: Der Freischütz), Grumio (Goetz: Der Widerspenstigen Zähmung).

Literatura:

J. A. Kimmey, Jr.: The Arnold Schoenberg - Hans Nachod Collection [vzáj. korespondence 1909-1949], Detroit Studies in Music Bibliography, cˇ. 41, Detroit 1979; Arnold Schönberg. Lebensgeschichte mit Begegnungen, sb. vydala Nuria Nono-Schönberg, Klagenfurt 1992; H. Weber (vyd.): Zemlinskys Briefwechsel mit Schönberg, Webern, Berg und Schreker, Darmstadt 1995, cˇ. 109; Cˇesky´ hrany´ film, II, 1930-1945, Praha 1998; P. Tancsik: Die Prager Oper heisst Zemlinsky, Wien 2000.

E. Müller: Deutsches Musiker-Lexikon, 1929; K. J. Kutsch - L. Riemens: Grosses Sängerlexikon, 7, Ergänzungsband II, 2002.

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Heinrich Schönberg's Timeline

1882
April 29, 1882
Vienna, Austria
1918
May 3, 1918
Age 36
Salzburg, Salzburg, Salzburg, Austria
1941
June 1, 1941
Age 59
Salzburg, Austria